Diemtigtal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Diemtigtal ist ein Seitental des Simmentals im Berner Oberland in der Schweiz. Es deckt sich im Wesentlichen mit dem Gebiet der Gemeinde Diemtigen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick ins Diemtigtal

Das Diemtigtal wird vom Fildrich durchflossen, der sich im unteren Talbereich mit dem Chirel vereinigt, welcher bei Oey in die Simme fliesst.

Auf der rechten, südöstlichen Seite wird das Diemtigtal von der Niesenkette (Fromberghorn bis Gsür) begrenzt; auf der linken, nordwestlichen Seite liegt die Kette mit Turnen und Niderhorn. Im Südwesten bilden Seehore, Spillgerte (mit 2'476 m ü. M. höchster Berg der Region) und Rauflihorn den oberen Talabschluss. Die Kette Meniggrat-Stand trennt das Haupttal vom linken Seitental Meniggrund (von Menigbach/Narebach durchflossen) und das Wiriehore befindet sich zwischen dem Haupttal und dem rechten Seitental Riedere (vom Chirel durchflossen).

Die wichtigsten Ortschaften des Tals sind von oben nach unten: Grimmialp, Schwenden, Meniggrund (im linken Seitental des Narebachs), Zwischenflüh, Entschwil (am Hang auf der rechten Talseite), Horbode, Diemtigen (am Hang auf der linken Talseite) und Oey. Die Grimmialp spielt im Leben und Wirken Albert Schweitzers eine wesentliche Rolle; besonders im von seiner Tochter veröffentlichten Briefwechsel Schweitzers mit seiner späteren Frau Helene Bresslau 1902 bis 1912 erwähnt er oft, welch ruhige Tage er dort verbracht und wie viel von seinem schriftstellerischen Arbeitspensum er hier bewältigt habe.[1].

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Diemtigtal ist über eine Strasse vom Simmental her erschlossen. Eine Postautolinie (Oey–Grimmialp) bildet den Anschluss an das Netz des öffentlichen Verkehrs.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christoph Schläppi, Daniel Wolf, Erich Schwabe, Heinrich Christoph Affolter, Johanna Strübin, Samuel Rutishauser: Diemtigtal BE. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 395). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1986.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Albert Schweitzer, Helene Bresslau, Die Jahre vor Lambarene. Briefe 1902-1912, Hgg. Rhena Schweitzer-Miller und Gustav Woytt, C.H.Beck München 1992

Koordinaten: 46° 37′ 0″ N, 7° 30′ 0″ O; CH1903: 604700 / 162825