eRockit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
eRockit
Fahrradmesse Berlin 2009

Das eROCKIT ist ein Elektro-Leichtkraftrad, das wie ein Fahrrad bedient wird. Somit ist es eine neue Fahrzeuggattung. Im Gegensatz zu einem Pedelec gibt es keine direkte Verbindung von den Pedalen zum Hinterrad.

Konstruktion, Vertrieb und Zulassung[Bearbeiten]

Um das eROCKIT zu fahren tritt man in die Pedale. Durch das Treten steuert man die Geschwindigkeit. Ein Zahnriemen überträgt die Pedalrotation in einen Generator, der eine Steuerspannung für den Computer erzeugt. Der Computer steuert die Leistung die an den Elektromotor abgegeben wird. Der Elektromotor überträgt die Kraft über einen Zahnriemen mit bis zu 75 Nm auf das Hinterrad. Möchte man langsamer fahren hört man auf zu treten. Durch eine Motorbremse wird die Bremsenergie in die Akkus zurückgeführt. Das eROCKIT ist mit je einer Scheibenbremse vorne und hinten ausgestattet. Die Reichweite einer Akkuladung liegt je nach Nutzungsverhalten bei 50 bis 70 km. Das Fahrzeug verfügt über 3 Fahrstufen, die die erreichbare Geschwindigkeit begrenzen. Sie dienen der Sicherheit und helfen beim Einsparen von elektrischer Energie. Stufe 1 erlaubt bis zu 30 km/h, Stufe 2 rund 60 km/h und Stufe 3 die maximale Endgeschwindigkeit von ca. 80 km/h. Die Aufladung der Akkus an einer normalen 230-V-Steckdose ist nach ca. 3–3,5 Stunden abgeschlossen.[1][2][3]

Das eROCKIT wurde vom in Berlin lebenden Österreicher Stefan Gulas entwickelt, der das Zweirad direkt oder über Händler vertreibt. Da das Fahrzeug als Leichtkraftrad zum Straßenverkehr zugelassen ist, ist zum Fahren ein Führerschein der Klasse A1[4] erforderlich oder alte Klasse 3 PKW Führerschein.

Kleinserienproduktion[Bearbeiten]

2013 begann die Kleinserienproduktion des eRockit nach der Gründung eines kleinen Manufakturbetriebs in Berlin-Marzahn mit zehn Mitarbeitern.[5]

Technische Daten[Bearbeiten]

  • Motor-Typ: Gleichstrom-Bürstenmotor
  • Leistung: 9 kW/12 PS
  • Drehmoment: 75 Nm
  • Höchstgeschwindigkeit: 81 km/h
  • Akku-Typ: Lithium-Ion Nanophosphat
  • Kapazität: 3,1 kWh
  • Reichweite: ca. 50 bis 70 km (nutzungsabgängig)
  • Akku-Lebensdauer: ca. 2000 Ladezyklen mehr als 10 Jahre
  • Ladeanschluss: 220 V (50–60 Hz)
  • Ladezeit: ca. 3,5 h
  • Gewicht: 123 Kg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: ERockit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. eRockit startet durch mit gesenkten Preisen www.tourenbike.at-Internetportal, 4. September 2009 (abgerufen am 14. Mai 2010)
  2. Jochen Vorfelder: Erster Serienhybrid aus Mensch und Maschine Spiegel Online, 23. September 2008 (abgerufen am 14. Mai 2010)
  3. Michael Kutschke: Supermans Bike: eRockit Töff-Magazin, 30. März 2010
  4. Gerhard Prien: Erockit: Mensch-Maschine-Hybrid-Zweirad, handmade in Berlin, Automagazin, 19. August 2009
  5. Karl Gaulhofer: Das schnellste Fahrrad der Welt. Die Presse online, 28. März 2014