Elsa Reger

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Elsa Reger (geboren am 25. Oktober 1870 in Kolberg als Elsa von Bagenski; gestorben am 3. Mai 1951 in Bonn) war die Frau Max Regers und gehörte zu seinen Nachlassverwaltern. Sie trat auch als Autorin ihrer Autobiografie hervor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elsa kam als Tochter des Kolberger Hauptmanns Ernst von Bagenski[1] und dessen Frau Auguste von Seckendorf-Aberdar zur Welt.

Sie heiratete 1887 den Offizier Ernst von Bercken, von dem sie sich um 1899 scheiden ließ. 1893 lernte sie Max Reger bei einem Sommerurlaub in Wiesbaden kennen, wo sie bei ihm Gesangsunterricht nahm. Bei einem Besuch 1899, als Reger um sie warb, wurde er von ihr jedoch zunächst abgewiesen.

Mehrere Jahre später traf sie Max Reger in München bei einem Konzert wieder und erlaubte ihm nun, um sie zu werben. Sie heiratete ihn schließlich am 7. Dezember 1902 in Bad Boll. Da sie geschieden und Protestantin war, hatte dies die Exkommunikation Regers zur Folge.[2] Ihre Mutter Auguste unterstützte den Heiratsentschluss und zog sogar zu ihr nach München, wo sie 1904 starb. Elsa folgte dem langsam bekannt werdenden Komponisten nach Leipzig, Meiningen und Jena und betreute als Regermutter die Schüler ihres Gatten. Getrübt wurde die Ehe jedoch durch Max Regers Alkoholismus, mit dem er den Rest seines Lebens kämpfte. Das Paar adoptierte zwei Töchter: Marie-Marta Heyer (* 1905, adoptiert 1907) als Christa Reger und später Selma Charlotte Meinig als Lotti Reger (* 1905).

Nach Regers Tod an einem der üblichen Unterrichtstage in Leipzig kümmerte sich Elsa weiterhin um die adoptierten Töchter, beteiligte sich aber auch intensiv daran, das Gedenken ihres Mannes zu ehren. Sie setzte sich unmittelbar nach seinem Tod für die Gründung des Max-Reger-Archivs ein, gab 1930 ihre Autobiographie Mein Leben mit und für Max Reger heraus, veröffentlichte seine gesammelte Korrespondenz und bereitete die Herausgabe seines Werks vor. Sie gründete ferner 1947 die Max-Reger-Stiftung und das Max-Reger-Institut.

Die Urne mit Regers Asche bewahrte sie zunächst zu Hause in Jena auf. Nachdem Elsa Reger in Weimar wohnte, wurde diese dort bestattet und schließlich zum 14. Todestag auf den Münchner Waldfriedhof überführt. Ihr eigener Wunsch war es, auf dem Alten Bonner Friedhof nahe Clara Schumann und Beethovens Mutter beerdigt zu werden, dies wurde 1951 erfüllt.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Antonius Lux (Hrsg.): Große Frauen der Weltgeschichte. Tausend Biographien in Wort und Bild. Sebastian Lux Verlag, München 1963, S. 386.
  2. Historisches Bonn: 3.5.1951: Todestag von Elsa Reger, abgerufen am 16. August 2015