Efraim ben Jakob

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Efraim (Ephraim) ben Jakob ben Kalonymos aus Bonn, auch Efrayim Ben-Yaʻaqov (* 1132 oder 1133;[1] † 1200 oder 1221[2]) war Rabbiner, Chronist, Talmudist und liturgischer Dichter.

Leben[Bearbeiten]

Er war der Sohn des Juden Jakob in Bonn, Enkel des Kalonymos[3] und Bruder von Kalonymos ben Jakob und Hillel ben Jakob.

Efraim war ein Schüler des Rabbiners Efraim ben Isaak.[4] Er schrieb u. a. über die Judenverfolgungen in Deutschland, England und Frankreich während des zweiten Kreuzzugs (1147), berichtete über die Judenmassaker von Blois (1171), York (1189–1190) und London (1190).

Er war Nachfolger des Rabbiners Joel ben Isaac ha-Levi in Bonn, lehrte aber auch in Mainz und Speyer.[5]

Literatur[Bearbeiten]

  • Avrāhām Mē'îr Haberman: Efraim ben Jakob ben Kalonymos aus Bonn. 1970.
  • Jakob Freimann: Artikel EFRAIM ben JAKOB aus BONN. In: Jüdisches Lexikon. Berlin 1927, Band II.
  • Hans-Georg von Mutius: Der Pijjut «Äl Ächad Jachid» des Ephraim von Bonn. Ein Kurzbeitrag zur Theologie und Frömmigkeit der Juden im mittelalterlichen Rheinland. In: Judaica. 37 (1981), S. 65–69.
  • Josef Niesen: Ephraim ben Jakob. In: Bonner Personenlexikon. 2. Auflage. Bouvier-Verlag, Bonn 2008.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Efraim ben Jakob in der Jewish Encyclopedia
  2. Die Deutsche Nationalbibliothek nennt wie andere Quellen das Todesjahr 1221.
  3. Er dürfte ein Nachfahre der Familie der Kalonymiden gewesen sein.
  4. Gerhard Krause: Theologische Realenzyklopädie. Band 26, Verlag de Gruyter, 1996, ISBN 3-11-015155-3, S. 638. (Auszug)
  5. Kurzeintrag in The Blackwell Dictionary of Judaica