Didaktik im Netz

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Die Didaktik im Netz beschäftigt sich mit der Theorie des Unterrichts mit Hilfe kleinerer Computernetzwerke. Die vernetzte Computerausstattung wird dazu eingesetzt, verschiedenste Kompetenzenden in unterschiedlichen Fächern zu vermitteln und zu trainieren. Da es sich bei der Didaktik im Netz um ein recht junges Konzept handelt, sind die Begriffe noch nicht klar definiert und gegeneinander abgegrenzt. Man findet daher auch Bezeichnungen wie multimedialer Unterricht, didaktisches oder pädagogisches Netzwerk.

Noch weiter im Computereinsatz geht die Online-Didaktik, welche auf die Nutzung des Internets setzt. Dadurch wird der Zugriff auf speziell bereitgestellte Inhalte als auch die Verwendung von Online-Arbeitsplattformen (eGroupware, Online-Speicherplatz,...) auf einfache Art und Weise ermöglicht.

Voraussetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Damit die Vorteile der Computervernetzung optimal im Unterricht genutzt werden können, sollten vernetzte Computerräume mit spezieller Software ausgerüstet sein. So genannte Klassenraum-Management-Software erlaubt es zum Beispiel, die Aktivitäten der Schüler auf dem Computer zu überwachen, Bildschirme für Präsentationen zu übermitteln (Desktop-Sharing oder Bildschirmübertragung), den Schülern per Fernsteuerung zu helfen, den Zugang zum Internet zu sperren oder freizugeben und den Umgang mit Lehrer- und Schülerdateien zu vereinfachen (Dateimanagement). Damit kann die Motivation und die Aufmerksamkeit der Klasse und somit der Lernerfolg deutlich verbessert werden. Daneben gibt es verschiedenste Software, die dazu dient, die Administration des Schulnetzwerks zu vereinfachen. Die wesentlichen Unterschiede solcher Software liegen im Preis und in der Bedienbarkeit. Letzteres ist entscheidend dafür, inwieweit die Software von den Lehrern tatsächlich im Unterricht eingesetzt wird.

Praxisbeispiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem ersten Schritt kann eine Lehrperson mit der Demo-Funktion ihren Bildschirminhalt der ganzen Klasse sichtbar machen und gleichzeitig Tastatur und Maus der Schüler-PCs sperren. Dadurch ist die volle Aufmerksamkeit der Schülerschaft auf die Präsentation gerichtet. Mit Hilfe eines Präsentations- und Visualisierungstools kann die Lehrperson dabei gezielt durch die Präsentation führen. Anschließend können die Schüler selbständig versuchen, das Gezeigte anzuwenden. Die Lehrperson kann dabei den Fortschritt der Klasse auf ihrem Bildschirm mitverfolgen und bei Problemen per Fernsteuerung helfend eingreifen. Wenn ein Schüler eine besonders interessante Lösung gefunden hat, kann der Bildschirm eines Schülercomputers der ganzen Klasse gezeigt werden. Der Schüler betätigt sich daher als virtueller Lehrer. Um die Aufmerksamkeit der Schüler zu erhalten, können die Schülerbildschirme dunkelgeschaltet und damit die Schülerrechner gesperrt werden.

Die Lehrperson kann während der Übungsphase einzelnen Schülern oder der ganzen Klasse den Zugriff auf das Internet erlauben. Nach dem Abschluss der Übungsphase kann die Lehrperson Arbeitsblätter über das Netzwerk an alle oder einzelne Plätze verteilen. Das Einsammeln der Dateien kann dabei automatisch erfolgen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]