Douméga

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Landgemeinde Douméga
Landgemeinde Douméga (Niger)
Landgemeinde Douméga
Landgemeinde Douméga
Koordinaten 12° 58′ N, 3° 59′ OKoordinaten: 12° 58′ N, 3° 59′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Dosso
Departement Tibiri
Einwohner 29.429 (2012)

Douméga ist eine Landgemeinde im Departement Tibiri in Niger.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt direkt an den Nachbarstaat Nigeria. Nördlich von Douméga liegt die Gemeinde Tibiri, südlich und westlich die Gemeinde Guéchémé. Die drei Orte befinden sich alle am Wadi Dallol Maouri, der in den Fluss Niger mündet, und am Übergang der Sahelzone zur fruchtbaren Großlandschaft Sudan. Die für nigrische Verhältnisse dicht besiedelte Gemeinde Douméga besteht aus mehreren Dörfern, von denen die bevölkerungsreichsten Douméga, Birnin Falla (mit Fala Goubé), Zoumbou und Zazatou sind. Das Dorf Angoual Magagi befindet sich direkt beim Grenzübergang zu Nigeria. Insgesamt ist das Gemeindegebiet in 40 traditionelle Dörfer, 23 administrative Dörfer und zwei Weiler gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Douméga.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Douméga wurde von Magorawa, einer Untergruppe der Hausa, gegründet. Der Name Douméga kommt vom Wort Douma, das „Kalebassenbaum“ bedeutet.[3] Das traditionelle Oberhaupt im Nachbarort Tibiri nimmt eine regionale Führungsposition ein, wobei ihm die Berechtigung dazu vom traditionellen Oberhaupt von Douméga abgesprochen wird. Ersterer besitzt seine legitime Abstammung nur matrilinear, während letzterer eine patrilineare Abstammungsfolge vorweisen kann. Die Familie des 1999 getöteten nigrischen Präsidenten Ibrahim Baré Maïnassara stammte ebenfalls aus Douméga. Seit 2011 gehört die Landgemeinde nicht mehr zum Departement Dogondoutchi, sondern zum neugeschaffenen Departement Tibiri.[4]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Douméga 26.485 Einwohner.[5] Bei der Volkszählung 2012 betrug die Einwohnerzahl 29.429.[6] Es gibt sesshaften und einen transhumanten Bevölkerungsteil. Die sesshaften Einwohner sind fast ausschließlich Hausa oder gehören einer hausasprachigen Gruppierung an.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Douméga spielt die Landwirtschaft eine wichtige Rolle. Im Tal des Dallol Maouri werden neben Hirse, Sorghum und Erderbsen auch Gemüse, Obst, Maniok, Süßkartoffeln und Zuckerrohr angebaut. Douméga ist außerdem ein Handelsplatz für den grenzübergreifenden Handel mit Nigeria.[3] Im Hauptort gibt es einen lokalen Bürgerhörfunk (radio communautaire).[7]

Die Bevölkerung leidet an chronischer Unterernährung. Die lokale Getreideproduktion hat zu geringe Erträge und vielen Einwohnern fehlen die finanziellen Mittel, um das auf den Märkten ausreichend vorhandene Getreide zu kaufen.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ahmad Tijani Malam Maoussa: Nouvelle structure des échanges frontaliers Niger-Nigeria: le marché de Dadin Kowa. In: John Ogunsola Igué und Kossiwa Zinsou-Klassou (Hrsg.): Frontières, espaces de développement partagé. Karthala, Paris 2010, ISBN 978-2-8111-0372-9, S. 135–146.
  • R. Rochette, J.-D. Gronoff, F. Masseport und A. Valançot: Douméga, Dioundiou, Kawara Débé, villages des Dallols Maouri et Fogha. Monographies comparées. Etudes nigériennes Nr. 19. IFAN, Niamey 1966.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version@1@2Vorlage:Toter Link/www.case.ibimet.cnr.it (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.; PDF; 108 kB).
  3. a b c d Présentation de la commune de Douméga@1@2Vorlage:Toter Link/www.france-niger.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. Website der ANIYA Coopération Décentralisée Niger-France, abgerufen am 27. Januar 2011.
  4. Une nouvelle loi sur le redécoupage administratif. In: L’Arbre à Palabres. Nr. 13, 11. August 2011, S. 2 (nigerdiaspora.net [PDF; abgerufen am 28. Januar 2014]).
  5. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 54.
  6. Présentation des résultats globaux définitifs du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGP/H) de 2012. Institut National de la Statistique, 2014, abgerufen am 21. April 2014 (PDF-Datei, französisch).
  7. La situation de la communication pour le développement au Niger (Etat des lieux). Tome 1. (Nicht mehr online verfügbar.) Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, 2003, S. 131, ehemals im Original; abgerufen am 5. November 2017 (PDF-Datei; 461 kB, französisch).@1@2Vorlage:Toter Link/ftp.fao.org (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.