Einspelzige Sumpfbinse

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Einspelzige Sumpfbinse
Einspelzige Sumpfbinse (Eleocharis uniglumis)

Einspelzige Sumpfbinse (Eleocharis uniglumis)

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Sauergrasgewächse (Cyperaceae)
Gattung: Sumpfbinsen
Art: Einspelzige Sumpfbinse
Wissenschaftlicher Name
Eleocharis uniglumis
(Link) Schult.

Die Einspelzige Sumpfbinse (Eleocharis uniglumis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Sumpfbinsen (Eleocharis) innerhalb der Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blütenstand mit dem einzigen Ährchen

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einspelzige Sumpfbinse wächst als überwinternd grüne, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von bis zu 40 Zentimetern. Sie bildet dunklen, blaugrünen Stängel aus, der nicht leicht zusammendrückbar ist. Im trockenen Zustand weist er dünne Furchen auf. Die unteren Blattscheiden sind gelb- oder rotbraun gefärbt. Sie bildet zudem unterirdische Rhizomausläufer aus.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blütezeit reicht von Mai bis August. Endständig auf dem Stängel befindet sich ein einziges Ährchen. Das Ährchen ist bei einer Länge von 5 bis 20 Millimetern länglich spitz und enthält 10 bis 30 Blüten. Eine Blüte besitzt meist vier, manchmal rudimentäre Perigonborsten. Der Griffel ist am Grund verdickt und endet in zwei Narben.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 46, aber auch 40, 42, 50, 54, 56 oder 80.[1]

Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Einspelzigen Sumpfbinse handelt es sich um einen helomorphen Hydrophyten.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einspelzige Sumpfbinse wächst in feuchten bis nassen, teils überfluteten Großseggenrieden, Röhrichten, Quell- und Niedermooren und oft auch ruderal. Sie ist zudem leicht salztolerant. An den Küsten ist sie relativ zerstreut, im Binnenland etwas häufiger. Ihre Bestände sind derzeit durch die Trockenlegung von Feuchtwiesen bedroht. Die Einspelzige Sumpfbinse hat ihr Hauptvorkommen in der Pflanzenformation der Kriech- und Trittrasen, der nährstoffarmen Moore und Moorwälder und der nährstoffreiche Gewässer.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstbeschreibung erfolgte 1820 unter dem Namen (Basionym) Scirpus uniglumis durch Johann Heinrich Friedrich Link. Die Neukombination zu Eleocharis uniglumis (Link) Schult. wurde 1824 durch Joseph August Schultes veröffentlicht. Eleocharis uniglumis gehört zusammen mit beispielsweise der Gewöhnlichen Sumpfbinse (Eleocharis palustris) und weiteren Arten zur weit verbreiteten Sammelartengruppe Eleocharis palustris agg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv. CD-ROM, Version 1.1. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2002, ISBN 3-494-01327-6.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe, Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 165.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Einspelzige Sumpfbinse (Eleocharis uniglumis) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien