Simmental

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Simmental vom Niesen aus gesehen, rechts die Stockhornkette, links der Ausläufer des Diemtigtals

Das Simmental (Freiburger Patois le Chebetô?/i) ist ein Tal im westlichen Berner Oberland im Kanton Bern in der Schweiz.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Simmental erstreckt sich von der Lenk bis Boltigen ungefähr in Süd-Nord-Richtung (Obersimmental), um von dort bis zum Talausgang bei Wimmis in der Nähe von Spiez eine West-Ost-Orientierung anzunehmen (Niedersimmental). Es umfasst die Gemeinden Lenk, St. Stephan, Zweisimmen, Boltigen, Oberwil, Därstetten, Erlenbach, Diemtigen und Wimmis. Das Tal wird von der Simme durchflossen.

Ein Nebental des Simmentals ist das Diemtigtal.

Bauernhaus im Simmental bei Erlenbach

Namensherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name kommt von septem valles (‚Sieben Täler‘), welches schon 1175 urkundlich ist.[1] Die Bezeichnung Siebnethal ist bis 1694 noch Amtssprache,[1] und Siebent(h)al findet sich noch bis in das frühere 19. Jahrhundert.[2]

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) rühmte das Simmental auf seinen Reisen als «das grünste Tal Europas».

Nach dem Simmental wurde die Rinderrasse Simmentaler benannt.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diverse Ortschaften nehmen eine wichtige Rolle insbesondere im Wintertourismus des Berner Oberlands ein, so z. B. Lenk oder Zweisimmen. Von Zweisimmen aus gelangt man auch zum Kurort Gstaad und weiter nach Château-d’Œx. Weitere Übergange sind der Jaunpass, über den man von Boltigen aus nach Bulle im Kanton Freiburg gelangt, sowie das Hahnenmoos, welches die Lenk mit Adelboden verbindet.

Aussicht oberhalb Boltigen Jaunpassstrasse und das Simmental

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen, II. Abteilung: Die Rechtsquellen des Kantons Bern, Zweiter Teil: Rechte der Landschaft, Band 1: Das Statutarrecht des Simmentales bis 1798, bearbeitet und herausgegeben von Ludwig Samuel von Tscharner, 1. Halbband: Das Obersimmental. Sauerländer, Aarau 1912 (online), 2. Halbband: Das Niedersimmental. Sauerländer, Aarau 1914 (online).
  • Der letzte Kästräger vom Talberg. Erzählung aus dem Simmental. Blaukreuz, Bern, 1987. ISBN 978-3-85580-197-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Simmental – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Simmental. In: Julius Studer: Schweizer Ortsnamen: ein historisch-etymologischer Versuch. F. Schulthess, Zürich 1896, S. 234 (Google eBook, eingeschränkte Vorschau einer Neuauflage 2015).
  2. z.B.: K. Kasthofer: Wanderung in das Siebenthal. Alpenrosen, ein Schweizer Almanach auf das Jahr 1813.

Koordinaten: 46° 33′ 0″ N, 7° 22′ 0″ O; CH1903: 594480 / 155415