Division Germania

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Division Germania
Allgemeine Informationen
Herkunft Deutschland
Genre(s) Rechtsrock
Gründung 2000
Gründungsmitglieder
Andreas Koroschetz
Aktuelle Besetzung
Andreas Koroschetz

Division Germania (DG) ist ein Rechtsrock-Projekt des Neonazis und Hammerskins Andreas Koroschetz aus Mönchengladbach, der seine Stücke mit wechselnden Gast-Musikern spielt.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ein-Mann-Projekt wurde im Jahr 2000 von Andreas Koroschetz gegründet. Bisher wurden sechs Musikalben und eine Split-Veröffentlichung mit Macht & Ehre veröffentlicht. Auf den Veröffentlichungen wird Koroschetz von verschiedenen Gastmusikern unterstützt, die jedoch anonym bleiben. Die Gruppe beteiligte sich ebenfalls an der Projekt-Schulhof-CD 2009 der NPD zur Bundestagswahl 2009, sowie der aus der Freien Kameradschaftsszene stammenden CD Schulhof CD – 60 Minuten Musik gegen 60 Jahre Umerziehung von 2007. Bisher wurden drei Alben der Gruppe von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert.

Andreas Koroschetz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andreas Koroschetz (geb. 1983) ist Krankenpfleger und Mitglied der neonazistischen Kameradschaft Aachener Land.[1] Zur Bundestagswahl 2005 trat Koroschetz für die NPD als Direktkandidat im Wahlkreis Mönchengladbach an und errang mit 1,1 % Erststimmen das schlechteste Ergebnis der sechs Direktkandidaten. Er ist Anhänger der „Reichsbürgerbewegung“.[2]

Koroschetz war Schlagzeuger der Rechtsrock-Band Sleipnir und hat zwei Alben der neonazistischen Berliner Band Macht & Ehre eingespielt. Macht & Ehre (später auch: Schwarzer Orden) und Division Germania, die sich einst gegenseitig unterstützt und bei Veröffentlichungen zusammengearbeitet hatten, gehen nun getrennte Wege. Zurzeit ist Koroschetz auch als Gitarrist und Texter in der Nazipunk-Band Rotte Charlotte aktiv, deren andere Bandmitglieder „zum engsten Freundeskreis“ Koroschetzs gehören.[3]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tonträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003 — „Antagonist“ (Debütalbum), erschienen bei PC-Records (Chemnitz), am 29. Oktober 2005 indiziert (BAnz. Nr. 206)
  • 2004 — „...und ewig lebt das Reich“, erschienen bei PC-Records (Chemnitz), am 29. Januar 2005 indiziert (BAnz. Nr. 20)
  • 2004 — „Hass schürender Lärm“, Split-CD mit „Macht & Ehre“ (7 Lieder von DG und 4 Lieder von M&E), erschienen bei PC-Records (Chemnitz)
  • 2006 — „Nemesis“, erschienen bei PC-Records (Chemnitz), indiziert am 29. Dezember 2006 (BAnz. Nr. 244)
  • 2009 — „Manifest“, erschienen bei PC-Records (Chemnitz)
  • 2013 — „Land im Sturm“ EP erschienen bei Wewelsburg Records
  • 2015 — „2003–2006“ (Kompilation), erschienen bei Das Zeughaus

Samplerbeiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004 — „Solidarität“, Sampler erschienen bei PC-Records – Track 14 „Fighting the World“ (Manowar-Cover)
  • 2004 — „Status Quo Germania“ – Track 3 „Anti-Antifa“ und Track 4 „Fighting the World“ (Manowar-Cover)
  • 2005 — „European Sons of Glory“, Sampler erschienen unter „PC-Records“ – Track 3 „Son of Britain“ (Saga-Cover) und Track 4 „Europa“
  • 2005 — „Tribute to Freikorps“, Tribute-Album von DG, Sleipnir und M&E erschienen bei PC-Records – Track 4 „Die Barrikade brennt“, Track 5 „Deutschland“ und Track 6 „Land meiner Väter“ (indiziert 2009)
  • 2007 — „World Wide War Vol. 1“, Sampler erschienen bei Perimetro – Track 07 „Zeiten kommen – Zeiten gehen“, Track 08 „Jugend in Bewegung“, Track 09 „Rottwachtmeister“
  • 2009 — „Solidarität III“ Sampler erschienen bei PC-Records – Track 14 „Der Morgen wird unser sein“
  • 2016 — „Stein um Stein auf FreilichFrei – Acoustic Covers“

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Klarmann und Christian Burg: “Dorftrottelz” oder “Soldaten”? – Die extreme Rechte in der Region Aachen (PDF; 262 kB)@1@2Vorlage:Toter Link/projekte.free.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. 2005 – Bundestagswahl – Kandidierende – Andreas Koroschetz. abgeordnetenwatch.de, abgerufen am 27. November 2009.
  3. Freies Chemnitz, Ausgabe 2, S. 42