Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e. V.
(DGP)
Zweck: Wissenschaftliche Fachgesellschaft für Palliativmedizin
Vorsitz: Lukas Radbruch[1]
Gründungsdatum: 1994
Mitgliederzahl: 5032 (Stand: 12/2014)
Sitz: Berlin
Website: dgpalliativmedizin.de

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) wurde 1994 in Köln gegründet. Die Fachgesellschaft steht für die interdisziplinäre und multiprofessionelle Vernetzung aller in der Palliativmedizin Tätigen: Knapp 60 Prozent der rund 5000 DGP-Mitglieder kommen aus der Medizin, fast 30 Prozent aus der Pflege und insgesamt über zehn Prozent aus weiteren in der Palliativversorgung tätigen Berufsgruppen.

Anliegen der multiprofessionellen Fachgesellschaft ist es, die Fortentwicklung der Palliativmedizin interdisziplinär und berufsgruppenübergreifend auf allen Ebenen zu fördern.

Präsident ist Lukas Radbruch;[1] er trat im Juni 2014 in diesem Ehrenamt die Nachfolge von Friedemann Nauck an (Präsident der DGP von 2010 bis 2014).

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband und der Bundesärztekammer entstand die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland, die am 17. August 2010 von über 50 Institutionen konsentiert und inzwischen von insgesamt mehr als 13.000 Personen und Institutionen unterzeichnet wurde. Die fünf Leitsätze der Charta formulieren Aufgaben, Ziele und Handlungsbedarfe, um die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland zu verbessern. Im Mittelpunkt steht dabei immer der betroffene Mensch.[2]

Vorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

  • Präsident: Lukas Radbruch
  • Vizepräsident: Bernd-Oliver Maier
  • Vizepräsidentin: Maria Wasner
  • Schatzmeister: Andreas Müller
  • Schriftführer: Bernd Alt-Epping
  • Beisitzer: Wiebke Nehls, Katja Goudinoudis, Oliver Tolmein, Birgit Vyhnalek, Urs Münch

Kongress der DGP[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Organisation hat bis 2016 über 70 Millionen Euro in den Aufbau palliativmedizinischer Versorgung investiert.[3]

Förderpreis für Palliativmedizin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Förderung der klinischen Wissenschaft verleiht die Gesellschaft seit 1999 alljährlich auf ihren Jahrestagungen den „Förderpreis für Palliativmedizin“. Stifter des Preises ist eine Pharmafirma. Der Förderpreis für Palliativmedizin wird vergeben an Personen und Institutionen, die sich durch ihre Tätigkeit um die Weiterentwicklung der Palliativmedizin verdient gemacht haben.

Anerkennungs- und Förderpreis für ambulante Palliativversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Anerkennung des besonderen Engagements bzw. zur Förderung von Initiativen und Projekten im Rahmen der ambulanten Palliativversorgung verleiht die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin seit 2008 den „Anerkennungs- und Förderpreis für ambulante Palliativversorgung“. Stifter des Preises ist eine Pharmafirma. Der „Anerkennungs- und Förderpreis für ambulante Palliativversorgung“ kann vergeben werden an Personen und Institutionen, die sich in besonderer Weise um die Entwicklung der Palliativmedizin im ambulanten Bereich verdient gemacht haben.

Fachzeitschrift[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeitschrift für Palliativmedizin ist das Organ der DGP in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Palliativgesellschaft. Sie erscheint alle zwei Monate im Georg Thieme Verlag.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Vorstand 2016–2018. Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e. V., abgerufen am 14. März 2018.
  2. Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen, abgerufen am 7. Dezember 2014.
  3. http://www.krebshilfe.de/nc/startseite/aktuelle-themen/article/11-kongress-der-deutschen-gesellschaft-fuer-palliativmedizin.html, abgerufen 14. September 2016.
  4. Zeitschrift für Palliativmedizin. In: Thieme.de. Abgerufen am 14. März 2018.