Diskussion:Umgangssprache

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Eine mögliche Redundanz der Artikel Umgangssprache und Volksmund wurde von Mai 2007 bis Juni 2007 diskutiert (zugehörige Redundanzdiskussion). Bitte beachte dies vor der Anlage einer neuen Redundanzdiskussion.

Kommunikationspotenzial[Quelltext bearbeiten]

Ich glaube, viele Leser würden der Grundaussage dieses Artikels: "Umgangssprache ist die Sprache des täglichen Lebens mit dem breitesten Kommunikationspotenzial." mit Skepsis begegnen und gehörige Zweifel anmelden wollen. Auf der Suche nach einer Definition und Erklärung stieß ich auf Folgendes auf http://www.uni-potsdam.de/u/germanistik/ls_dia/umfrage/usprache.htm :
"Umgangssprache
Traditionell wird begrifflich zwischen Dialekten (=Mundarten), Umgangssprachen und Standardsprachen unterschieden. Das Merkmal, nach dem diese Unterscheidung vorgenommen wird, ist die kommunikative Reichweite einer Sprachform: Die Standardsprache als zumindest angenäherte mündliche Realisierung der Schriftsprache hat die größte Reichweite, wird von allen Mitgliedern der Sprachgemeinschaft verstanden. Dialekte bzw. Mundarten (die beiden Ausdrücke sind bedeutungsgleich) dagegen werden nur in einem relativ kleinen Raum ohne Schwierigkeiten verstanden; ihre Reichweite ist sehr gering. Die Umgangssprache liegt hinsichtlich ihrer Reichweite zwischen den kleinräumigen Dialekten und der überregionalen Standardsprache. Sie ist deutlich regional gefärbt, vermeidet jedoch tief dialektale Züge. Umgangssprache ist vor allem ein städtisches Phänomen. Im Brandenburger Raum ist die verbreitete Umgangssprache das Berlinische. "

Es ist sinnvoll, die Kategorie Umgangssprache in standardnahe und dialektnahe Umgangssprache zu untergliedern. Das hieraus erwachsende Kontinuum zeichnet sich durch beachtliche Kontraste einerseits und fließende Übergänge zwischen einzelnen Varietäten aus. Im Gegensatz zu den ober- und niederdeutschen Mundarten haben die mitteldeutschen Dialekte die Einheitssprache historisch stärker geprägt und sind daher heute Teil des Kontinuums und u.U. schwer von der dialektnahen Umgangssprache zu unetrscheiden. Ein Akzentunterschied in der gesprochenen Sprache ist nicht gleichzusetzen mit Dialekt / Mundart. Sarah

Meine Zweifel am Artikel Umgangssprache sehe ich insbesondere in dem Halbsatz bestätigt: "Die Standardsprache als zumindest angenäherte mündliche Realisierung der Schriftsprache hat die größte Reichweite,...". Weil Standardsprache als Begriff in unseren Artikeln bisher (außer als gewünschter Artikel in Grammatik) nicht vorkommt, verweisen zahlreiche Texte auf Umgangssprache, wo möglicherweise Standardsprache gemeint ist. Bitte helft bei der Klärung. --Fritz 08:42, 5. Apr 2003 (CEST)

Das Missverständnis, das auch in der WP sehr häufig auftaucht, ist die Gleichsetzung von Umgangssprache, Standardsprache und Allgemeinsprache. Allgemeinsprache (Gegensatz Fachsprache) ist aber nicht dasselbe wie Umgangssprache (Gegensatz Schrift- oder Literatursprache) oder gar Standardsprache (Gegensatz Mundart). Sehr häufig, wenn es in der Wikipedia heißt "umgangssprachlich sagt man auch ... dazu" müsste es eigentlich "allgemeinsprachlich" heißen, weil man im Grunde den fachsprachlichen vom allgemein üblichen (und nicht etwa den mündlichen bzw. alltagsbezogenen oder informellen vom schriftlichen bzw. förmlichen) Gebrauch einer Benennung differenzieren möchte. --Jordi 11:52, 22. Dez. 2007 (CET)

Standardsprache[Quelltext bearbeiten]

Ich habe mal einen Artikel zu Standardsprache erstellt. Das ist aber nur ein Start (also ein relativ kurzer Eintrag). Umgangssprache muss aber auch noch überarbeitet werden. -- Maha 18:35, 27. Aug 2003 (CEST)

"Neue Mischsprachen"[Quelltext bearbeiten]

"Während weltweit ein signifikanter Rückgang ethnischer Sprachen zu verzeichnen ist, entstehen neu einige internationale Umgangssprachen als Mischsprachen."

Dieser Absatz ist völliger Schwachsinn "Mischsprache" ist überhaupt kein linguistischer Begriff. Sollten etwa Plansprachen gemeint sein? Oder hat da jemand den Scherz "Europanto" ernstgenommen. Siehe en:Europanto und die Diskussionsseite dazu.

Ich würde mutmaßen, dass Kreolsprachen, Pidgin-Varianten und vor allem das universelle Kommunikationsmedium "bad english" gemeint sind. southpark 17:18, 21. Feb 2004 (CET)
Was immer derjenige gemeint haben mag, als er das oben gesagte geschrieben hat, sollte er es im verständlicher und klarer Form unter Verwendung der passenden Fachbegriffe tun. Vielleicht kann er ja auch einen eigenen Artikel darüber schreiben. Meines Wissens ist das alles was er da schreibt, sehr unklar und entspricht auch keinem bis heute wissenschaftlich untersuchtem Phänomen und ist deshalb so nicht haltbar.

Auch ich finde den Begriff "Umgangssprache" und vor allem die Art und Weise, wie er in den Artikeln der Wikipedia benutzt wird, äußerst problematisch. Eine zumindest vorläufige Klärung und Anpassung der Sprachartikel an einen Begriff, über den Konsens besteht, halte ich für notwendig. Dabei ist obiger Auszug aus dem Text der Potsdamer Germanisten doch hilfreich. Daraus geht m.E. hervor, dass meistens die Standardsprache gemeint ist, wenn in den Artikeln der Begriff "Umgangssprache" benutzt wird. Der Rat, wie Luther den Leuten aufs Maul zu schauen, führt in die Irre: wer soll denn wo welchen Leuten aufs Maul schauen? Die wissenschaftsmethodische Problematik bei der Untersuchung der gesprochenen Sprache verursacht ja gerade die Probleme bei der Begriffsklärung. Die Fehlerquelle bei derartigen Untersuchungen ist noch größer als bei linguistischer Forschung, die sich mit gedruckten/geschriebenen Texten beschäftigt.Elchjäger 12:19, 27. Jun 2004 (CEST)

"Definition Umgangssprache, Standardsprache"[Quelltext bearbeiten]

Ich kann die Vorbehalte gegen den Beitrag nur unterstützen. Die moderne Sprachwissenschaft geht davon aus, dass es die deutsche Sprache in verschiedenen Varietäten gibt: ein deutsches Deutsch, ein österreichisches Deutsch, ein Schweizer Deutsch usw. Diese Varietäten werden als gleichbereichtigt betrachtet (= plurizentrisches Konzept). Das ist gut nachzulesen bei Ulrich Ammon: Die deutsche Sprache in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Problem der nationalen Varietäten, Berlin/New York 1985.

Nun gibt es innerhalb dieser Variäteten verschiedene Sprachebenen, die man Standardsprache, Umgangssprache, Dialekt/Mundart nennen kann. Das Wort "Aprikose" ist beispielsweise in Deutschland Standardsprache, in Österreich ist hingegen für diese Frucht das Wort "Marille" Standardsprache. "Ich habe gestanden, gelegen, gesessen" ist im Norden Deutschlands Standarssprache, im Süden Deutschlands und in Österreich ist hingegen "ich bin gestanden, gelegen, gesessen" der standardsprachliche Ausdruck. Außerdem hat sich ja in den Nationalstaaten eine eigene Verwaltungssprache herausgebildet, die ebenfalls bis auf die höchste Sprachebene hinaufreicht.

Entscheidender als die regionale Verbreitung ist daher der Kontext der Kommunikation: Wenn ich mit meinen Eltern, mit meinen Freunden "so rede, wie mir der Schnabel gewachsen ist", dann bewege ich mich auf der Ebene des Dialekts. Standardsprache ist hingegen das höchste Sprachregister: Wenn ich z. B. in einer großen Firma arbeite und an meinen obersten Chef einen Brief schreibe, dann werde ich ihn standardsprachlich formulieren. Dazwischen angesiedelt ist die Umgangssprache.

Robert Sedlaczek, 1. 1. 2005

Auch das gesellige Sprechen im Familienkreis ist nicht zwangsläufig Dialekt. Der Dialekt (oder die traditionelle Mundart), der sich historisch belegen lässt und auf kleine Gebiete beschränkt ist, ist im Aussterben begriffen (als Beispiel diene hier das Letzeburgische). Grammatisch "fehlerhafte" Sprechweisen sind nicht per se Dialekte. Was als Dialekt oder Mundart von Linguisten klassifiziert wurde, ist in den Ballungszentren völlig verdrängt worden. Der Verlust von spezifischem Vokabular markiert den Übergang von traditionellen Mundarten zu dialektnahen umgangssprachlichen Varietäten. Dialekte variieren im lexikalischen, grammatischen und phonologischen Bereich stark von der Standardform. Ein Beispiel: In der Umgangssprache hat Akzentdifferenz keinen Einfluss auf die Verständlichkeit (z.B. gut mit weit hinten artikuliertem /u/ und gut mit weit vorne artikuliertem /y/ wie es in Leipzig gesprochen wird) während dialektale Unterschiede die Verständlichkeit erheblich beeinträchtigen können (zwischen ich weiß, ick weet und i woaß bestehen erhebliche Unterschiede).

Um Verwirrungen zu vermeiden: Man kann den Begriff formale Standardsprache verwenden. Damit ist klar, dass ein hauptsächlich in der Schriftsprache verwendeter Standard gemeint ist. Zu beachten ist weiterhin, dass der formale Standard niemandes Muttersprache ist und im Deutschen viel enger als z.B. im Englischen gefasst ist. Der formale Standard ist also das, was man in Grammatiken, im Duden und Wörterbüchern nachlesen und nachschlagen kann. Im mündlichen Gebrauch wird er von nur einem Bruchteil der Bevölkerung sicher beherrscht. Die standardnahe Umgangssprache bezieht sich auf Symptome, die sich auch in der Sprechweise sehr gebildeter Sprecher niederschlagen, z.B. das Verschwinden der Demonstrativpronomina dieser und jener zu Gunsten von der hier und der da. In den Grammatiken werden diese Phänomene nicht berücksichtigt.

Sarah

Das Missverständnis, das auch in der WP sehr häufig auftaucht, ist die Gleichsetzung von Umgangssprache, Standardsprache und Allgemeinsprache. Allgemeinsprache (Gegensatz Fachsprache) ist aber nicht dasselbe wie Umgangssprache (Gegensatz Schrift- oder Literatursprache) oder gar Standardsprache (Gegensatz Mundart). Sehr häufig, wenn es in der Wikipedia heißt "umgangssprachlich sagt man auch ... dazu" müsste es eigentlich "allgemeinsprachlich" heißen, weil man im Grunde den fachsprachlichen vom allgemein üblichen (und nicht etwa den mündlichen bzw. alltagsbezogenen oder informellen vom schriftlichen bzw. förmlichen) Gebrauch einer Benennung differenzieren möchte. --Jordi 11:52, 22. Dez. 2007 (CET)
ja, nun hat Allgemeinsprache aber keinen eigenen Artikel, sondern verweist hierher. kein Wunder, dass das alle für Synonyme halten.-- Leif Czerny 12:08, 28. Feb. 2013 (CET)
Wenn ich mit meinen Eltern oder Freunden "so rede, wie mir der Schnabel gewachsen ist", bewege ich mich durchaus nicht unbedingt auf der Ebene des Dialekts, wie Robert oben meinte. Um es an einem Beispiel zu verdeutlichen: Wenn ich sage "Der Typ ist ganz schön pummelig" ist das eine informelle, umgangssprachliche Diktion, die nichts damit zu tun hat, ob ich mit oder ohne dialektale Einfärbung spreche. Es ist also zugleich Umgangssprache (tendenziell eher mündlich) und Standardsprache (hochsprachlich), denn in meinem Heimatdialekt Kölsch würde ich mich sicher anders ausdrücken. Wenn ich mich dann aber gewählter ausdrücken möchte, etwa weil ich Konversation betreibe, einen Vortrag halte oder eine Aussage bei der Polizei mache, würde ich je nachdem vielleicht sagen: "Der Mann ist aber wohlgenährt", "Der Betreffende ist relativ stämmig gebaut" oder "Die Person hat einen kräftigen Körperbau" oder Ähnliches. Das ist dann immer noch Standardsprache (kein Dialekt) und Allgemeinsprache (keine Fachsprache), aber keine Umgangssprache mehr, sondern eine tendenziell eher der Schriftsprache angenäherte, förmlichere Ausdrucksweise. Wenn ich mich unter Ärzten oder Ernährungsberatern bewege und die betreffende Person beschreiben möchte, würde ich eher Ausdrücke wie "etwas übergewichtig" (das wäre noch allgemeinsprachlich, aber schon dem fachsprachlichen Register angenähert) oder "leicht adipös" (absolut fachsprachlich, um ein bisschen anzugeben) benutzen. Natürlich vermischen sich diese Register in der Praxis ständig, denn ein notorischer Dialektsprecher wird in seiner Umgangssprache im heimatlichen Umfeld natürlich eher Dialektausdrücke verwenden und eine fachsprachliche Diskussion bewegt sich sicherlich in der Regel auf eher schriftsprachlichem Niveau (selbst das muss aber nicht immer so sein, denn z. B. könnten sich zwei Kölsch schwadende Ärzte beim Kneipenbesuch trotz der informellen Kommunikationssituation, die eine umgangssprachliche und in diesem Fall auch in weiten Teilen mundartliche Ausdrucksweise nahelegt, sicherlich fachsprachlich korrekt über einen Fall unterhalten und dabei bspw. Termini wie "Adipositas" oder "Lumbalgie" verwenden). Generell empfehle ich aber, diese Kategorien definitorisch auseinanderzuhalten, also:
Kriterium Sprachebene Rede
Herkunft des Sprechers regional (heimatlicher Kontext) vs. überregional (allgemeinverständlich) Mundart/Dialekt vs. Standardsprache1
Sprechsituation/Register informell (alltagsbezogen, zwanglos) vs. formell (gewählt, korrekt) Umgangssprache (eher mündlich) vs. "gutes Deutsch" (der Schriftsprache angenäherte standardsprachliche Ausdrucksweise)
Kommunikationsform mündlich vs. schriftlich Lautsprache vs. Schriftsprache
Terminologische Durchdringung fachbezogen/präzise vs. allgemeinverständlich/vereinfachend Fachsprache vs. Gemeinsprache (Adj.: „allgemeinsprachlich“)

1 Die "Standardsprache" im deutschen, österreichischen und schweizerischen Deutsch ist natürlich nicht identisch, wiewohl sich auch ein die Ländervarietäten übergreifendes "Standarddeutsch" denken ließe.

--Jordi 13:50, 22. Dez. 2007 (CET)

Sprachebenen[Quelltext bearbeiten]

Ich geriet auf diese Seite, weil ich eine Begründung suche dafür, dass man bestimmte Wörter nicht schreibt, aber durchaus umgangssprachlich verwenden kann. Bestes Beispiel aus meiner Schulzeit ist "kaputt". Es hieß: "Das schreibt man nicht!" Gilt das noch? Aktuell stehe ich vor der Frage, wie ich einer Schülerin der Hauptschule erklären soll, dass in einer Personenbeschreibung der Ausdruck "pummelig" zwar deutlich macht, wie die Person gebaut ist, aber als Ausdruck nicht geschrieben, allerdings mündlich durchaus gesprochen werden kann - im Gegesatz zu Ausdrücken aus der sogenannten Fäkalsprache. Welche Sprachebenen unterscheidet man noch außer Schriftsprache, Umgangssprache und - hier für mich neu, aber überzeugend - Standardsprache? Bafu 23.9.2005

Vulgärsprache = Umgangssprache ?[Quelltext bearbeiten]

Warum ist Vulgärsprache ein redirekt hierher?--Gruß, Helge 16:05, 1. Nov 2005 (CET)

Erledigt. ---enzyklop- 12:44, 28. Sep 2006 (CEST)

Beispiele[Quelltext bearbeiten]

Ich habe die Beispiele gekürt. Das Arzt-Beispiel wirkte ziemlich essayhaft und folgendes Beispiel finde ich nicht richtig:

Im akademischen Sinne gilt eine steile Lernkurve als positiv, wenn eine Lehrerin oder ein Lehrer bei den Schülern einen Erfolg im Unterricht erzielt, oder wenn ein Psychologe bei einem Versuchstier einen Erfolg im Experiment verzeichnen kann. Wird Lernen aber als grundsätzlich störende Aufwandsgröße betrachtet, was insbesondere umgangssprachlich der Fall ist, so gilt eine steile Lernkurve als negativ.

Grund: Der Begriff "steile Lernkurve" bezeichnet ja aus Lehrer- und Schülersicht dasselbe. Nur empfindet es der eine als gut und der andere als schlecht. Genauso könnte man hier ja als Beispiel die Farbe Grün nehmen - dem einen gefällts, dem anderen nicht. Das kennzeichnet aber noch keinen Unterschied zwischen Fach- und Umgangssprache. Oder liege ich da falsch? Geisslr 11:11, 4. Dez 2005 (CET)

Meiner Meinung nach ist eine steile Lernkurve prinzipiell positiv. Negativ ist es aus Schülersicht, wenn der Aufwand eine steile Lernkurve zu erreichen recht hoch ist. Wenn sich die auch durch Berieselung einstellt, ist es für beide Seiten gut.  ;-) Guty 18:45, 13. Okt. 2006 (CEST)
Die Lesarten diese Ausdrucks sind dennoch verschieden: die eine meint bei gleichbleibendem Aufwand über die Zeit einen hohen Lerninhalt (viel am Anfang), der dann abflacht (wenn die Grundlagen erworben sind, geht es nur noch um Übung und Details, mehr Zeit bringt wenig weiteren Fortschritt). Hier wird also schnell und viel gelernt. Die andere Lesart meint den Aufwand: hier bedeutet ein steiler Anstieg, dass viel Aufwand in die Grundlagen gesteckt werden muss, bevor eine Grundkompetenz erlangt ist (unabhängig von der Zeit). (vgl.: https://english.stackexchange.com/questions/6209/what-is-meant-by-steep-learning-curve . in en:Learing curve heißt es: "The familiar expression "a steep learning curve" is intended to mean that the activity is difficult to learn, although a learning curve with a steep start actually represents rapid progress" (Einleitung). Siehe auch en:Learning_curve#"Steep_learning_curve".-- Leif Czerny 19:15, 18. Jul. 2017 (CEST)

Niederländisch als Beispiel[Quelltext bearbeiten]

Niederländisch als Beispiel für "veredelte" Umgangssprache ist schlecht gewählt.

Das moderne Niederländisch geht auf holländische Schreibtraditionen zurück, die wiederum von flämischen und brabantischen Schreibtraditionen geprägt wurden. Literarisches Niederländisch geht somit letztendlich zurück bis zu Jacob van Maerlant (13. Jahrhundert). Von Umgangssprache kann hier keine Rede sein, von deutscher oder niederdeutscher Umgangssprache schonmal garnicht.

Ich würd's gern rausnehmen, aber dann fehlt das gesamte Beispiel.

--MaEr 21:09, 24. Nov. 2006 (CET)

Hier handelt es sich glaube ich um ein Mißverständnis. Ich habe nur sagen wollen, das sich das Niederländische für unbedarfte hochdeutsche Ohren deshalb umgangssprachlich anhört, weil alle plattdeutschen Varietäten des Niederdeutschen nicht den Status einer Hochsprache genießen, sondern als Umgangssprachen gelten. Ich habe deshalb ja auch explizit geschrieben, daß das heutige Niederländische natürlich keine Umgangssprache ist. Aber ungeachtet dessen basiert natürlich auch die holländische Schreibtradition seit dem 13. Jh. auf der regionalen Umgangssprache. Durch das fortwährende Schreiben haben sich gewisse Strukturen verfestigt und es ist allmählich eine sog. Ausbausprache entstanden. Dasselbe ist, wenn auch auf anderem Wege, beim Hochdeutschen erfolgt, da ja die lutherische Bibelübersetzung wohl im wesentlichen auf Luthers Eislebener (=hochdeutschen) Umgangssprache beruht. Den Kontrast hierzu bildet die Schweiz, die niemals eine Umgangssprache ihres Staatsgebiets zur Hochsprache ausgebaut hat. Ich habe den Absatz etwas präzisiert. Wenn Du noch mehr Informationen einarbeiten kannst, wäre das sicher hilfreich. Es ist halt leider sehr verwirrend, daß die Vorsilbe "Hoch-" in "Hochdeutsch" eine ganz andere (nämlich rein geographische) Bedeutung hat, als die Silbe "Hoch-" in "Hochsprache". --HV 17:04, 6. Dez. 2006 (CET)

Überarbeiten-Kennzeichen[Quelltext bearbeiten]

Warum steht dieses Kennzeichen hier? Welcher Abschnitt ist genau strittig? - Ich würde das Kennzeichen nun erstmal entfernen und schlage vor, dass es dann an der Stelle wieder gesetzt wird, wo etwas im Argen liegt. --Edoe 14:54, 22. Sep. 2008 (CEST)

Details[Quelltext bearbeiten]

Z.Z. steht da:

Meist war eine für die Sprachentwicklung als charismatisch geltende Sprachform Ausgangsmaterial ((in Deutschland die Bibelübersetzung Martin Luthers, …

Mal abgesehen davon, daß da irgendwie die Grammatik keinen rechten Satz …
Gib es brauchbare Belege (nicht Quellen, die es nur behaupten) für die angebliche sprachprägende Rolle der Lutherschen Schreibe auf die deutsche Sprache? Ich kenne nur wissenschaftliche Literatur, die es

  1. aufgrund von Untersuchungen eher stark in Zweifel zieht,
  2. oder von vorherigen Abschreibern abgeschrieben oder zitiert hat, aber keine Untersuchungen, auf denen die Ansicht fußen würde.

-- Purodha Blissenbach 02:02, 27. Sep. 2008 (CEST)

Grammatisch sehe ich da kein Problem: Eine Sprachform war Ausgangsmaterial. Nur wirkt der Satz wie ein Relikt, das möglicherweise in früheren Versionen des Artikels einen konkreten Bezug hatte, der jetzt nicht mehr klar erkennbar ist. Möglicherweise ist das ein weiteres Beispiel für eines der größten strukturellen Probleme der Wikipedia: Einst sinnvoll Strukturiertes wird von nachfolgenden Autoren nicht ausreichend erfasst und in bester Absicht ruiniert. Andererseits scheinen Sie den Bezug ausgemacht zu haben, da Sie die Aussage auch hinsichtlich ihrer Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen vermochten. --130.83.161.64 11:15, 21. Okt. 2008 (CEST)
Der in Frage gestellte Satz kam (wie's der Zufall will) genau heute vor zwei Jahren mit diesem Edit des Benutzers HV in den Artikel. --LogoX 13:14, 21. Okt. 2008 (CEST)

Umgangsprache und Umgangssprache[Quelltext bearbeiten]

Mir war bisher nicht bewusst, dass es da einen Unterschied gibt. 'Schadenersatz' und 'Schadensersatz' sind praktisch bedeutungsgleich, 'selbständig' und 'selbstständig' ebenfalls, 'Umgangsprache' und 'Umgangssprache' aber offenbar nicht. Jedenfalls sind sie unterschiedlichen Wikipedia-Artikeln zugeordnet. Könnte ein Fachkundiger den Unterschied herausarbeiten und geeignet in beiden Artikeln platzieren? Ich wäre dankbar! --130.83.161.64 11:03, 21. Okt. 2008 (CEST)

M.E. erledigt mit dieser Änderung, --LogoX 12:30, 21. Okt. 2008 (CEST)

Aufbau bzw. Standardsprache[Quelltext bearbeiten]

M.E. ist der Aufbau hier recht schief. Den Gliederungspunkt "Details" habe ich zwar unter "Allgemeines" gepackt, wo er eher hingehört. Inhaltlich dürfte das Ganze aber zum Thema Standardsprache oder besser noch zu Standardvarietät gehören. --Hans-Jürgen Streicher 23:58, 19. Dez. 2008 (CET)

Standardsprache, Standardvarietät und Umgangssprache sind zurecht verschiedene Lemmata. Ich verstehe nicht, weshalb im Artikel "Umgangssprache" immer noch von der "Hochsprache" die Rede ist, während der Eintrag "Hochsprache" auf "Standardsprache" verweist. Ich wäre bereit, das zu ändern. Rübezahl 09:45, 22. Dez. 2008 (CET)

Besonderheiten der geschriebenen deutschen Sprache in der Schweiz: Helvetismen[Quelltext bearbeiten]

Ich bin entschieden der Meinung, dass der Begriff "Helvetismen" (gibt es ein Singular?) falsch gesetzt ist: Die 'Confoederatia Helvetica' umfasst die gesammte Schweiz als Bundesstaat in seiner Form seit den 1850er Jahren. Das beinhaltet auch die Amtssprachen Französisch und Italienisch.

Wenn nun der Begriff "Helvetismen" Eigenarten bezeichnen soll, die sich in der Schweiz gebildet haben (respektive schon immer so verwendet wurden - seit dem frühen Mittelalter), dann ist es eigentlich nur logisch, darin auch die Eigenheiten in Französisch und Italienisch einzuschliessen.

Das macht ihr Sprachwissenschaftler aber nicht und amputiert so fast die Hälfte der betroffenen heute lebenden Bevölkerung (Erklärung: von den Schweizern mit Ursprung Schweiz sind knapp 50% Deutschschweizer- wir haben fast 20% Ausländer im Land- daher die Verzerrung. Ein Deutscher, der in der SChweiz lebt, kann und darf nicht zu der Sprachgruppe Deutschschweizer gezählt werden)

Es ist sehr wichtig, zu unterscheiden, dass wir unsere tief verwurzelte und weit zurückreichende Wurzel im Schweizerdeutsch, Französisch oder Italienisch haben (rätoromanisch ist ein absoluter Sonderfall und kann trotz amtlichen Bemühungen nicht gleichgesetzt werden). Wir reden, denken, träumen in unserer Muttersprache. Hochdeutsch und alles Geschriebene in der Schweiz basiert auf der ersten Fremdsprache, welche Deutschschweizer lernen, wenn sie eingeschult werden. Die Konstruktion des Futur oder des Präteritum (Imperfekt genannt- wie ich noch gelernt hatte)kennt unsere Umgangssprache überhaupt nicht. Phonetische Ausdrucksweise sowie Lautverschiebungen (z.B. Oberwallis) machen das Verstehen selbst unter uns Deutschschweizern manchmal schwierig. Ich habe eigene Erfahrungen gesammelt: Als Zentralschweizer aus den Urkantonen lebe ich im französischen Wallis und habe zwei Jahre mit deutschsprachigen Oberwallisern gearbeitet. Ich hatte teilweise massive Verständnissschwierigkeiten. meine deutschen oder französischsprachigen Kollegen waren wesentlich problemloser. So spricht ein Oberwalliser immer in der weiblichen dritten Person im Singular. Man muss dann aus dem Zusammenhang oder vom Vornamen her deduktiv erahnen, ob es sich um einen Mann/ Jungen oder Frau / Mädchen handelt. Das ist nur ein Beispiel und ist sehr schnell klar. Kompliziert wirds trotzdem bei den 1001 andern "Reglen"..

Wir sind in der SChweiz sehr sensitiv, was unsere gelebte und gesprochene Sprache angeht. Ich erkenne nach einigen Worten, aber spätestens nach ein zwei Sätzen, aus welcher Region ein Sprecher stammt- in vielen Fällen kann man sogar das Tal oder den Herkunftsort lokalisieren. Es gibt keine offiziellen Regeln für die Orthographie und Grammatik, selbst wenn dazu schon Bücher geschrieben wurden und Webseiten entstanden. Alles ist richtig. Im Beruf ist es verpönt, Schweizerdeutsch zu schreiben- besonders wenn man sich nicht kennt. Unter uns kommuniziert man oft (Whats App, SMS, Mail) in SChweizerdeutsch. Aber das ist auf keinen Fall systematisch / eingrenzbar. So kommuniziere ich z.B. mit meiner ältesten Tochter immer hochdeutsch, hingegen mit der Jüngsten meist schweizerdeutsch. In Französisch gibt es im Gegensatz zum Schweizerdeutsch keine Probleme: die gesprochene wie auch die geschriebene Sprache richtet sich nach den Regeln für Französisch. Hinzu kommen ein Supplement an Wortschatz mit kulturell/historisch gewachsenen Begriffen. Interessant ist aber, dass ich zum Beispiel Worte, die typisch Schweizerisch sind und von Franzosen missinterpretiert werden, im Herzen von Frankreich mit der identischen Bedeutung wiederfand!!! (Z.B. Voulez-vous un cornet?-- damit ist kein Speiseeis gemeint, sondern eine Plastiktasche zum Einpacken des Einkaufs)

--Cosy-ch (Diskussion) 14:18, 14. Jul. 2013 (CEST)

Hallo Cosy, ich gehe durchaus davon aus, dass es in der frz. und ital. Sprache ebenfalls bekannte Helvetismen gibt. Im Artikel geht es aber um Besonderheiten der deutschen Sprache, die gleichberechtigte Varietäten des Hochdeutschen darstellen, und Franzosen zumindest sprechen wohl eher von Romandismen (vgl. [1] Wenn dich die Bezeichnung selbst stört, ist die WP dafür nicht der richtige Beschwerdeort: wir müssen sie verwenden, solange das der linguistische Mainstream tut. Du könntest aber einen Absatz in den Artikel einfügen, der a) auf Helvetismen / Romandismen im Italienischen und Französischem verweist b) fachliche Autoritäten nennt, die die Bezeichnung ebenfalls ablehnen vgl. auch die Liste von Helvetismen wo das ebenfalls erläutert werden sollte.-- Leif Czerny 14:09, 15. Jul. 2013 (CEST)

Dativ in Appositionen[Quelltext bearbeiten]

"Die Umgangssprache im ersten Sinn wird geprägt durch regionale und soziale Gegebenheiten wie dem Bildungsstand und dem sozialem Milieu der Sprechenden". Wo kommt der Dativ in diesem Satz her; die Präposition "durch" ist doch wohl mit dem Akkusativ verbunden. ("Durch dem Bildungsstand"!!). Sehr bemerkenswert, dass dieser ordinäre Fehler sich jetzt schon bei Personen zeigt, die kompetent über die Grammatik der deutschen Sprache schreiben.

Ach korrigier's doch einfach. Un'signier' bitte deine Beiträge. Liebe Grüße -- Leif Czerny 11:39, 7. Aug. 2014 (CEST)

teilweise falsch[Quelltext bearbeiten]

Ein Kennzeichen der Umgangssprache ist m.E. auch, dass teilweise grammatisch falsch gesprochen wird ("in der USA") oder Wörter falsch benutzt werden ("Das dauert Lichtjahre!"). --Röhrender Elch (Diskussion) 18:19, 13. Jan. 2016 (CET)

Einmal bitte klein wenig überarbeiten[Quelltext bearbeiten]

Ich hatte eine Änderrung durchgeführt, da zwei Sätze hintereinander mit DABEI beginnen. Habe den ersten auf Sie geändert. Finde es in nachhinein etwas ungünstig gelöst. Wenn hier einer was besseres hat, dann immer her damit. es geht darum: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Umgangssprache&type=revision&diff=163415949&oldid=161571773 --Natsu Dragoneel (Diskussion) 10:33, 9. Mär. 2017 (CET)

Hab's nochmal geändert. Mir gefällt's jetzt besser. Im Notfall sitzen wir gemeinsam nach... :-) Yupanqui (Diskussion) 15:15, 9. Mär. 2017 (CET)