Diskussion:Heinsberg

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Stadtbezirke <-> Stadtgliederung[Quelltext bearbeiten]

Diese Unterscheidung macht keinen Sinn für mich. Könnte jemand die einzelnen Orte den Stadtbezirken zuordnen? Gibt es wirklich 2 Bezirke mit Scheifendahl? --Tonweya 20:12, 31. Dez. 2006 (CET)

  • --217.235.237.241 09:50, 1. Jun. 2008 (CEST) die aussage bezüglich stadtbezirk und ortschaften im artikel wird an 2 stellen unterschiedlich getroffen!!!!!!Was stimmt denn nun? 7 stadtbezirke oder 14? 10 Ortschaften oder........?
    • definitiv nach hauptsatzung 13 stadtbezirke--217.235.252.205 17:26, 28. Apr. 2010 (CEST)

Gewässer: Junge Wurm u. Mühlenbach[Quelltext bearbeiten]

Hier scheint ein Fehler vorzuliegen. Im Text heißt es, die Junge Wurm entspringe (u.a.) am Klosterhof. Das ist m.E. falsch, denn dort entspringt nach aktuellen amtlichen Karten der "Liecker Bach". Dieser vereinigte sich früher an der ehem. Liecker Mühle (auch Aldenhover Mühle genannt) mit dem sog. Mühlenbach, einem im frühen Mittelalter angelegten künstlichen Kanal, der zwischen Nirm und Randerath von der Wurm abgezweigt wurde. Eben diesen Mühlenbach hat man auch "Junge Wurm" genannt. Quelle: Wilhelm Josef Spehl "Allerlei vom Mühlenbach", ersch. 7.12.1938 in "Die Heimat", Blätter für die heimatliche Geschichte/ Volks- und Naturkunde, sowie Hubert Behrens im Heimatkalender 1981 "Die Aldenhover Mühle zu Lieck", und Leo Gilessen "Die Junge Wurm und ihre Mühlen", Selfkantheimat 1954 - 57. 195.145.160.194

  • Die Karten v. Tranchot&Müffling v. 1816 sowie die der rheinischen Landesaufnahmen (-1910) zeigen das in der Tat eindeutig so, ebenso wie weitere heimatkundliche Quellen (Behrens, Corsten, Gillessen u.a.). Derzeit erforsche ich den ehemaligen Lauf des Mühlenbaches und bin derzeit gut eingelesen. Daher habe ich den Abschnitt entsprechend geändert. Übrigens mündete der Mühlenbach (Junge Wurm) bei Lieck an der Aldenhofer Mühle in den Liecker Bach. Ab hier wird der weitere Verlauf bis zur Mündung in die Rur (hinter der Wolfhager Mühle, in den Niederlanden) uneinheitlich mal als Liecker Bach, Mühlenbach oder auch Junge Wurm bezeichnet (selbst in den aktuellen amtlichen Karten des Landesvermessungsamtes!). 77.128.158.99


zu welchem stadtbezirk gehört randerath??

Und bitte.....auf den diskussionsseiten wird NICHT gelöscht, ansonsten müsste man annehmen, es wird der versuch unternommen, meinung zu beeinflussen. Hier soll aber informiert und diskutiert werden, mit allem für und wider.....--L.1951a 08:20, 9. Jun. 2007 (CEST)

Bahnhof Heinsberg[Quelltext bearbeiten]

Zum Artikel: Ich habe den Satz "Heinsberg ist die einzige Kreisstadt ohne eigenen Bahnhof" bewusst eingebunden, da er der Tatsache entspricht. Es gibt keine Kreisstadt in Deutschland, die nicht über einen Bahnhof verfügt außer Heinsberg.

Das bezweifelt ja auch niemand, nur heißt es gerade mal zwei Sätze darüber: "Heinsberg ist somit eine der wenigen Kreisstädte Deutschlands ohne Bahnanschluss für den Personenverkehr und die einzige Kreisstadt in NRW , die man nicht fahrplanmäßig mit dem Zug erreichen kann." Der von dir eingebrachte Satz wiederholt also genau diese Information, deshalb habe ich ihn wieder entfernt. Du kannst ja, wenn etwas nachweislich nicht stimmt, diesen Satz anpassen, aber nicht nochmal das selbe in Grün drunterschreiben. Hast du diesen Satz nicht gelesen? Bis später, Benedictus 00:13, 18. Jan. 2008 (CET)

Zum Eintrag der IP: Heinsberg ist eben nicht die einzige Kreisstadt Deutschlands ohne Bahnhof, sondern die einzige Kreisstadt NRWs ohne Bf, wie diese von mir erstellete Liste zeigt ;-): Benutzer:Ratheimer/Kreisstädte ohne Bahnanschluss Gruß vom Ratheimer 14:11, 18. Jan. 2008 (CET)

Frühere (lateinische/latinisierte, französische) Ortsnamen?[Quelltext bearbeiten]

Hallo zusammen! Hieß Heinsberg schon immer Heinsberg? Das Bild aus dem Codex Welser nennt es immerhin schon Heinßberg. Selbst wenn Heinsberg "schon immer" so genannt wurde, ist es aber mehr als wahrscheinlich, dass es in Bücher und Urkunden lateinisch bezeichnet wurde. Selbst wenn es keinen lateinischen Namen gab, so ist sicher zu diesem Zweck ein latinisierter Name verwendet worden. Ganz sicher aber haben die Franzosen Heinsberg einen französisierten Namen verpasst. Wer weiß da mehr? Danke, --77.128.145.111 18:23, 21. Feb. 2008 (CET)

Auf der Karte von Blaeu, 1645, ist es als "Hensberg" verzeichnet, was älteres ist mir leider auch nicht bekannt --89.52.129.30 11:11, 16. Okt. 2008 (CEST)--89.52.129.30 11:11, 16. Okt. 2008 (CEST)

Herrschaft Heinsberg[Quelltext bearbeiten]

Hallo zusammen, wir sind beim Artikel Herrschaft Heinsberg hilfsbedürftig. Der Artikel enthält m.E. bis jetzt einen guten Rahmenplan, aber viel mehr bleibt noch zu tun. Leider habe ich meinen Wissengrenzwert erreicht, jede Hilfe ist somit willkommen. Grüsse. --Fhmann 17:31, 7. Jan. 2009 (CET)

Westlichste Kreisstadt Deutschlands ?[Quelltext bearbeiten]

Ein Blick auf die Deutschlandkarte lässt mich zweifeln, dass Heinsberg die westlichste Kreisstadt Deutschlands ist. Aachen ist auch Kreisstadt und liegt definitiv westlicher als Heinsberg. Sicher der Kreis Heinsberg reicht weiter westlich als der Kreis Aachen, aber die Aussage bezieht sich ja nur auf die Stadt und das ist für mich falsch. (nicht signierter Beitrag von Pillpall (Diskussion | Beiträge) 08:47, 2. Sep. 2010 (CEST))

Übersetzung in die Chinesische Wikipedia[Quelltext bearbeiten]

Die Version 23:16, 20. Sep. 2010 SassoBot dieses Artikels wird in die Chinesische Wikipedia übersetzt--Wing 20:18, 18. Okt. 2010 (CEST)

Vertauscht?[Quelltext bearbeiten]

  • Vorgefunden: das (verkleinert) restaurierte bzw. teilweise rekonstruierte Chorgestühl
  • Geändert zu: Es wurde inzwischen verkleinert restauriert und in den vernichteten Teilen rekonstruiert.

Ist das sachlich nicht eher andersrum? Man würde annehmen, restauriert wird unter Erhaltung der alten Proportion, verkleinert wird allenfalls Rekonstruiertes. -- Silvicola Diskussion Silvicola 02:44, 13. Feb. 2011 (CET)

Die Sitzplatzzahl wurde herabgesetzt. Die Wangen sind größten Teils (in alter Größe) rekonstruiert. --Alupus 06:51, 13. Feb. 2011 (CET)

Kirchenausstattung[Quelltext bearbeiten]

  • unter diesen auch einige nicht stimmige Wappen, wie Holland, England und Vlandern — Das wie soll vermutl. eine nichterschöpfende Aufzählung einleiten, ich würde zur Verdeutlichung wie etwa setzen. Bei doch erschöpfender Aufzählung aber nämlich o.ä. Außerdem ist Holland ja selbst kein Beispiel eines Wappens, sondern eines Landes, dessen Wappen angebracht wurde; also wie etwa von Holland … o.ä. Im übrigen scheint mir wegen Deines Edit-Kommentars (Wappenanmaßungen: gibt wohl noch mehr..., man hatte weitläufige Verschwägerungen mit in die Ahnenreihe aufgenommen), dass man die ganze Passage auch viel konkreter und klarer formulieren könnte: … sind mit Ahnenwappen geziert, darunter auch angemaßte; man hatte weitläufige Verschwägerungen (Holland, England, Vlandern u.a.) mit in die Ahnenreihe aufgenommen.
  • Heißt es wirklich Vlandern und nicht Flandern?
  • Mehrfache Wiederherstellung. Lässt ≥ 3 Mal vermuten. Wenn nur zweimal, würde ich auch zweimal schreiben.
  • Chorgestühl: Es ist inzwischen mit reduzierter Sitzplatzzahl restauriert bzw. teilweise rekonstruiert worden. — Ist folgendes gemeint? Schwer gelitten hat im Zweiten Weltkrieg auch das Chorgestühl mit seinen reich geschnitzten Wangen aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Es wurde inzwischen restauriert, ein Teil der damals völlig zerstörten Sitze (?) wurde rekonstruiert.

Gruß -- Silvicola Diskussion Silvicola 13:55, 13. Feb. 2011 (CET)

a) Wappen: Die Schreibweise ist wie auf dem Original wiedergegeben. Bzgl. Holland ist nicht der Staat, sondern die Grafschaft Holland gemeint. Es wird ein Wappen wie jenes von Johann II. (Holland) gezeigt, allerdings mit andersrum blickenden Löwen. Welche weitere Wappen als Ahnengalerie nicht so recht stimmig sind, muß man noch klären. Die drei Genannten werden bei Clemen, Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, als solche und zugleich als Beispiele bezeichnet. Beim Durchsehen der Verwandschafts- oder Heiratsbeziehungen der mit Heinsberg verwandten bzw. verschwägerten Geschlechter wie Jülich finden sich aber auch die genannten hochadeligen Familien. Nur sind es eben keine direkten Ahnen der auf dem Grab abgebildeten Personen.
b) Hochgrab: Ist mehr als zweimal überarbeitet worden. Eine konkrete Zahl würde ich einsetzen, sobald man Daten zu den Terminen hat.
c) Vom Chorgestühl hatten sich vor allem Teile der Sitze erhalten. Die Wangen und die Rückwand sind Nachschaffungen (habe selbst schon dringesessen...). --Alupus 16:07, 13. Feb. 2011 (CET)

2x Junge Wurm u.a.[Quelltext bearbeiten]

nämlich

  • Alias für Mühlenbach
  • Unterlauf des Liecker Bachs

Man müsste klären, was die miteinander zu tun haben. Vermutlich sind sie im betreffenden Bereich identisch? Damit zusammen hängt, dass beim Mühlenbach die Ausführungen in Vergangenheitstempora gehalten sind, so dass man sich als Leser gleich noch fragt: "Und was gilt davon heute noch"?

Vielleicht sollte man im Gewässerabschnitt die Verläufe von Rur und Wurm näher beschreiben, denn wenn man schon bei den kleineren Gewässern den genauen Verlauf schildert, wieo dann nicht ebenso genau bei den wichtigeren?

Vielleicht wäre auch Umordnung der Teilabschnitte günstig:

  • erst die längeren, dann die kürzeren Bäche oder
  • erst die aufnehmenden, dann die aufgenommenen

Ich weiß aber nicht recht wie, ohne mit früher / heute überkreuz zu kommen. -- Silvicola Diskussion Silvicola 00:38, 17. Feb. 2011 (CET)

Bild zur Lage der Stadt Heinsberg[Quelltext bearbeiten]

Auf dem Bild "Lage der Stadt Heinsberg im Kreis Heinsberg" sind eindeutig die Flüsse Rur und Wurm zu erkennen, jedoch stimmt entweder die Lage der Flüsse oder die der Stadtgrenze Heinsbergs zu Wassenberg nicht. Denn diese Stadtgrenze verläuft über die volle länge auf der Rur, welche der rechte der Flüsse ist, die fälschlicher Weise im Stadtgebiet Wassenbergs dargestellt werden.-- Unique.nb 17:02, 29. Mai 2011 (CEST)

Einwände, 2011-06-18[Quelltext bearbeiten]

  • Abschnitt Gesundheitswesen:
    • Aufzählung vielleicht redundant: Ist nicht der Schwerpunkt Diabetologie der Inneren Medizin so ungefähr dasselbe wie das Diabetes-Zentrum?
    • „rassisch minderwertige“ Menschen – steht in der Quelle wirklich minderwertige in Kleinbuchstaben? Bei der den Zwangssterilisationen zugrunde liegenden essentialistischen Denkweise würde ich dafür Großbuchstaben erwarten. Jedenfalls aber wirkt in der Konstruktion der zweimal verwendete Ausdruck Menschen wie eine etwas zu betuliche sprachliche Verlegenheitslösung. Die Aufzählung mit und lässt auch erwarten, dass die beiden Opfergruppen (rassisch Abqualifizierte und Ansässige) disjunkt wären, was doch vermutlich nicht stimmt.
    • Am heutigen Städtischen Krankenhaus gibt es keine Erinnerung an die Opfer der NS-Zwangssterilisisation. – Keine Erinnerungs- oder Gedenktafel? Oder wirklich keine Erinnerung? Kursivierung ist in jedem Fall überschießend.
  • Abschnitt Persönlichkeiten:
    • Ebenist du Roy Paris, Louis XV – Da scheint etwas durcheinandergeraten zu sein. In heutiger Orthographie müsste das, so denn Titel + Wohnort, etwa so geschrieben werden: Ébéniste du roi Louis XV, Paris. Historische Orthographie vielleicht anders, aber jedenfalls heißt der Roy nicht mit Namen Paris.
    • * 4. Dezember 1794 im heutigen Stadtteil Randerath als – das Sternchen als Kürzel für "geboren", das dann satzförmig mit dem "als" fortgeführt wird, erscheint mir unpassend. Entweder ausgeschrieben oder nicht fortgesetzt.
    • Unterschiedliche Konventionen für die Notierung von Geburts- und Todesdaten im Abschnitt sollten vereinheitlicht werden.

-- Silvicola Diskussion Silvicola 17:21, 18. Jun. 2011 (CEST)

Ich grüße dich freundlich, Silvicola!

Ad 1: Ich habe persönlich mehrere hundert Zwangssterilisationsakten des „Erbgesundheitsgerichtes“ Aachen im Rahmen meiner Forschungsarbeit im HStA Düsseldorf sichten und auswerten können. Wer diese grauenvolle „Lingua Tertii Imperii“ (Victor Klemperer (1881-1960) liest, findet das Wort Mensch vergebens, wohl aber ist die Rede von „Existenzen“, „erblastige(n) Elementen“, „sozialschädliche(r) Familie“, „Parasiten“ usw. Solche und ähnliche Ausdrücke gegenüber den Ausgegrenzten der Zeit finden sich durchgängig in diesen Protokollen. Ob diese mit den bekannten rassistischen Adjektiva wie etwa „Minderwertige“ oder pauschal gar als „erbkrankes Ehepaar“ beispielsweise betitelt wurden, spielte für die Vertreter der NS-Gesundheitspolitik keine Rolle. Ich muss also deine Erwartung in puncto Großbuchstabenführung, was diese Archivalien betrifft, enttäuschen!

Ad 2: Stichwort: Opfergruppen. Es ging im Artikel nicht nur um „rassisch Abqualifizierte“, wie du richtig feststellst. Aber: Es ging ebenso um jene, die aus vielerlei Gründen im Sinne des GzVN zur Zwangssterilisation abgeurteilt gehörten: politisch Verfolgte wie Gewerkschaftler oder eben auch SPD-Mitglieder; Homosexuelle oder auch Sinti und Roma, die insgesamt als „Asoziale“ nicht der NS-Volksgemeinschaft zugehören durften. Dass es hier also um zwei Opfergruppen geht, jene im engeren und jene, zu der letztlich jeder unter das Zwangssterilisationsgesetz fallen konnte, wenn er den NS-Staat in Frage gestellt hätte. So habe ich kürzlich die Tochter (mittlerweile an die 75 Jahre) eines Gewerkschaftsmitglieds kennen gelernt, der systematisch dadurch in den Wahnsinn getrieben wurde, dass man ihm androhte, eben diese seine Tochter auf dem Verwaltungswege wegzunehmen. Später, Anfang März 1941, ist der Mann im KH Heinsberg wegen seiner Psychosen zwangsterilisiert und sechs Wochen später in der Mordanstalt Hadamar vergast worden! Dabei ging es doch um Menschen, deren Lebensgeschichten subsumiert wurden, Menschen mit ihren Gefühlen und Ängsten: Menschen, die sich zur Wehr setzen, die sich verantwortlich fühlten für sich selbst und ihre Familien. Den willfährigen Vollzugsbeamten der NS-Gesundheitspolitik interessierte dies überhaupt nicht! Es ist in Deutschland noch keine Form gefunden, die unterschiedlichen Opfergruppen der NS-Zeit gemeinsam zu denken, ohne die Differenzen und Verantwortlichkeiten zu verwischen. Darum ging es im fraglichen Text. So viel also zu den beiden Opfergruppen.

Ad 3: Bis auf den heutigen Tag hat die Verwaltung der Stadt Heinsberg als Träger des KH Heinsberg nichts unternommen, um an die Opfer der Zwangssterilisation zu erinnern. Es existiert diesbezüglich (noch) keine einzige Form von Gedenkstätte, die symbolisch durch Tafel, Stele, Gedenkstein oder gar Straßennamen auf die Opfer der NS-Zwangssterilisation des Hauses hinweist. Die Kursivierung sollte diesem Umstand Rechnung tragen. In dem von Ulrike Puvogel herausgegebenen zweibändigen Standardwerk. „Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus“ (1995) finden sich häufig solche Formen der schriftlich-partiellen Hervorhebung. Sie gelten mittlerweile nicht nur dort als probates Mittel, um auch optisch auf gewisse Erinnerungsverweigerungen hinzuweisen. Nicht in jedem Fall sind also Kursivierungen „überschießend“.

Nette Grüße, --Bozzi 12:49, 21. Aug. 2011 (CEST)--Bozzi 12:49, 21. Aug. 2011 (CEST)

Hallo Bozzi,
  • ad Ad 1: Mit Deinen Ausführungen bestätigst Du allerdings meine Zweifel daran, ob das Zitat „rassisch minderwertige“ so dort stehen sollte. Man hat wohl aus einem reichen Fundus aus Abqualifizierungen geschöpft, und das sollte man dann auch wiedergeben. Ich denke an eine Formulierung ungefähr so
… wenigstens 239 Personen, die in den einschlägigen Akten mit den verschiedensten Ausdrücken des Unwertes belegt wurden, …
oder so:
… wenigstens 239, von den damals über sie verfügenden Stellen als minderwertig qualifizierte Personen …
oder so:
… wenigstens 239, von den damals über sie verfügenden Stellen in den einschlägigen Akten mit Unwerts-Ausdrücken bis hin zu Invektiven belegten Personen …
wobei ein ggf. zu lang werdender Satz natürlich passend zu zerlegen wäre. Denn das minderwertig ist ja nun nicht – mit vollem Bezug auf diese 239 – aus dem Akten geschöpft, sondern eine heutige Zusammenfassung, die also auch nicht in einem Zitat stehen sollte. Außerdem schlage ich, wie gesehen, Personen statt Menschen vor, aus den schon oben genannten Gründen.
Ein weiteres Problem ist das und im Satz
Spätere Untersuchungen haben ergeben, dass in einem Routineverfahren zwischen 1934 und 1944 wenigstens 239 sogenannte „rassisch minderwertige“ Menschen und eine unbekannte Zahl von Menschen aus dem regionalen Umkreis der Stadt Heinsberg zwangssterilisiert worden sind.
Es bleibt da offen, wie die Konjunktion zu verstehen ist, denn der Ausdruck im angehängten Satz könnte allenfalls auch als eine NeuRubrizierung der schon genannten 239, unter denen dann eine unbekannte Zahl aus der Umgebung gekommen wäre, aufgefasst werden, nämlich nach dem Kriterium aus Heinsberg / aus der Umgebung . Ich vermute ja viel eher, das und ist als und außerdem und eben nicht als und davon gemeint, das würde durch eine Formulierung deutlicher wie:
… wenigstens 239 … Heinsberger und dazu eine unbekannte Zahl weiterer Personen aus der Umgebung ….
  • ad Ad 2: Vermutlich verdiente in Deinen Ausführungen das Wort Psychosen nun wirklich Anführungszeichen; zumindest, wenn man dem Betreffenden Verfolgungswahn zuschrieb, was ja nur halb und also ganz falsch wäre: Wahn vielleicht, aber Verfolgung eben tatsächlich.
Es ist in Deutschland noch keine Form gefunden, die unterschiedlichen Opfergruppen der NS-Zeit gemeinsam zu denken, ohne die Differenzen und Verantwortlichkeiten zu verwischen.
Ich gestehe, mein Anliegen ist die Sorge um die angemessene Form des Zungenschlags bei offiziellen performativen Sprechakte nicht, die doch ohnehin immer eher dem gesellschaftlich Geforderten genügen als der Kenntnisnahme der Realität dienen. Volkspädagogik erzeugt keine weitertragende Einsicht, sondern nur Konformität zum jedesmaligen Zeitgeist. Mir geht es darum, dass jeder immer so genau wissen kann, was geschehen ist und geschieht und sich anbahnt, wie er nur immer will. Offizielle Gedankstätten und -veranstaltungen durchzusetzen hat exakt nur solange einen Sinn, wie es dagegen Widerstände gibt, die dann anderswo Mitmenschen davon abhalten, das Geschehene wahrzuhaben. Fallen diese weg, so werden sie nutzlos. Wenn alle sagen, wie schrecklich das doch damals war, und dass man nicht verstehen könne, wie überhaupt irgend ein Mensch jemals … und sich entschieden dagegen aussprechen, dass jemals wieder – Dann ist das courage après la bataille. Vielleicht werden sie dabei noch so eingenommen vom eigenen kollektiven „Wertebewußtsein“, dass der nächste Rattenfänger sie damit an der hoch getragenen Nase in die nächste Schweinerei zieht. — Nun, jetzt bin ich etwas zu sehr abgekommen vom rein Enzyklopädischen ins persönliche Urteil, aber das hier steht ja auch nicht im Artikel-Namensraum.
  • ad Ad 3: Mit Deinen Ausführungen bestätigst Du ausdrücklich, dass Du mit der Kursivierung ein persönliches Anliegen verfolgst; wenn das genannte Standardwerk das genauso hält, wird es nicht besser dadurch, sondern beförderte etwa bei mir nur die Zweifel an seiner Objektivität und Zuverlässigkeit, indem ich mir etwa die Frage stellte: Ist das nun wirklich ein geschichtswissenschaftliches oder vielleicht bloß ein geschichtspolitisches Werk? Bitte lies zum Punkt das hier: Wikipedia:Neutraler Standpunkt. Man soll hier nicht missionieren.
Notabene: Es spricht meines Erachtens nichts dagegen, zu erwähnen, dass es keine Gedenkstätte gibt; aber bitte nicht mit dem moralischen Zeigefinger drohen.
(Wie stets attributlosen) Gruß -- Silvicola Diskussion Silvicola 16:07, 21. Aug. 2011 (CEST)

Städtisches Krankenhaus Heinsberg[Quelltext bearbeiten]

Artikel ist wieder hergestellt. Die Inhalte zur Historie des Krankenhauses aus dem hiesigen Abschnitt Gesundheitswesen können nun dort integriert und hier gekürzt werden. --nonoh (Diskussion) 19:11, 7. Mai 2013 (CEST)

Defekte Weblinks[Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW); abgerufen am 18. Juli 2016. (Hilfe dazu)

GiftBot (Diskussion) 14:27, 27. Nov. 2015 (CET)