Lotta

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Dieser Artikel behandelt die Zeitung Lotta, weitere Bedeutungen unter Lotta (Begriffsklärung)
Lotta
Logo Lotta.png
Beschreibung Magazin der Antifa-Bewegung
Fachgebiet Antifaschismus
Erstausgabe 1999
Erscheinungsweise vierteljährlich
Weblink www.lotta-magazin.de
ISSN (Print) 1865-9632
ZDB 2160648-1

Lotta. Antifaschistische Zeitung aus NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen zuvor Lotta. Antifaschistische Zeitung aus NRW mit Kontaktadresse in Oberhausen, ist eine vierteljährlich erscheinende Zeitschrift, die sich mit einem aufklärerischen Anspruch im Wesentlichen mit den Erscheinungsformen des Rechtsextremismus – früher in erster Linie im Bundesland Nordrhein-Westfalen – befasst und sich als ein Sprachrohr der vor allem außerparlamentarischen antifaschistischen Bewegung versteht. Neben Informationen über die Aktivitäten der rechtsextremistischen Szene und deren Umfeld finden sich in Lotta auch regelmäßig Hinweise auf und Berichte über Aktionen der linksautonomen Antifa und anderer inhaltlich nahestehender Gruppierungen, zu denen die Zeitschrift mit zu mobilisieren versucht.

Die Zeitschrift ging 1999 aus der Antifaschistischen NRW-Zeitung hervor,[1] die von 1993 bis 1998 mit insgesamt 17 Ausgaben erschien und 1993 aus der örtlichen, vom nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz als linksextrem bewerteten Szene-Publikation Antifaschistischer Bericht Wuppertal hervorgegangen war.[2] Lottas Inhalte sind jedoch nicht auf das Bundesland beschränkt, sondern es werden auch bundes- und europaweite Ereignisse und Entwicklungen behandelt, wobei allerdings Nordrhein-Westfalen, die angrenzenden Bundesländer und die Niederlande im Vordergrund stehen.

Die Zeitschrift kooperiert mit dem Internetportal Linksnet.[3]

Jedes Heft hat ein Schwerpunktthema. Die bisherigen Ausgaben widmeten sich unter anderem folgenden Themen:

  • 01/1999:
  • 02/2000:
  • 03/2000:
  • 04/2000:
  • 05/2001:
  • 06/2001:
  • 07/2001:
  • 08/2002: Frauen in der extremen Rechten
  • 09/2002: Themen der Rechten – Themen der Mitte
  • 10/2002: Tatort Stadion
  • 11/2002: Rechtsrock – Begleitmusik zu Mord und Totschlag[4]
  • 12/2003: RechtsRock – Teil II [5]
  • 13/2003: Drinnen oder Draußen? Programme und Hilfen für ‚Aussteiger’ aus der Neonazi-Szene[6]
  • 14/2003: Auf der Suche nach dem Heil... Neuheidentum und Germanenkult[7]
  • 15/2004: Hohmann & Co. Braune Seilschaften in der Mitte der Gesellschaft[8]
  • 16/2004: Studentische Korporationen[9]
  • 17/2004: Heß-Gedenkmärsche[10]
  • 18/2004:
  • Ausgabe 19: Geschichtspolitik
  • Ausgabe 24: Die Demonstrationspolitik der extremen Rechten
  • Ausgabe 25: Parlamentarisches Wirken der extremen Rechten
  • Ausgabe 26: “Antikapitalismus” von Rechts – Mythos oder Realität?
  • Ausgabe 27: Gewerkschaften und die extreme Rechte
  • Ausgabe 28: Frauen in der extremen Rechten"
  • Ausgabe 29: Männer in der extremen Rechten"
  • Ausgabe 30: Antiislamischer Populismus
  • Ausgabe 31: Autonome Nationalisten
  • Ausgabe 32: Die NPD – Aufbruch oder Abbruch?
  • Ausgabe 33: Recht extrem – Das »Extremismus«-Konstrukt
  • Ausgabe 34: Die extreme Rechte vor der Kommunalwahl 2009 in NRW
  • Ausgabe 35: Mythos Varusschlacht – Die Erfindung der deutschen Nation
  • Ausgabe 36: Die kirchliche Rechte – christlicher Fundamentalismus
  • Ausgabe 37: National Socialist Hardcore
  • Ausgabe 40: “Rechte Studierende”
  • Ausgabe 41: Geschichte und Kontinuitäten des deutschen Kolonialismus
  • Ausgabe 42: Wege des Gedenkens. Erinnerungsorte an den Nationalsozialismus in Nordrhein-Westfalen
  • Ausgabe 43: Erziehung von rechts. NS-Kontinuitäten und konservativ-autoritäre Pädagogik; Bernhard Bueb: Lob der Disziplin
  • Ausgabe 44: Opferperspektiven. Rechte Gewalt und deren Opfer
  • Ausgabe 45: Keine Partei zum Buch? Die rechtspopulistische Lücke
  • Ausgabe 46: Nationalsozialistischer Untergrund. Kontinuitäten des Rechtsterrorismus und die Rolle des Verfassungsschutzes
  • Ausgabe 47: Spießige Rebellen. Die Grauzone – Schnittstelle zu extrem rechten Lebenswelten oder Die Grauzone – Schnittstelle zwischen “unpolitisch” und RechtsRock.
  • Ausgabe 48: ’Graue Wölfe’. Extrem rechte Erscheinungsformen in türkischstämmigen Communities”
  • Ausgabe 49: Staatliche Repression gegen die extreme Rechte
  • Ausgabe 50: 20 Jahre Solingen – 20 Jahre Abschaffung des Asylrechts
  • Ausgabe 51: Sozialdarwinistische Zustände Wohnungs- und Obdachlose als vergessene Opfer rechter Gewalt
  • Ausgabe 52: "Drinnen" oder "Draußen"? Der Mythos Ausstieg aus der extremen Rechten
  • Ausgabe 53: Rechte Frei-Räume Bedeutung, Praxis und Auswirkungen
  • Ausgabe 54: Feindbild Roma Das Beispiel Duisburg
  • Ausgabe 55: Kampf um die Kurven Antifaschistische Fankultur vor der Verdrängung?
  • Ausgabe 56: Baustelle NSU-Aufklärung Versuch einer Bestandsaufnahme
  • Ausgabe 57: "Kampf dem Genderismus" Antifeminismus als Scharnier zwischen extremer Rechter, Konservatismus und bürgerlichem Mainstream
  • Ausgabe 58: Demonstrationspolitik der extremen Rechten Wiederkehr der großen Aufmärsche oder neue Unübersichtlichkeit?
  • Ausgabe 59: Kaltland Zwischen Abschottung, rechter Hetze und "Willkommenskultur" gegenüber Geflüchteten
  • Ausgabe 60: Verschwörungstheorien Auf der Suche nach der "echten Wahrheit"
  • Ausgabe 61: Masse Macht Bewegung? Die neue Qualität rassistischer Mobilisierungen
  • Ausgabe 62: "Bürgerwehren" Selbsternannte Hilfssheriffs als "Ordnungshüter"
  • Ausgabe 63 (August 2016): 17-seitiger Schwerpunkt „Militarismus und extreme Rechte“
  • Ausgabe 64: Neue Rechte
  • Ausgabe 65: Keine Alternative – Die AfD auf dem Weg in Richtung NRW-Landtag und Bundestag

Darüber hinaus betreuen die Macher der Lotta, seit Mitte Mai 2012 den seit Sommer 2009 existierenden blog NRW Rechtsaußen,[11][12] sowie dazu einen gleichnamigen Twitter-Account.

Einschätzung der Verfassungsbehörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verfassungsschutz Baden-Württemberg stufte die Zeitschrift bis 2007 als linksextremistische oder linksextremistisch beeinflusste Publikation ein.[13]

In einem von der Zeitung angestrengten vorläufigen Rechtsschutzverfahren vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf wurde dem Landesamt für Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen mit Beschluss vom 3. Juni 2009 untersagt, die Lotta in seinem Jahresbericht 2008 zu nennen. Das Gericht stellte im Ergebnis fest: „Insbesondere geht [der Verfassungsschutz] selbst nicht davon aus, dass im Falle [der LOTTA] (..) oder auch nur bei einzelnen Autoren von Beiträgen in der ‘LOTTA’ verfassungsfeindliche Bestrebungen nachgewiesen sind.“[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nachweis in der ZDB
  2. Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen über das Jahr 1998. S. 114.
  3. http://www.linksnet.de/de/organisation/lotta
  4. https://www.lotta-magazin.de/damals/inhalt/nr11.htm
  5. https://www.lotta-magazin.de/damals/inhalt/nr12.htm
  6. https://www.lotta-magazin.de/damals/inhalt/nr13.htm
  7. https://www.lotta-magazin.de/damals/inhalt/nr14.htm
  8. https://www.lotta-magazin.de/damals/inhalt/nr15.htm
  9. https://www.lotta-magazin.de/damals/inhalt/nr16.htm
  10. https://www.lotta-magazin.de/damals/inhalt/nr17.htm
  11. lotta-magazin.de/nrwrex: NRW rechtsaußen begleitet seit Sommer 2009 die extreme Rechte in Nordrhein-Westfalen. Der Blog wird seit Mitte Mai 2012 von der Redaktion der LOTTA – antifaschistische Zeitung aus NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen betreut.
  12. ehemals https://nrwrex.wordpress.com/ 30. Januar 2015: Letzte Meldung: NRW Rechtsaußen ist (nicht nach Bayern) umgezogen
  13. Verfassungsschutz Baden-Württemberg: Geplante Ausstellung der VVN-BdA in Baden-Württemberg (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive) (abgerufen am 25. Januar 2017)
  14. Gericht: Antifaschistisches Magazin LOTTA nicht mehr im Verfassungsschutzbericht. NPD-Blog vom 12. Juni 2009 (abgerufen am 12. Juni 2009)