Eben Alexander

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Eben Alexander III (* 11. Dezember 1953 in Charlotte, North Carolina, USA) ist ein US-amerikanischer Neurochirurg.

Er ist Autor des Bestsellers Proof of Heaven: A Neurosurgeon’s Journey into the Afterlife, in dem er seine Nahtoderfahrung aus dem Jahr 2008 beschreibt und behauptet, sein Fall belege eindeutig, dass ichbewusste Erfahrungen nicht zwingend an die Funktion des Cortex gebunden sind und es anders geartete Existenzbereiche gibt, die außerhalb der natürlichen Wahrnehmungen liegen. In deutscher Sprache erschien das umstrittene Buch unter dem Titel Blick in die Ewigkeit.

Frühes Leben, Familie, Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alexander ist der Nachkomme einer Familie von Wissenschaftlern, Juristen und Ärzte. [1] Er besuchte die Phillips Exeter Academy (Klasse von 1972), die Universität von North Carolina in Chapel Hill (AB, 1975) und die Duke University School of Medicine (MD 1981).

Alexander war ein Praktikant in Allgemeinchirurgie an der Duke University Medical Center, Assistenzarzt am Duke, Newcastle (Großbritannien) General Hospital. Er war Assistenzarzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Brigham and Womens Hospital [2] und Massachusetts General Hospital und wurde von der American Board of Neurological Surgery und erhielt ein Zertifikat von der American College of Surgeons (F.A.C.S.).

Beruflicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Akademische und klinische Stationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alexander hat an der Duke University Medical Center, Brigham and Womens Hospital, Harvard Medical School, University of Massachusetts Medical School und der University of Virginia Medical School gelehrt.

Er war an folgenden Krankenhäusern tätig: am Brigham and Womens Hospital, am Boston Kinderkrankenhaus, am Dana-Farber-Cancer-Institute, am Massachusetts General Hospital, am University of Massachusetts Medical Center und am General Hospital-CentraHealth in Lynchburg (Virginia). Vorlage:Sfn

Weitere berufliche Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alexander ist ein Mitglied der American Medical Association und verschiedene anderer Fachgesellschaften. Er ist in den Redaktionen verschiedener Zeitschriften gewesen.

Buch: Proof of Heaven[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alexander ist der Autor des 2012 erschienenen autobiographischen Buches Proof of Heaven: Eine Reise eines Neurochirurgen ins Jenseits, in dem er darlegt, dass er 2008 während eines durch Meningitis induzierten Komas eine außerkörperliche Erfahrung und eine Nahtod-Erfahrung (NDE) machte. Er sieht es als Beweis, dass das Bewusstsein unabhängig vom Gehirn ist und der Tod nur ein Übergang in eine Ewigkeit.[3][4] Er legt weiter dar, dass das gegenwärtige Verständnis des Geistes

   "jetzt zerbrochen zu unseren Füßen liege" - weil "Was mir passiert ist, hat es zerstört, und ich beabsichtige, den Rest meines Lebens die wahre Natur des Bewusstseins zu untersuchen und mit der Tatsache zu verbringen, dass wir mehr, viel mehr als unser physisches Gehirn sind, soweit es in meinen Kräften liegt, sowohl für meine Kolleginnen und Wissenschaftler als auch für alle Menschen im Allgemeinen. "

Alexanders Buch war im Oktober 2012 im Newsweek-Magazin die Titelgeschichte. [5] Im Mai 2012 beschrieb Alexander in einem Artikel eine mehr technische Darlegung der in seinem Buch geschilderten Ereignisse: "Meine Erfahrung im Coma", welche erschien in AANS Neurochirurg, der Fachzeitschrift der American Association of Neurological Surgeons. [6] Seit der Veröffentlichung des Buches hielt er auf der ganzen Welt in Kirchen, Krankenhäusern, medizinischen Fakultäten und wissenschaftlichen Symposien Vorträge und trat in TV-Shows auf wie "Super Soul Sunday" mit Oprah Winfrey. [7][8]

Ab dem 21. September 2014 war "Proof of Heaven" 97 Wochen auf der The New York Times Bestseller-Liste. [9]

Buch: Map of Heaven[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alexander zweites Buch "Map of Heaven" (Die Karte des Himmels): Wie Wissenschaft, Religion und gewöhnliche Menschen das Leben nach dem Tod beweisen, erschien im Oktober 2014. Dort legte Alexander wieder seine Überzeugung dar, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und dass das Bewusstsein unabhängig vom Gehirn ist. Um seine Ansichten zu unterstützen, zitierte er die Schriften von Philosophen, Wissenschaftlern und religiösen Führern in der Geschichte sowie auch Briefe von Lesern, die ihm über eigene spirituelle Erfahrungen erzählt haben, die seine eigenen Vorstellungen teilen. [10]

Auszüge aus "Map of Heaven" wurden in der britischen Zeitung The Daily Mail im Oktober 2014 abgedruckt. [11][12][13]

"Map of Heaven" wurde ebenfalls ein Bestseller in der New York Times in der 18. Woche, Oktober 2014. [14]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer weitreichenden Untersuchung von Alexanders Geschichte und seinem medizinischen Hintergrund berichtet das Magazin Esquire (Ausgabe August 2013), dass vor der Herausgabe von Blick in die Ewigkeit Alexander von einigen seiner Positionen entlassen worden war, und dass er mehrfach wegen Fehlbehandlung angeklagt war. Darüber hinaus umfassten die Klagen auch Aktenfälschung der medizinischen Unterlagen. Seit 2007 ist ihm die Erlaubnis zu operieren entzogen. Auch widerspricht Alexanders Darstellung in seinem Buch, dass sein Koma durch die Meningitis hervorgerufen war, der Aussage seines behandelnden Arztes, dass er in künstliches Koma versetzt worden war. Die Behauptung seiner absoluten Bewusstlosigkeit zum Zeitpunkt seiner Nahtoderfahrung wird von den Ärzten nicht bestätigt.[15]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Autor
Als Herausgeber

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Renown neurosurgeon Eben Alexander Dies at 91(2004). Wake Forest Baptist Medical Center. Abgerufen am 30. April 2014.
  2. Dr. Eben Alexander – NDE. NDE Stories. Abgerufen am 5. Januar 2014.
  3. Alexander, Eben (2012), Proof of Heaven: A Neurosurgeon's Journey into the Afterlife, Simon & Schuster, pg 169.
  4. Alexander, Eben (2012), Proof of Heaven: A Neurosurgeon's Journey into the Afterlife, Simon & Schuster, pg 40.
  5. Alexander, Eben (October 8, 2012), “Heaven Is Real: A Doctor’s Experience With the Afterlife”, Newsweek.
  6. Eben Alexander III: My Experience in Coma. In: AANS Neurosurgeon. Band 21, Nr. 2, 2012 (aansneurosurgeon.org [abgerufen am 23. November 2012]).
  7. Ingrid Peschke: Dr. Eben Alexander Says It's Time for Brain Science to Graduate From Kindergarten. Huffington Post, 24. Oktober 2013, abgerufen am 14. Juni 2014.
  8. Dr. Eben Alexander Shares What God Looks Like. OWN TV, abgerufen am 14. Juni 2014.
  9. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBest Sellers. In: Paperback Nonfiction. The New York Times, 21. September 2014, archiviert vom Original am 1. Oktober 2014, abgerufen am October 1, 2014.
  10. http://books.simonandschuster.com/Map-of-Heaven/Eben-Alexander/9781476766393
  11. Eben Alexander: What Heaven's Really Like - By a Leading Brain Surgeon Who Says He's Been There. In: [The Daily Mail]. 17. Oktober 2014, abgerufen am 28. Oktober 2014.
  12. Eben Alexander: Are these glimpses of the after-life? Top brain surgeon who claims he saw heaven while in a coma reveals the stories of others who say they have had similar life-changing experiences. In: The Daily Mail. 19. Oktober 2014, abgerufen am 28. Oktober 2014.
  13. Eben Alexander: The wife who came back to earth as a butterfly: The poignant moment that a grieving husband lost his scepticism about the after-life. In: The Daily Mail. 20. Oktober 2014, abgerufen am 28. Oktober 2014.
  14. New York Times. In: New York Times. 2. November 2014, archiviert vom Original am 28. Oktober 2014, abgerufen am 28. Oktober 2014.
  15. Luke Dittrich: Is Heaven a Scam? An Investigation into the Bestselling 'Proof of Heaven'. In: Esquire. 2. Juli 2013, abgerufen am 23. Juni 2015.