Die grüne Wolke (Film)

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Filmdaten
OriginaltitelDie grüne Wolke
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2001
Länge98 Minuten
AltersfreigabeFSK 12 (6 geschnitten)
Stab
RegieClaus Strigel
DrehbuchMartin Östreicher
Claus Strigel
ProduktionPit Riethmüller
Bertram Verhaag
MusikWolfgang Neumann
KameraSönke Hansen
SchnittUwe Klimmeck
Besetzung

Der Kinderfilm Die grüne Wolke ist ein deutscher Fantasyfilm von dem deutschen Regisseur Claus Strigel aus dem Jahr 2001. Er wurde frei nach dem Roman Die grüne Wolke von Alexander Sutherland Neill gedreht.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kinder Don, Evi, Biene, Bernie, Mark, Golo, Jasmin und Romy sind Schüler der Klasse 5 c in einem Internat in Leuchtenberg. Sie haben es satt, die langweiligen und angeberischen Geschichten ihres Lehrers Birnenstiel zu hören, also erzählt er ihnen eine Geschichte, in der er und die Kinder die letzten Menschen der Welt sind.

An einem friedlichen Tag erscheint der amerikanische Multimillionär Mac Hoss mit seinem kürbisförmigen Raumschiff „Fun-Shuttle“ und bietet den Kindern und Birnenstiel eine Raumfahrt an. Alle fliegen mit dem Raumschiff bis über die Erde und sehen, dass diese von einer grünen Wolke umgeben wird. Als sie wieder auf der Erde landen, finden sie alle Menschen der Schule versteinert vor. Nachdem sie herausgefunden haben, dass die gesamte Menschheit versteinert wurde, feiern die Kinder in einem Kaufhaus eine große Sause und können zum Beispiel die Vitrinen kaputtschlagen, Motorrad fahren und Süßigkeiten erbeuten, obwohl die Alarmanlagen klingen. Sie können tun und lassen, was sie wollen, ohne bestraft zu werden. Doch schon bald müssen sich die Kinder, Birnenstiel und Mac Hoss mit wildgewordenen Zootieren, mutiertem Gemüse, einem fiesen Kinderhasser und gefährlichen Gangstern befassen.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Eine von überbordender Fantasie geprägte, aber allzu unstrukturierte freie Verfilmung des Kinderbuch-Klassikers von A.S. Neill, die einen Parforce-Ritt durch zahlreiche Genres unternimmt, dem jüngere Kinder kaum zu folgen vermögen. Auch in der Figurenzeichnung bleibt der Film zu oberflächlich, um fesseln zu können.“

„Claus Strigel inszenierte ein halbwegs unterhaltsames, jedoch sehr bemühtes Kinderabenteuer, das lediglich ein sehr junges Publikum anspricht. Frei nach dem Bestseller von Alexander Neill entstand eine phantastische Geschichte, die zwar in Deutschland ihresgleichen sucht, der es aber sichtlich an Fantasie mangelt.“

Die Deutsche Film- und Medienbewertung FBW in Wiesbaden verlieh dem Film das Prädikat wertvoll.

Unterschiede zwischen Buch und Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film hält sich sehr vage an das Buch von Alexander Sutherland Neill.

  • Die Handlung des Buches spielt im Jahre 1938 in England und nicht, wie im Film, in der heutigen Zeit in Deutschland.
  • Die Namen der Charaktere wurden im Film verändert: Aus Neill wurde Birnenstiel und aus Pyecraft wurde Mac Hoss und die Kinder bekamen die Namen Golo, Evi, Biene, Bernie, Jasmin, Enzo, Romy, Mark und Don.
  • Im Buch ist Summerhill der Ort des Geschehens und nicht ein Internat in Leuchtenberg.
  • Das Luftschiff wurde zu einem kürbisförmigen Raumschiff.
  • Der Charakter "Pater Birn" ist im Film nicht zu sehen.
  • Der Kampf mit den verwilderten Hunden wurde weggelassen.
  • Die Reise nach Afrika wurde weggelassen.
  • Die Figur der Lydia taucht im Buch nicht auf.

Kontroverse der FSK-Freigabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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In der ursprünglichen Fassung wurde der Film ab 12 Jahren freigegeben. Dies löste bei Experten beim Kinderfilmfestival Goldener Spatz heftigste Kritik aus. Die mehrheitliche Meinung der Experten ist, dass die bestehende Regeln der FSK, die aus dem Jahr 1951 stammen, dringend überholt werden müssten. Angesichts einer veränderten Medienkompetenz bei Kindern seien die alten starren Regeln überholt. Zudem sei der Schritt zwischen FSK 6 und FSK 12 zu groß, weil gerade in diesem Altersbereich große Veränderungen bei Kindern stattfänden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die grüne Wolke. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet 
  2. Die grüne Wolke, prisma.de