Eastermar

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Eastermar
Flagge des Ortes Eastermar
Flagge
Wappen des Ortes Eastermar
Wappen
Provinz Friesland Friesland
Gemeinde Tytsjerksteradiel Tytsjerksteradiel
Einwohner 2.020 (30. Jun. 2017[1])
Koordinaten 53° 11′ N, 6° 4′ OKoordinaten: 53° 11′ N, 6° 4′ O
Vorwahl 0512
Postleitzahlen 9221, 9233, 9258, 9261–9262, 9281, 9289
Website Homepage von Eastermar
Lage von Eastermar in der Gemeinde Tytsjerksteradiel
Lage von Eastermar in der Gemeinde TytsjerksteradielVorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
Oostermeer auf einer Karte um 1630
Hafen De Komerk
Ortsschild
Yachthafen Eastermar, De Lits

Eastermar (niederländisch Oostermeer) ist ein niederländischer Ort in der Provinz Friesland mit rund 2.020 Einwohnern (Stand: 30. Juni 2017).[1] Er gehört zur Gemeinde Tytsjerksteradiel.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eastermar wurde auf einem Sandrücken gebaut und ist umgeben von einer Wallheckenlandschaft. Die Überreste der früheren Wallhecken findet man teilweise auch in den Neubaugebieten. Das Dorf liegt mit seinen beiden Yachthäfen unmittelbar am Ostufer der Lits. Dieser Fluss verbindet den See De Leien mit dem Burgumermar und ist ein Teilstück der Lits-Lauwersmeeroute[2]. Die beiden Seen liegen je etwa 500 Meter vom Ortskern entfernt.

Herkunft des Namens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Namen 'Eastermar' bedeutet östlich der See und bezieht sich auf dem früheren Ortskern des Dorfes. Diesen ursprünglichen Ortskern trägt heute den Namen 't Heechsân und liegt tatsächlich östlich der Burgumermar.

Die um 1600 gegründete Siedlung an der Lits wurde anfangs als 'de Wâl' bezeichnet. Im Laufe der Zeit wuchs diese Siedlung und die Einwohnerzahl überstieg die des ursprünglichen Ortskerns. Als sich der Bevölkerungsmittelpunkt nach der Lits verschob, verschob sich auch der Name. Aus 'de Wâl' wurde 'Eastermar' und aus dem ursprünglichen 'Eastermar' wurde ''t Heechsân'.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1600 wurde an der Lits eine Fehnsiedlung gegründet. Bis um 1750 wurde in dieser Gegend das Moor abgegraben. Dies führte u. a. zur Entstehung des nahegelegenen Sees De Leien. Nach der Moorkolonisierung gab es für die Moorarbeiter keine Arbeit mehr. Das Bevölkerungswachstum des ursprünglichen Ortskerns 't Heechsân geriet seitdem ins Stocken, dahingegen entwickelte Eastermar sich stetig weiter. Die Lage an der Lits ermöglichte Schifffahrt und Handel. In der Nähe des Dorfes entstanden nach der Moorkolonisierung zahlreiche Bauernhöfe. Von 1904 bis 1964 gab es im Dorf eine Molkerei. Den Verlust von Arbeitsstellen wegen der Schließung der Molkerei wurde um 1960 ausgeglichen mit dem Bau des neuen Gewerbegebiets am nahegelegenen Prinses-Margriet-Kanal. 2007 wurde das Hafengebiet mit dem Namen De Komerk fertiggestellt.[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marten Baersma (1890–1918), Friesischer Autor
  • Doutzen Kroes (1985), Fotomodel
  • Dam Jaarsma (1914–1991), Friesischer Autor und Dichter
Ortseingang Eastermar

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eastermar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Personen met een uitkering; soort uitkering, wijken en buurten 2017 Centraal Bureau voor de Statistiek, abgerufen am 21. März 2018 (niederländisch)
  2. Lits Lauwersmeerroute | Friese Meren. Abgerufen am 24. Februar 2018 (niederländisch).
  3. Website des Dorfes Eastermar: Haven 'De Komerk' it simmerseizoen yn (publiziert am 27. Januar 2007), abgerufen am 2. August 2016.