Eddy Howard

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Eddy Howard 1960

Eddy Howard (eigtl. Edward Evan Duncan Howard; * 12. September 1914 in Woodland, Kalifornien; † 23. Mai 1963 in Palm Desert) war ein US-amerikanischer Sänger und Bandleader, der in den 1940er und 1950er Jahren populär war.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Howards Vater, Aubrey Howard, war ein Arzt in Woodland, Kalifornien. Eddy Howard besuchte das San José State College 1931 bis 1933 und studierte dann Medizin an der Stanford University, ehe er das Studium abbrach und Sänger romantischer Balladen bei Radiostationen in Los Angeles wurde. Später sang er in Bigbands geführt von Ben Bernie und Dick Jurgens, dessen Hauptsänger er 1934 wurde. Die erste gemeinsame Single bei Decca Records war 1934 „The Martinique“. Seine Hits mit Jurgens umfassen die von ihm geschriebenen Songs „My Last Goodbye“, „If I Knew Then“, „A Million Dreams Ago“ und „Careless“, das zu seiner Erkennungsmelodie und in einer Version von Glenn Miller ein noch größerer Erfolg wurde. Der größte gemeinsame Hit von Jurgens mit Howard als Sänger war jedoch „In an Old Dutch Garden (By an Old Dutch Mill)“ 1940.

1940 verließ er das Jurgens Orchestra und wurde für einige Monate Sänger einer Band von George Olsen. Anschließend nahm er für Columbia Records mit einer Studioband, bestehend unter anderem aus Charlie Christian und Teddy Wilson, einige Titel auf.

Im September 1941 übernahm er als Bandleader das Billy Baer Orchestra aus Milwaukee, Wisconsin, das nunmehr den Namen The Eddy Howard Orchestra trug. Der Pianist der Band Hil Radtke wurde sein Hauptarrangeur.[1] Die Band wurde durch häufige Engagements eine feste Größe im Aragon Ballroom in Chicago und auch durch dessen Radioübertragungen (Big Band Remotes) überregional bekannt. Howard war der regelmäßige Sänger bei It Can Be Done, Edgar A. Guests Radioprogramm 1941 auf NBC Blue Network von Mittwoch bis Freitag. Howards Orchester war u. a. in den NBC-Radiosendungen Carton of Cheer 1944 bis 1945 und The Sheaffer Parade 1947 bis 1948 zu hören. 1941 bis 1948 lief bei NBC die Sonntagnachmittagssendung The Eddy Howard Show.[2]

Die erste Nummer-eins-Single wurde 1946 „To Each His Own“ (Majestic Records, Katalognummer 7188 und 1070), welche 5 Wochen an der Spitze der Charts stand und 19 Wochen in den Verkaufscharts blieb. Der Song war eingebunden in den Kinofilm Mutterherz (im Original To Each His Own), der Olivia de Havilland und Drehbuchautor Charles Brackett einen Oscar einbrachte.

1949 unterschrieb Howard bei Mercury Records. Seine Popularität dauerte bis in die 1950er Jahre an mit Titeln wie „Maybe It’s Because“ und „Sin (It’s No) Sin“, welches Howards zweiter Nummer-eins-Hit wurde und über eine Million Platten verkaufte. Howard wurde hierfür mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Es wurde auch ein Millionenseller für The Four Aces. Howards letzter Hit wurde „Teen-Ager’s Waltz“, der Platz 90 in den Billboard Hot 100 1955 erreichte. 1952–53 war er auf CBS Donnerstag Abend 22:45 Uhr zu hören, mit weiteren Ausstrahlungen Dienstags um 22:00 Uhr 1955–56. Der Aufstieg der Rockmusik führte zum Niedergang von Howards Popularität.

Er starb im Schlaf an einer Hirnblutung im Mai 1963 im Alter von 48 Jahren. Er wurde im Desert Memorial Park in Cathedral City beerdigt. Howard war seit 1938 verheiratet mit Jane Howard, geb. Fuermann, und hatte eine Tochter (Lynn, * 1942) und einen Sohn (Eddy jr., *1948).

Howards Stern stieg wieder in den 1960ern als Teil des wiedererwachten Interesses an Bigbandmusik und der Radio-Ära-Nostalgie. Howards Saxophonist und Sänger-Bandleader Norman Lee erwarb die Rechte an der Nutzung des Namens Eddy Howard Orchestra und an den Band-Arrangements. Lee und das Orchester trat als Tanzorchester im gesamten Mittwesten der USA auf. Mit Hauptsitz in Wichita, Kansas tourten sie ausgiebig und nahmen unter eigenem Plattenlabel, Marian Records, auf. In den späten 1960er Jahren führte Lee das Orchester unter seinem eigenen Namen, es blieben aber etliche Howard-Standards in ihrem Repertoire. Nachdem Lee und seine Frau von einem ehemaligen Trompeter der Band ermordet worden war, wurde das Orchester in den späten 1970er Jahren aufgelöst.

Howard erhielt einen Stern am Hollywood Walk of Fame (6724 Hollywood Boulevard).

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chart-Position
US-Charts
1941 Remember Pearl Harbor
1946 To Each His Own 1
The Rickety Rickshaw Man 6
(I Love You) For Sentimental Reasons 2
My Best to You 17
1947 The Girl That I Marry 23
My Adobe Haçienda 2
Heartaches 11
I Wonder, I Wonder, I Wonder 2
Ragtime Cowboy JoeA 16
Kate (Have I Come Too Early, Too Late) 7
An Apple Blossom Wedding 9
1948 Now Is the Hour (Maori Farewell Song) 8
Just Because 20
Put ’em in a Box, Tie ’Em with a Ribbon, and Throw ’Em in the Deep Blue Sea 23
(I’d Like to Get You on a) Slow Boat to China 6
Dainty Brenda Lee 27
1949 Candy Kisses 20
Love Me! Love Me! Love Me! 24
Red Head 29
Room Full of Roses 4
Yes, Yes, in Your Eyes 21
Maybe It’s Because 9
Tell Me Why 25
1950 Half a Heart Is All You Left Me (When You Broke My Heart in Two) 28
Rag Mop 24
American Beauty Rose 21
To Think You’ve Chosen Me 9
1951 A Penny a Kiss – A Penny a Hug 14
The Strange Little Girl 28
What Will I Tell My Heart 27
(A Woman Is a) Deadly Weapon 22
Sin (It’s No Sin) 1
1952 Stolen Love 11
Wishin’ 17
Be Anything (But Be Mine) 7
Auf Wiederseh’n Sweetheart 4
Mademoiselle 14
I Don’t Want to Take a Chance 26
It’s Worth Any Price You Pay 11
1953 Gomen-nasai 17
1954 Melancholy Me 16
1955 Teenager’s Waltz 90
  • ARagtime Cowboy Joe erreichte auch Platz 5 in den Billboard Country Singles.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://stevensorchestra.tripod.com/id55.html Stevens Orchestra Project
  2. http://www.otrrpedia.net/getpersonF.php?PN=3049 OTTRpedia: Eddy Howard