Dionne Brand

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Dionne Brand (* 7. Januar 1953 in Guayaguayare, Trinidad und Tobago) ist eine kanadische Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brand kam 1970 nach Kanada, um an der University of Toronto Englisch und Philosophie zu studieren. Sie setzt sich für die Rechte von Minderheiten, besonders von schwarzen Frauen, ein. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit als Lyrikerin und Verfasserin von Kurzgeschichten schreibt sie auch Sachbücher und macht Dokumentarfilme. Brand unterrichtete an verschiedenen Universitäten. Besonders in den 1970er und 1980er Jahren betätigte sie sich sozial in diversen Institutionen für die Rechte von schwarzen Frauen in Kanada und anderswo, in Gewerkschaften und Anti-Rassismus-Verbänden. 1983 unterstützte sie die Revolution auf der Karibikinsel Grenada, von wo sie nach der amerikanischen Invasion evakuiert werden musste. 1991 bereiste sie Europa und Südafrika, wo sie Nelson Mandela unterstützte. 1997 erhielt sie einen der Governor General’s Awards, nämlich "for Poetry" und den Trillium Book Award, 2006 einen der Toronto Book Awards sowie 2011 den Griffin Poetry Prize (für Ossuaries). Sie lebt in der Nähe von Toronto.

In deutscher Sprache gibt es wenige Übersetzungen ihrer Werke.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fore Day Morning, 1978
  • Earth Magic, 1979
  • Primitive Offensive, 1982
  • Winter Epigrams, 1983
  • Chronicles of the Hostile Sun, 1984
  • Rivers Have Sources, Trees Have Roots: Speaking of Racism, 1986
  • Sans Souci and Other Stories. Erzählungen. Williams-Wallace, 1988; darin: No rinsed blue sky, no red flower fences.
    • Übers. der Einzelerz. Karin Simon: Kein klarblauer Himmel, kein Zaun aus roten Blumen, in Frauen in Kanada. Erzählungen und Gedichte. dtv 1993, S. 219–229
  • No Language is Neutral, 1990
  • No Burden to Carry. Narratives of Black Working Women in Ontario, 1920s - 1950s, 1991
  • Bread Out of Stone, 1994
  • In Another Place, Not Here, Erzählung 1996
  • Land to Light On, Gedichte 1997
  • At the Full and Change of the Moon, Erzählung 1999
  • Map to the Door of No Return: Notes to Belonging, 2001
  • thirsty, 2002
  • What We All Long For. Erzählung. 2004
    • Übers. Matthias Müller: Wonach sich alle sehnen. Roman. Atrium, Zürich 2007 ISBN 9783855350407
  • Love Enough. 2014
Filme
  • Listening for Something - Adrienne Rich and Dionne Brand in Conversation
  • Long Time Comin’
  • Sisters in the Struggle
  • Older, Stronger, Wiser

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Astrid Fellner: Translating Toronto on a bicycle: Dionne Brand’s "What we all long for" and the challenges of urbanity, in: Stefan Brandt, Frank Mehring Hgg.: Transcultural spaces: Challenges of urbanity, ecology and the environment in the new millennium. Gunter Narr, Tübingen 2010, S. 231–244

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]