Diisodecylphthalat

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Strukturformel
Struktur von Diisodecylphthalat
Vereinfachte Strukturformel – Gemisch mehrerer isomerer Diester der Phthalsäure
Allgemeines
Name Diisodecylphthalat
Andere Namen
  • Phthalsäurediisodecylester
  • DIDP
Summenformel C28H46O4
Kurzbeschreibung

farblose, fast geruchlose Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
  • 26761-40-0
  • 68515-49-1
Wikidata Q904337
Eigenschaften
Molare Masse 446,67 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,96–0,97 g·cm−3 (20 °C)[1]

Schmelzpunkt

−50 °C[1]

Siedepunkt

370 °C[2]

Dampfdruck

< 0,1 mbar (20 °C)[1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (0,28 mg·l−1 bei 24 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [1]
Toxikologische Daten

>64000 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Diisodecylphthalat ist ein Gemisch[3] aus mehreren organischen, chemischen Verbindungen (Isomeren) aus der Gruppe der Phthalate (Ester der Phthalsäure), das als Weichmacher für PVC verwendet wird. Es ist eine farblose, fast geruchlose, ölige Flüssigkeit.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diisodecylphthalat wird als Weichmacher für PVC (mit einer besonders niedrigen Flüchtigkeit und sehr guten Kälteflexibilität) vor allem für Anwendungen im höheren Temperaturbereich (z. B. Kabel in Fahrzeugen) verwendet. DIDP wird jedoch auch bei PUR- und Epoxidharzklebstoffen verwendet. Es ist verboten, die Substanz in Spielzeug und Babyartikeln, die von Kindern in den Mund genommen werden können, zu verwenden, da die Substanz in der Anlage 1 der Bedarfsgegenständeverordnung gelistet ist.

Nachweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Qualitativ und quantitativ nachgewiesen werden kann Diisodecylphthalat durch chromatographische Verfahren wie z. B. durch HPLC und Gaschromatographie, insbesondere in der Kopplung dieser Verfahren mit der Massenspektrometrie.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Eintrag zu Diisodecylphthalat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 3. Februar 2018 (JavaScript erforderlich).
  2. NTP-CERHR Expert Panel Report on DI ISODECYL PHTHALATE (Memento des Originals vom 15. Januar 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/wf1-ext-vip.niehs.nih.gov, Oktober 2000 (englisch), abgerufen am 11. Januar 2017.
  3. Bundesanstalt für Arbeitsmedizin und Arbeitsschutz: Toxikologische Bewertung Diisodecylphthalat, Stand: 16. Mai 2002.