Elektrizitätswerke des Kantons Zürich

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
EKZ (Elektrizitätswerke des Kantons Zürich)

Logo
Rechtsform Öffentlichrechtliche Anstalt
Gründung 1908
Sitz Zürich, Schweiz
Leitung Urs Rengel
(CEO)
Ueli Betschart
(VR-Präsident)
Mitarbeiterzahl 1353 (30. September 2016)
Branche Stromversorgung
Website www.ekz.ch

Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich mit Sitz in Zürich sind ein Schweizer Energieversorgungsunternehmen. Sie beschäftigen rund 1400 Mitarbeitende und verfügen über ein 14‘876 Kilometer langes Leitungsnetz. Sie sind eine selbständige Anstalt des kantonalen öffentlichen Rechts. Im Geschäftsjahr 2016/17 setzten die EKZ total 5492 Gigawattstunden Strom ab, zum grössten Teil im Kanton Zürich. Die EKZ decken rund 9 % des gesamtschweizerischen Strombedarfs ab.[1][2]

Geschäftsergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Geschäftsjahr 2016/17 erreichten die EKZ einen Unternehmensgewinn von 58.6 Millionen Franken bei einem Umsatz von 740.7 Millionen Franken. Der EBIT lag bei 81.6 Millionen Franken (Vorjahr 70.5 Millionen Franken) und das Finanzergebnis erreichte 14.2 Millionen Franken.[1]

Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die EKZ engagieren sich für die Umsetzung der Energiestrategie 2050 des Bundes. Dazu gehören innovative Projekte wie das Smart Grid Labor (zu dem auch der grösste Batteriespeicher der Schweiz in Volketswil gehört), die Solartestanlage auf der Totalp oberhalb von Davos, das Solar-Testdach in Dietikon, der Smart City Tower in Wädenswil, Ladestationen für Elektroautos an Strassenleuchten und das verkehrsbeobachtende Licht in Urdorf, das 2018 mit einem Watt d’Or in der Kategorie Energietechnologien ausgezeichnet wurde.[3]

Stromproduktion und Beschaffung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die EKZ produzieren in ihren drei Wasserkraftwerken (Waldhalde, Pfungen und Dietikon) rund 30 Gigawattstunden Strom pro Jahr. Die 64 Photovoltaikanlagen der EKZ haben im Geschäftsjahr 2016/2017 8.5 Gigawattstunden Strom produziert. Den Grossteil der Energie beschaffen die EKZ auf dem freien Markt. Die Stromtarife gehören zu den günstigsten in der Schweiz.[4]

Gemeinwirtschaftliches Prinzip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die EKZ operieren nach einem gemeinwirtschaftlichen Prinzip. Im Geschäftsjahr 2016/17 betrug der Kundenbonus 29.5 Millionen Franken. Ausserdem wurden den direkt versorgten Gemeinden freiwillige Ausgleichsvergütungen in der Höhe von insgesamt 11.5 Millionen Franken ausgerichtet.[1]

Geschäftsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die EKZ hat folgende Geschäftsfelder:

  • Energie: Energiebeschaffung, Vertrieb, Produktentwicklung und Energieberatung
  • Energiecontracting: Wärme- und Kälteversorgung ohne finanzielle und technische Risiken für den Kunden
  • Erneuerbare Energien: Produktionsaufbau von erneuerbaren Energien im In- und Ausland (siehe auch EKZ Renewables AG)
  • EKZ Eltop: Elektroinstallationen, Gebäudeautomation, Telematik, „Smart Home“, mit über 30 Filialen im ganzen Kanton Zürich; die Eltop operiert ab 1.10.18 als eigene Aktiengesellschaft
  • Netz: Energieverteilung: Planung, Bau und Unterhalt der Netzinfrastruktur
  • Netzdienstleistungen: Dienstleistungen für Verteilnetzinfrastrukturen von EVU

Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur EKZ-Gruppe gehören diverse Tochtergesellschaften, an denen das Mutterunternehmen EKZ mehr als 50 % der Stimmrechte hält oder mit denen vertragliche Vereinbarungen vorliegen:

  • Die Certum Sicherheit AG führt Sicherheitsprüfungen an elektrischen Niederspannungsinstallationen durch, bietet Weiterbildungskurse an und berät Kunden zu Fragen um Strom. Die EKZ sind mit 70 % an der Certum beteiligt.
  • Die EKZ Einsiedeln AG ist zu 100 % im Besitz der EKZ und hat von diesen die Aufgaben als Verteilnetzbetreiberin im Bezirk Einsiedeln übernommen. Der EKZ Einsiedeln AG gehören das gesamte Stromverteilnetz im Bezirk Einsiedeln, die Unterwerke Einsiedeln und Freienbach sowie das Installationsgeschäft von EKZ Eltop in Einsiedeln.
  • Die EKZ GETEC AG gehört zu 50 % der EKZ. Sie plant, finanziert und baut für Industriekunden, Dienstleistungsbetriebe und öffentliche Einrichtungen Contracting-Anlagen. Mit ihren Grossanlagen stellt sie Prozessenergie wie Wärme, Kälte, Dampf, Strom, Druckluft oder andere Energieformen bereit.
  • Die EKZ Renewables AG ist zu 100 % im Besitz der EKZ. Sie erwirbt und hält im Ausland Beteiligungen an Energieerzeugungsanlagen, die erneuerbare Energie produzieren. Sie sucht Investitionsmöglichkeiten im nahen Ausland. Der Fokus liegt dabei auf den Bereichen Windenergie (Onshore), solarthermische Kraftwerke und Photovoltaik.
  • Die Enpuls AG betreut für die EKZ den Meter-to-Customer-Prozess, vom Zähler über die Abrechnung bis hin zum Kundendienst. Enpuls gehört zu 100 % den EKZ und bietet Dienstleistungen ums Zählen, Messen, Verrechnen und den Kundendienst schweizweit an.

Die EKZ sind an verschiedenen Unternehmen beteiligt. Zu den wichtigsten Beteiligungen gehören Repower (29,8 %) und die Axpo (18,4 %; wobei der Kanton Zürich mit weiteren 18,34 % an der Axpo beteiligt ist).

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c EKZ Geschäftsbericht 2016/17
  2. Gesamtenergiestatistik Bundesamt für Energie BFE
  3. a b EKZ erhält Preis für verkehrsbeobachtendes Licht in Urdorf, Blick online vom 11. Januar 2018, abgerufen am 21. Februar 2018
  4. Strompreis-Webseite der ElCom

Koordinaten: 47° 22′ 2,4″ N, 8° 32′ 11,9″ O; CH1903: 682936 / 246856