Domitilla-Katakomben

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Domitilla-Katakomben
Gang mit in den Fels gehauenen Grabkammern
Fresko „Jesus und die zwölf Apostel“ mit Christusmonogramm Chi-Rho
Basilika

Die Domitilla-Katakomben in Rom sind das größte System von Katakomben der rund sechzig antiken Katakomben der Stadt. Sie enthalten auf vier bis zu fünf Meter hohen Etagen eingelassene Gräber aus dem ersten und zweiten Jahrhundert, zum Teil mit christlicher Ikonographie. In den Begräbniskammern finden sich Fresken mit klassischen und christlichen Motiven. Im vierten Jahrhundert wurde über den Gräbern der in den Domitilla-Katakomben bestatteten Heiligen Nereus und Achilleus die Basilika Santi Nereo e Achilleo erbaut (nicht zu verwechseln mit der Kirche gleichen Namens in Nähe der Caracalla-Thermen, in die die Reliquien der Heiligen im 6. Jahrhundert übertragen wurden).[1] Diese Basilika wurde im 9. Jahrhundert verlassen und 1874 wiederentdeckt.[1]

Am 16. November 1965, wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils, wurde in ihnen der Katakombenpakt geschlossen, den 40 Bischöfe der ganzen Welt als Erstunterzeichner eingingen. Der Pakt griff das Leitwort Johannes XXIII. von einer „Kirche der Armen“ auf.[2][3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Domitilla-Katakomben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Anna Ferrari-Bravo (Hrsg.): Roma (= Guida d'Italia). Mondadori, Mailand 2007, S. 817–818 (italienisch).
  2. Sebastian Pittl: Der Katakombenpakt – das vergessene Erbe des II. Vatikanums. Katholischer Akademikerverband der Erzdiözese Wien. Abgerufen am 21. Oktober 2012.
  3. Fünfzig Jahre Konzil (PDF; 142 kB) Erzbistum München und Freising. Archiviert vom Original am 28. Juli 2013. Abgerufen am 21. Oktober 2012.

Koordinaten: 41° 51′ 32″ N, 12° 30′ 20″ O