Elac

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ELAC Electroacustic

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Rechtsform GmbH
Gründung 1. September 1926
Sitz Kiel, Schleswig-Holstein
DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Lars Baumann
Mitarbeiterzahl ca. 50 am Firmensitz
Branche Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik
Website www.elac.com

Die ELAC Electroacustic GmbH ist ein 1926 gegründetes Unternehmen aus Kiel.

Der Name ist die Abkürzung des ursprünglichen und eigentlichen Firmennamens „ELECTROACUSTIC GmbH“. Die Ursprünge des Unternehmens liegen im Bereich der Unterwasserakustik, ab 1948 wurde dies durch den Bereich Tonabnehmer und Plattenspieler ergänzt. Ab 1984 folgte die Herstellung von Lautsprechern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ELAC Receiver 4000T von 1969
ELAC Miracord Plattenspieler
ELAC-Tonabnehmersystem
Elac MW/UKW-Uhrenradio RD 50, Cockpit-Look, 1975–78
ELAC 310.i-Lautsprecher mit „JET“-Hochtöner

1899 Gründung des Unternehmens Neufeldt & Kuhnke, Kiel (später: Hagenuk), die 1906 von der deutschen Marine den Auftrag erhielt, Schallsender zu entwickeln, mit denen Morsezeichen ins Wasser gestrahlt werden können. 1911 wird die Signal Gesellschaft mbH durch Neufeldt und Kuhnke gegründet zur Entwicklung von Wasserschallanlagen (ab 1926 Electroacustic GmbH).[1] Am 1. September 1926 wurde im Amtsgericht Kiel die Unternehmensgründung der ELECTROACUSTIC GmbH eingetragen.

Auf eine starke Aufwärtsentwicklung des Betriebes, der sich vornehmlich auf Unterwasserschalltechnik, feinmechanisches Kriegsgerät sowie Zündelektronik für Minen spezialisiert hatte, folgte ein rascher Abschwung mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Nachdem während dieser Zeit mit der Herstellung von Gebrauchsgegenständen wie Nähmaschinen, Luftpumpen und Autozubehör die pure Existenz des Herstellers gesichert wurde, begann ab dem 14. Dezember 1948, dem Datum der Fertigstellung des ersten ELAC-Plattenspielers, ein Aufschwung. 1956 zählte ELAC zusammen mit Dual und Perpetuum-Ebner zu den deutschen Plattenspielerherstellern von Weltgeltung. Als Nebenprodukt ließ ELAC in den 1970er Jahren zeitweise auch Uhrenradios und andere HiFi-Geräte herstellen. In den 1970er-Jahren verließen bis zu eine Million Plattenspieler jährlich die Fabrikhallen dabei arbeiteten etwa 3.000 Menschen bei ELAC.[2]

Wenngleich ELAC auch Produkte von Herstellern wie Sony in Deutschland vertrieb, führte auch der zunehmende Wettbewerb mit fernöstlichen Firmen der Unterhaltungselektronik letztendlich 1978 zum Konkurs. Danach wurde das Unternehmen in zwei Teile gespalten: Den Nautikbereich übernahm das amerikanische Unternehmen Honeywell, dann der amerikanische Konzern L3 Communications. Im Juni 2015 wurde dieser Bereich von der finnischen Wärtsilä Corporation übernommen. Wärtsilä verkaufte die Firma mit zuvor 127 Mitarbeitern Ende 2019 an die börsennotierte britische Firma Cohort.[3]

Aus dem Phonobereich ging das Unternehmen ELAC Ingenieurtechnik GmbH hervor, das sich einerseits mit Unterhaltungselektronik, andererseits mit der Herstellung von Industrierobotern beschäftigt. L3 Communications ELAC Nautik GmbH gelang es, diesen Unternehmensteil erfolgreich weiterzuführen. Anders der Unterhaltungselektronik-Bereich: trotz Erfolge vor allem auf dem Plattenspieler- und Tonabnehmer-Sektor folgte hier 1981 das erneute Ende. Aus der Konkursmasse entstand die die ELAC Phonosysteme GmbH, die sich seither auf HiFi-Produkte und später auch auf Lautsprecher beschränkt. Seit Juli 1997 stellt ELAC nur noch Lautsprecher her, die Tonabnehmerabteilung wurde aufgelöst. Seit September 1998 existiert die Firma als ELAC Electroacustic GmbH.

Am 1. Juli 2016 kehrte ELAC in die Fraunhoferstraße 16, an die alte Wirkungsstätte zurück, an der sie bis 1978 auf dem heutigen Gelände des Wissenschaftsparks und der Universität ansässig war. Das Unternehmen beschäftigte 2017 rund 40 Mitarbeiter. Die Produktion der Geräte findet größtenteils in China statt.[2]

Unternehmensstrategie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ELAC wirbt mit „Made in Germany“ und setzt nur von oder für ELAC entwickelte Lautsprecherchassis ein. Viele Patente schützen das ELAC-Know-how. Die Exportquote beträgt 40 Prozent (Stand 2010).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Behm-Chronik. Abgerufen am 28. Mai 2019.
  2. a b Helmut Martin-Jung: Zukunftsmusik. In: sueddeutsche.de. 2015, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 28. Mai 2019]).
  3. Jördis Merle Früchtenicht: Wärtsilä verkauft Kieler Elac Nautik, Kieler Nachrichten, 2019-12-12