Deutsche Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse

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Zuse-Gemeinschaft
Logo Zuse-Gemeinschaft
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 2015
Sitz Berlin
Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit,
industrienahe Forschung
Mitglieder 76 (Stand: 09.12.2016)
Motto Forschung, die ankommt
Website www.zuse-gemeinschaft.de

Die Deutsche Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse oder kurz Zuse-Gemeinschaft ist eine Interessenvertretung gemeinnütziger Industrieforschungseinrichtungen in Deutschland. Sie trägt den Namen des deutschen Computererfinders Konrad Zuse. Die Mitglieder des technologie- und branchenoffenen Verbandes sind unabhängige Forschungseinrichtungen.[1] Dabei handelt es sich vor allem um eingetragene Vereine oder gemeinnützige GmbHs, die nicht von Bund und Ländern gemeinsam grundfinanziert sind.

Die Zuse-Gemeinschaft versteht sich neben den Forschungsverbünden der Fraunhofer- und Max-Planck-Gesellschaften, der Helmholtz- und Leibniz-Gemeinschaften sowie den Hochschulen als „dritte Säule“ der deutschen Forschungslandschaft. Ihre Ziele sind die Beschleunigung industrieller Forschung und Entwicklungstransfers, die einheitliche Vertretung ihrer Mitglieder gegenüber Bund, Ländern und Wirtschaftsorganisationen und verbesserte Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere durch gleichberechtigten Zugang zu Förderprogrammen.[2]

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zuse-Gemeinschaft wurde am 29. Januar 2015 in Berlin gegründet und präsentierte sich bei einer Veranstaltung am 24. März 2015 erstmals der Öffentlichkeit. Als Gründungsinstitute hatten sich der Gemeinschaft zu diesem Zeitpunkt bereits 68 der etwa 130 unabhängigen Forschungseinrichtungen in Deutschland angeschlossen.[3] Nach Auskunft der Zuse-Gemeinschaft ging die Initiative zur Gründung von den Instituten selbst aus.[4]

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Organe der Zuse-Gemeinschaft sind:

  • die Mitgliederversammlung,
  • das Präsidium,
  • der Senat und
  • der Innovationsrat.

Der Sitz der Zuse-Gemeinschaft ist in Berlin. Ihr Präsident ist Ralf-Uwe Bauer, Direktor des Thüringischen Instituts für Textil- und Kunststoff-Forschung e.V. Weitere Präsidiumsmitglieder sind Martin Bastian, Hauptgeschäftsführer der Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoffzentrum, Bernd Grünler, Direktor des INNOVENT e.V. Technologieentwicklung Jena, Ralph Sievering, Hauptgeschäftsführer des VDEh Betriebsforschungsinstitut, Wolfgang Nebel, Vorstandsvorsitzender des OFFIS e.V., Anke Schadewald, Vorstandsvorsitzende des Instituts für Kunststofftechnologie und -recycling e.V. und Steffen Tobisch, Geschäftsführer des Instituts für Holztechnologie Dresden gemeinnützige GmbH.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Heumer: Der Wunsch, Wissen in Geld zu verwandeln, Interview mit dem Präsidenten Ralf-Uwe Bauer. In: VDI nachrichten, 10. April 2015, abgerufen am 16. November 2015,
    (PDF-Version, Auf: stattweb.de)
  2. Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Unternehmen. In: Wirtschaftsspiegel Thüringen 03/2015, Seite 4
  3. Zuse-Institute fördern Industrieforschung und Technologietransfer. Auf medizin & technik, abgerufen am 16. November 2015
  4. Eduard Altmann: Neue Mittelstands-Forscher: Schneller und billiger. Auf produktion.de, 11. August 2015, abgerufen am 16. November 2015
  5. Präsidium. Auf: Offizielle Webseite, abgerufen am 30. August 2016