Diefenbach (Sternenfels)

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Diefenbach
Gemeinde Sternenfels
Wappen von Diefenbach
Koordinaten: 49° 1′ 33″ N, 8° 51′ 14″ O
Höhe: 285 (250–415) m ü. NN
Fläche: 10,31 km²
Einwohner: 2765 (31. Dez. 2012)
Bevölkerungsdichte: 268 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 75447
Vorwahl: 07043

Diefenbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Sternenfels in Baden-Württemberg, der am 1. Januar 1974 eingemeindet wurde.

Lage und Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Diefenbach von Osten

Das Haufendorf Diefenbach liegt im Stromberg, circa drei Kilometer südlich von Sternenfels. Nach Pforzheim sind es 26 km, nach Karlsruhe 40 km und nach Stuttgart 50 km.

Die Diefenbacher Gemarkung hat eine Größe von 1031 Hektar. Diese bildet den heutigen Sternenfelser Ortsteil.[1] Hat die Ortslage eine Höhe von circa 285 m ü. NN, so erreicht die Gemarkung im Osten eine Höhe von circa 415 m ü. NN, im Süden an der Metter eine Höhe von circa 250 m ü. NN.[2] Nordöstlich von Diefenbach liegt die Quelle der Metter. Sie fließt am östlichen Ortsrand von Diefenbach nach Süden und nimmt kurz unterhalb den durch das Dorf fließenden Gießbach auf. Durch Diefenbach verläuft in Nord-Süd-Richtung die L 1134, welche von Sternenfels nach Zaisersweiher führt. Die Landesstraße bindet nördlich des Dorfes die K 4516 nach Freudenstein an. Der nach diesem Ort benannte Freudensteintunnel verläuft eine Strecke im Westen der Diefenbacher Gemarkung.

Im Osten der Diefenbacher Gemarkung liegen die zwei Naturschutzgebiete Füllmenbacher Hofberg und Diefenbacher Mettenberg. Außerdem liegt der Ortsteil komplett im Naturpark Stromberg-Heuchelberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefenbach aus dem Forstlagerbuch des Andreas Kieser (1684)

Diefenbach wird erstmals im Jahr 1023 als Duiffenbach erwähnt. Zu Diefenbach gehörten neben den Höfen Burrainhof und Mettenbacher Mühle ebenfalls der Füllmenbacher Hof. Die Ausbausiedlung des beginnenden Hochmittelalters fand wohl von Knittlingen aus statt. Mehrere Bischöfe hatten Grundstücke in Diefenbach. In Folge traten auch die Klöster Maulbronn und Herrenalb in Diefenbach auf. 1326 wird ein Burgstadel der Herren von Wössingen erwähnt. Eine Heiligkreuz-Kirche wird im Jahr 1420 erwähnt als diese von einer Knittlinger Filialkirche zur Pfarrei erhoben wird. Eine evangelische Pfarrkirche wird 1621 durch den Baumeister Heinrich Schickhardt erbaut. Ab 1807 gehörte der Ort zum Oberamt Maulbronn, ab 1938 zum Landkreis Vaihingen, welcher wiederum 1973 im Enzkreis aufging. Am 1. Januar 1974 schlossen sich Sternenfels und Diefenbach zu einer Gemeinde zusammen.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Aufgabe der Selbstständigkeit 1974 führt die Gemeinde Diefenbach ein eigenes Wappen. Die Blasonierung lautet: In Rot über einer erniedrigten silbernen (weißen) Wellenleiste eine pfahlweis gestellte silberne (weiße) Weinberghape mit goldenem (gelben) Griff.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • August Schmidt (1840–1929): der Geophysiker und Meteorologe wurde 1840 im Ort als Sohn eines Lehrers geboren und arbeitete nach seinem Studium unter anderem in Stuttgart, Straßburg und Paris.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Burkhart Oertel: Ortssippenbuch Diefenbach, Gemeinde Sternenfels, Enzkreis, 1558-1945. Neubiberg: Selbstverlag des Verfassers 2000 (= Württembergische Ortssippenbücher 43)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Diefenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hauptsatzung der Gemeinde Sternenfels
  2. Kartendienste der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 490.