Edgar Moreau

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Edgar Moreau

Edgar Moreau[1] (* 3. April 1994 in Paris) ist ein französischer klassischer Cellist.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Edgar Moreau wurde am 3. April 1994 in Paris geboren.[2][3] Als Sohn von Antiquitätenhändlern begann er mit 4 Jahren Cello zu spielen, nachdem er auf einem Stadtrundgang mit seinem Vater in einem Antiquitätengeschäft Cellospiel gehört hatte.[4] Im Alter von sieben Jahren lernte er Klavier. 2010 wurde er am Konservatorium von Boulogne-Billancourt hierfür mit einem Preis ausgezeichnet. Nach dem Unterricht bei Xavier Gagnepain führte er seine Studien am Nationalen Konservatorium für Musik und Tanz in Paris in der Cello-Klasse von Philippe Muller und in der Kammermusikklasse von Claire Désert fort.

Mit 15 Jahren gewann er den Jugendpreis beim Rostropovich-Wettbewerb und mit siebzehn Jahren den zweiten Preis beim Internationalen Tschaikowski-Wettbewerb. Im Jahr 2013 unterschrieb er einen exklusiven Vertrag mit dem Label Erato. 2014 wurde seine erste Aufnahme, ein Recital von Cello- und Klavierstücken, die er zusammen mit Pierre-Yves Hodique eingespielt hatte, veröffentlicht. Er erhielt die Auszeichnungen Révélation soliste instrumental de l'année (Instrumentalsolist-Entdeckung des Jahres 2013) bei der Victoires de la musique classique 2013 und Soliste instrumental de l'année (Instrumentasolist des Jahres) 2015.[5] Von 2015 bis 2018 gehörte Moreau zu den Jungen Wilden des Konzerthauses Dortmund.[6] Am 27. November 2015 führte er die Sarabande der zweiten Suite von Jean-Sebastien Bach anlässlich Gedenkfeier für die Opfer der Anschläge vom 13. November 2015 in Paris auf.[7] 2019 veröffentlichte Moreau das Album „Offenbach, Gulda“. Auf diesem Album spielte er unter anderem Jacques Offenbachs „Grand Concerto G-Dur“ ein, das bisher nur 2006 von dem Cellisten Jérôme Pernoo aufgenommen wurde.[8] Diese Neueinspielung ist eine Art Referenzaufnahme für dieses Offenbachsche Konzert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Bemerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Artikel ist eine Übersetzung des gleichlautenden Artikels der französischsprachigen Wikipedia.
  2. Marie-Aude Roux: L'archet prodige d'Edgar Moreau. Le Monde, 10. Mai 2013, abgerufen am 2. März 2019 (französisch).
  3. franceinter.fr: Edgar Moreau. Abgerufen am 2. März 2019 (französisch).
  4. Edgar Moreau, le violoncelle au corps. In: Le Temps. 4. September 2015, abgerufen am 2. März 2019 (französisch).
  5. francemusique.fr: Palmarès 2015 des Victoires de la Musique Classique. 3. Februar 2015, abgerufen am 2. März 2019 (französisch).
  6. Konzerthaus Dortmund: Kammerkonzert »Junge Wilde« – Edgar Moreau. Abgerufen am 2. März 2019.
  7. youtube.com: Hommage national : Edgar Moreau joue Bach. 27. September 2015, abgerufen am 2. März 2019 (französisch).
  8. SWR2-Treffpunkt Klassik – Neue CDs, 24. Februar 2019, 12:30 Uhr.