Elisabethenflut 1421

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Die Elisabethenflut 1421 auf einem Gemälde von ca. 1490–1495

Die Zweite Elisabethenflut (niederländisch Sint Elisabethsvloed) war eine Sturmflut vom 18. bis 19. November 1421, die das Gebiet der heutigen Niederlande betraf. Die Fluten wurden zu dieser Zeit nach den Namenstagen von Heiligen oder kirchlichen Feiertagen benannt. Auch die Erste Elisabethenflut im Jahre 1404 ereignete sich an einem 19. November.

In der Nacht vom 18. auf den 19. November drückte ein schwerer Sturm aus Nordwest viel Wasser nach Zeeland und Holland. Die Deiche brachen, 72 Dörfer wurden überflutet und 2.000 bis 10.000 Menschen starben.

Die Flut trennte auch die Städte Geertruidenberg und Dordrecht, die sich kurz zuvor noch im Krieg miteinander befanden. Es wird angenommen, dass deshalb die Deiche in schlechtem Zustand waren. Dordrecht lag nach dem Sturm auf einer Insel.

Nach der Flut war man nicht mehr in der Lage, die Gebiete wieder trockenzulegen. So entstand im Laufe von Jahrzehnten das breite Hollands Diep und das Sumpfgebiet „de Biesbosch" („Binsenwald“), heute ein Nationalpark.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: 1421 flood in the Netherlands – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien