Deutscher Berufsverband Rettungsdienst

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Deutscher Berufsverband Rettungsdienst e.V.
(DBRD)
Zweck: Interessenvertretung des Rettungsfachpersonals in Deutschland
Vorsitz: 1.Vorsitzender: Marco K. König, 2. Vorsitzender: Frank Flake, 3. Vorsitzender: Thomas Semmel
Gründungsdatum: 2006
Mitgliederzahl: 4.450 (März 2017)
Sitz: Lübeck
Website: www.dbrd.de

Der Deutsche Berufsverband Rettungsdienst e.V. (DBRD) ist ein Berufsverband für deutsche Rettungssanitäter, Rettungsassistenten und Notfallsanitäter. Er wurde am 21. November 2006 in Hamburg gegründet und hat heute seinen Sitz in Lübeck. Der Verein ist ein eingetragener Verein.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 21. November 2006 gründeten in Hamburg 27 Rettungsdienstexperten den "Deutschen Berufsverband Rettungsdienst". Zielsetzung war die Interessenvertretung des Rettungsfachpersonals in Deutschland sowie die Verbesserung der präklinischen Versorgung aller dem Rettungsdienst anvertrauten Patienten. Vorausgegangen waren zahlreiche und lange Diskussionen in den Reihen des Rettungsfachpersonals um die Notwendigkeit eines neuen Berufsverbandes neben dem bereits existierenden Berufsverband für den Rettungsdienst (BVRD).

Auf Bestreben des DBRD fand im Juli 2007 die konstituierende Sitzung des deutschen Leitungsgremiums des internationalen Traumaversorgungssystems PHTLS (Pre Hospital Trauma Life Support) statt[1], das seither als PHTLS Deutschland an den DBRD angegliedert auch in Deutschland Kurse anbietet. Ebenfalls durch den DBRD in Deutschland eingeführt wurde im Oktober 2010 das internationale Kurskonzept AMLS (Advanced Medical Life Support)[2].

Im November 2011 wurde die Fachzeitschrift Notfall+Rettungsmedizin als zukünftiges Verbandsorgan vorgestellt.

Vorsitzende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • November 2006 bis Februar 2012: 1. Vorsitzender Marco K. König, 2. Vorsitzender Bernhard Gliwitzky, 3. Vorsitzender Ingo Kolmorgen
  • seit Februar 2012: 1. Vorsitzender Marco K. König, 2. Vorsitzender Bernhard Gliwitzky, 3. Vorsitzender Frank Flake
  • seit März 2015 1. Vorsitzender Marco K. König, 2. Vorsitzender Frank Flake, 3. Vorsitzender Thomas Semmel

Organe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Organe des Vereins setzen sich zusammen aus[3]

  1. dem Vorstand (3 Mitglieder)
  2. dem Beirat (7 Mitglieder)
  3. der Mitgliederversammlung

Zur Beratung in medizinischen Fragestellungen steht ein aus drei Personen bestehender, nicht stimmberechtigter Ärztlicher Beirat zur Verfügung.

Aktivitäten des DBRD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der DBRD ist heute in allen für seine Arbeit relevanten Gremien vertreten. So ist er beispielsweise Mitglied im Fachbeirat für den Aufbau eines elektronischen Gesundheitsberuferegisters (eGBR) und war bis zum Abschluss der Vorarbeiten in der Expertengruppe zur Novellierung des Rettungsassistentengesetzes am Bundesministerium für Gesundheit.

Aktiv bringt sich der DBRD auch bei diversen Fachkongressen und Fortbildungsveranstaltungen ein.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. PHTLS Deutschland gegründet. Website des DBRD. Abgerufen am 27. November 2011
  2. AMLS Deutschland gestartet. Website des DBRD. Abgerufen am 27. November 2011
  3. Satzung des DBRD als PDF. Website des DBRD