Tibiri (Dosso)

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Landgemeinde Tibiri
Landgemeinde Tibiri (Niger)
Landgemeinde Tibiri
Landgemeinde Tibiri
Koordinaten 13° 7′ N, 4° 0′ O13.1127777777784Koordinaten: 13° 7′ N, 4° 0′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Dosso
Departement Tibiri
Einwohner 77.558 (2012)

Tibiri ist eine Landgemeinde und der Hauptort des gleichnamigen Departements Tibiri in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Tibiri liegt in der Großlandschaft Sudan und grenzt im Osten an den Nachbarstaat Nigeria. Die Nachbargemeinden in Niger sind Koré Maïroua im Norden, Douméga im Südosten, Guéchémé im Südwesten und Tombokoirey II im Westen. Das Gemeindegebiet ist in 37 administrative Dörfer, 88 traditionelle Dörfer und 31 Weiler gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Tibiri.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Tibiri war eine Provinz von Aréoua, des Reichs der Maouri, einer Untergruppe der Hausa. Alissina, der von 1849 bis 1861 regierende und in Matankari residierende Herrscher von Aréoua, ging auf Raubzüge nach Tibiri. Tibiri rief das Nachbarreich Kebbi zur Hilfe und Alissina wurde in der Schlacht gemeinsam von Tibiri und Kebbi besiegt und getötet.[3] Anfang des 20. Jahrhunderts kam Tibiri unter französische Herrschaft. Die Franzosen richteten einen Kanton in Tibiri ein, dem 1935 der aufgelöste Kanton Douméga angeschlossen wurde.[4] Die Landgemeinde Tibiri ging 2002 im Zuge einer landesweiten Verwaltungsreform aus dem Kanton Tibiri hervor, dessen Territorium auf die Landgemeinden Tibiri, Douméga und Koré Maïroua aufgeteilt wurde. Seit 2011 gehören diese Landgemeinden nicht mehr zum Departement Dogondoutchi, sondern zum neugeschaffenen Departement Tibiri.[5]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Tibiri 54.582 Einwohner.[6] Bei der Volkszählung 2012 betrug die Einwohnerzahl 77.558.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in jener schmalen Zone entlang der Grenze zu Nigeria, die von Tounouga im Westen bis Malawa im Osten reicht und in der Bewässerungsfeldwirtschaft für Cash Crops betrieben wird.[8] Durch Tibiri verläuft die Nationalstraße 3, die den Ort mit den Nachbargemeinden Guéchémé und Koré Maïroua verbindet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  R. Rochette: Au Niger. Tibiri, village Maouri. In: Revue Géographie Alpine. Nr. 1, 1965, S. 101–130.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 172.
  4. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 244.
  5.  Une nouvelle loi sur le redécoupage administratif. In: L’Arbre à Palabres. Nr. 13, 11. August 2011, S. 2 (PDF-Datei, abgerufen am 28. Januar 2014).
  6. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 54.
  7. Présentation des résultats globaux définitifs du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGP/H) de 2012. Institut National de la Statistique, 2014, abgerufen am 21. April 2014 (PDF-Datei, französisch).
  8. Comprendre l’économie des ménages ruraux au Niger. Save the Children UK, London 2009 (Online-Version; PDF; 2,6 MB), S. 8.