Dietmar Hoscher

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Dietmar Hoscher (* 5. Juni 1962 in Wien) ist ein österreichischer Politiker (SPÖ) und ehemaliger Abgeordneter zum Österreichischen Nationalrat und Bundesrat.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hoscher besuchte die Volksschule und ab 1972 das Bundesrealgymnasium in Wien. Nach der Matura 1980 studierte Hoscher Volkswirtschaft an der Universität Wien und schloss sein Studium 1984 mit dem akademischen Grad Mag. rer. soc. oec. ab.

Er war nach seinem Studium bis 1985 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Ludwig Boltzmann Institut und von 1986 bis 1988 volkswirtschaftlicher Referent in der Oesterreichischen Nationalbank. Zwischen 1989 und 1995 arbeitete Hoscher als Klubsekretär im Parlament und war von 1995 bis 1998 Ministersekretär im Bundesministerium für Finanzen.

Von 1998 bis 2019 war er im Management der Casinos Austria tätig. Im Zuge der Casino-Affäre wurde bekannt, dass Hoschers Berufung ins Casino-Management trotz einer negativen Beurteilung durch den involvierten Personalberater Egon Zehnder erfolgte.[1] Kritisiert wurde auch, dass Hoscher nach seiner Ablösung im Jahr 2019 bei vollen Bezügen bis 2022 "spazieren gehen" könne und unter anderem eine Urlaubsersatzleistung für 108 nicht verbrauchte Tage von über EUR 6.000/Tag (insgesamt EUR 651.207) erhielt.[2][3][4][5]

Im Jahr 2000 wurde Hoscher zudem Mitglied des Vorstandes Österreichische Sportwetten Gesellschaft.

Ab 2012 war Hoscher Mitglied des ORF-Stiftungsrates,[6] der ihn im Mai 2014 zu seinem Vorsitzenden wählte.[7] Im Mai 2018 folgte ihm Norbert Steger in dieser Funktion nach.[8]

Dietmar Hoscher ist Vorsitzender des Kuratoriums des SK Rapid Wien und wurde 2009 von Rapid-Präsident Rudolf Edlinger als Kandidat für den Präsidenten der Österreichischen Bundesliga aufgestellt. Er unterlag in der Abstimmung aber gegenüber Hans Rinner.[9][10]

Seit 2005 ist er künstlerischer Leiter des Vienna Blues Springs, einem Bluesfestival, das seit 2005 jährlich in Wien stattfindet.[11]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hoscher war zwischen 1998 und 2003 Sekretär der Zentralen Kontrollkommission des ÖGB. Am 22. Oktober 1999 wurde er vom Wiener Landtag in den Bundesrat gewählt, dem er bis zum 18. Dezember 2002 angehörte. Er wechselte am 20. Dezember 2002 in den Nationalrat, schied jedoch nach der Nationalratswahl 2006 wieder aus dem Parlament aus.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Personalberater für Casinos beurteilte Hoscher negativ. 24. November 2019, abgerufen am 5. Dezember 2019.
  2. Millionen für Vorstände, die bei Casinos weichen mussten - derStandard.at. Abgerufen am 5. Dezember 2019 (österreichisches Deutsch).
  3. 6.000 Euro pro Urlaubstag: Ex-Casinos-Vorstand Hoscher kassiert noch immer. 2. Dezember 2019, abgerufen am 5. Dezember 2019.
  4. Roter Casinos-Vorstand kassiert mehr als vier Millionen Euro, der Standard, 2019-12-16.
  5. CAUSA POSTENSCHACHER - Die wundersame Pensionserhöhung für Casinos-Mann Hoscher, der Standard, 2020-01-21.
  6. derstandard.at:"Dietmar Hoscher folgt auf Pelinka", 17. Jänner 2012
  7. ORF: Konstituierung des Stiftungsrats, (Memento vom 20. Mai 2014 im Internet Archive) auf ORF Kundendienst, abgerufen am 20. Mai 2014
  8. derStandard.at: FPÖ-Steger ist Vorsitzender des ORF-Stiftungsrats. Artikel vom 17. Mai 2018, abgerufen am 17. Mai 2018.
  9. diepresse.com:„Pucher kandidiert nicht mehr als Bundesliga-Präsident“, 23. November 2009;
    diepresse.com:„Nachrichtenüberblick Fußball Bundesliga: Machtkampf um die Thronfolge“, 13. November 2009
  10. Hoscher bleibt an Spitze des Rapid-Kuratoriums, orf.at, 2020-01-10.
  11. Vienna Blues Spring Homepage
  12. Oberstudienrat und Co: "Berufstitel werden immer modern sein". In: derStandard.at, 3. Februar 2015. Abgerufen am 3. Februar 2015.