Duale Netzwerke

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Lineare elektrische Netzwerke
Ideales Element

Widerstand Kapazität Inductor button.svg Reaktanz Impedance button.svg Spannung knopf.svg
Konduktanz knopf.svg   Susceptance button.svg Admittance button.svg Stromquelle

Elektrisches Bauelement

Widerstand knopf.svg Capacitor button.svg Inductor button.svg Ohm's law knopf.svg

Reihen- und Parallelschaltung

Reihen Widerstand knopf.svg Parallel Widerstand knopf.svg Series capacitor button.svg Parallel capacitor button.svg Series inductor button.svg Parallel inductor button.svg

Netzwerkumformungen

Y-delta button.svg Delta-Y button.svg Star-polygon button.svg Dual button.svg

Generatorsätze Netzwerksätze

Thevenin knopf.svg Norton knopf.svg Millman knopf.svg

KCL button.svg KVL button.svg Tellegen button.svg

Methoden der Netzwerkanalyse

KCL button.svg KVL button.svg Superposition button.svg

Zweitor-Parameter

Z-parameter button.svg Y-parameter button.svg H-parameter button.svg G-parameter button.svg Abcd-parameter button.svg S-parameter button.svg

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Duale Netzwerke bzw. duale Schaltungen sind elektrische Netzwerke, in denen Ströme und Spannungen vertauscht sind.[1]

Stellung in der theoretischen Elektrotechnik[Bearbeiten]

Die hier dargestellte Dualität ist eine weitreichende strukturelle Eigenschaft des Gegenstands der Elektrotechnik insofern, als sie die systematische Gegenüberstellung vieler dualer Einzelbegriffe erlaubt[2], darunter:

Strom Spannung
Reihenschaltung Parallelschaltung
Widerstand Leitwert
Impedanz Admittanz
Blindwiderstand Blindleitwert
Kapazität Induktivität
Kurzschlussstrom Leerlaufspannung
1. Kirchhoffsches Gesetz     2. Kirchhoffsches Gesetz
Norton-Theorem Thévenin-Theorem
Maschenstromverfahren Knotenpotentialverfahren

Duale Topologie[Bearbeiten]

duale Graphen

Im Kontext der Graphentheorie lässt sich für den Fall ebener Graphen ein Dualitätsbegriff fassen, der eng mit der Beziehung von Zyklen- und Schnittraum eines Graphen verwandt ist.[3] Wie in nebenstehender Skizze zu erkennen ist, entsprechen die Kanten beider Graphen ein-eindeutig einander, während die Knoten des einen Graphen im anderen als Zyklen auftreten und umgekehrt. In Begriffen der Elektrotechnik werden die Zyklen als Maschen, die Kanten als Zweige (mit je einem Zweipol), der Graph als Netzwerk oder, mit Fokus auf den graphentheoretischen Hintergrund, als Topologie bezeichnet.

Duale Elemente[Bearbeiten]

Zweipole sind dual zueinander, wenn ihre Strom-Spannungs-Gesetzlichkeit bei Vertauschen von Spannung und Strom strukturell erhalten bleibt. Dies ist insbesondere bei Impedanzen mit Z' = 1/Z der Fall. Damit stehen sich die Grundelemente wie folgt dual gegenüber.

Element Z Dual Z'
Stromquelle Stromquelle \infty Spannungsquelle Spannungsquelle 0
Widerstand Widerstand R = \frac{1}{G} Leitwert Leitwert G = \frac{1}{R}
Induktivität Induktivität \mathrm{j} \omega L Kapazität Kapazität \frac{1}{\mathrm{j}\omega C}

Duale Netzwerke[Bearbeiten]

Zwei Netzwerke sind dual zueinander, wenn

  • ihre Topologie dual ist.
  • alle korrespondierenden Zweipole dual sind.

Beispiele[Bearbeiten]

Dualität von Reihen- und Parallelschaltung

Reihen- und Parallelschaltung[Bearbeiten]

Die nebenstehende Skizze zeigt die graphische Konstruktion der Dualität von Reihen- und Parallelschaltung vom Impedanzen. Da die Schaltung nicht geschlossen ist, wurden die Anschlüsse hilfsweise mit den gestrichelten Linie verbunden. Man vergewissere sich, dass jeder Zweipol sein korrespondierendes Dual hat und jeder Knoten genau in einer Masche der dualen Schaltung liegt. Ferner ist jede der dualen Schaltungen für sich planar, enthält also keine sich kreuzenden Verbindungen.


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kories, Schmidt-Walter: Taschenbuch der Elektrotechnik, Grundlagen und Elektronik, 9. Auflage, 2010, ISBN 978-3-8171-1858-8. S. 145ff.
  2. ebenda
  3. Diestel: Graphentheorie. 3. Auflage, 2006, ISBN 978-3-540-21391-8. S. 113ff