Kołobrzeg

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Dieser Artikel behandelt die Stadtgemeinde; zur gleichnamigen Landgemeinde siehe Kołobrzeg (Landgemeinde), zum Landkreis siehe Powiat Kołobrzeski.
Kołobrzeg
Wappen von Kołobrzeg
Kołobrzeg (Polen)
Kołobrzeg
Kołobrzeg
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Westpommern
Landkreis: Kołobrzeg
Fläche: 25,67 km²
Geographische Lage: 54° 11′ N, 15° 35′ O54.176515.5752Koordinaten: 54° 10′ 35″ N, 15° 34′ 31″ O
Einwohner: 46.830
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 78-100 bis 78-106
Telefonvorwahl: (+48) 94
Kfz-Kennzeichen: ZKL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 11: Kołobrzeg → Bytom,
DW 102: Międzyzdroje → Kołobrzeg
DK 163: Kołobrzeg → Wałcz
Schienenweg: Koszalin–Goleniów
Szczecinek–Kołobrzeg
Nächster int. Flughafen: Stettin-Goleniów
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Fläche: 25,67 km²
Einwohner: 46.830
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 1824 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3208011
Verwaltung (Stand: 2015)
Bürgermeister: Janusz Gromek[2]
Adresse: ul. Ratuszowa 13
78-100 Kołobrzeg
Webpräsenz: www.kolobrzeg.pl



Kołobrzeg ([kɔˈwɔbʒεk] anhören?/i) (deutsch Kolberg, früher Colberg) ist eine Hafenstadt in der polnischen Woiwodschaft Westpommern. Kołobrzeg ist Sol- und Kurbad an der Ostsee. Die Einwohner leben vorwiegend vom Fremdenverkehr und von der Fischereiwirtschaft.

Geographie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt als Stadtgemeinde im Norden des Powiat Kołobrzeski direkt an der Ostseeküste, die hier den Charakter einer Ausgleichsküste hat.[3] In Kołobrzeg mündet nach 127 km Flusslauf der Fluss Parsęta (Persante). Östlich liegt Ustronie Morskie (Henkenhagen), westlich und südlich die Landgemeinde Kołobrzeg, die nicht zum Stadtgebiet gehört.

Das Stadtgebiet selbst erstreckt sich über ca. 1.800 Hektar und beinhaltet neben den stadttypisch bebauten Flächen ein Fluss-, Kanal- und Hafenareal, einen Küstenbereich und ein abwechslungsreiches Mosaik städtischer Parkanlagen, Naturparkflächen (z.B. der Park im. Jedności Narodowej/Park der nationalen Einheit am linken Ufer der Parsęta) und Brach- und Wiesenflächen, die teilweise Feuchtbiotopcharakter (z.B. Solne Bagno) haben.

Die Woiwodschaftshauptstadt Stettin (Szczecin) liegt etwa 150 Kilometer südwestlich von Kołobrzeg entfernt, zur nächsten größeren Nachbarstadt Koszalin (Köslin) sind es 41 Kilometer.

Klima[Bearbeiten]

Durchschnittliche Temperatur der letzten 20 Jahre (1990–2010)

Monat Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Mittelwert
Höchstwerte (tagsüber) [°C] 1 2 6 8 13 17 21 20 16 11 6 3 11 °C (tagsüber)
Tiefstwerte (nachts) [°C] −1 −1 1 3 7 11 13 13 10 6 2 0 5 °C (nachts)
Anzahl der Tage mit Niederschlag 20 15 15 13 12 12 14 11 14 15 18 19 178
Quelle: Weatherbase.com
Flagge von Kołobrzeg

Geschichte[Bearbeiten]

Pomoranische Vorgängersiedlung[Bearbeiten]

Hauptartikel: Budzistowo

Vom 9. Jahrhundert an bestand eine Siedlung, die der Ausbeutung der Salzquellen an der Mündung der Persante diente. Diese wurde zuerst in der Chronik Thietmar von Merseburgs unter dem Namen salsa Cholbergiensis - also etwa: Salz-Kolberg - erwähnt, und zwar als Sitz des Bischofs Reinbern im Jahre 1000. Mit dessen Vertreibung ging einige Jahre später das Bistum wieder unter. Im Jahre 1124 verkündete Bischof Otto von Bamberg in Kolberg das Christentum und weihte 1125 die Marienkirche ein. Mit der Gründung einer deutschen Stadt in der Mitte des 13. Jahrhunderts dann ging der Name Kolberg auf diese über. Die alte Siedlung bestand unter dem Namen Altstadt (heute auch polnisch Budzistowo) weiter.

Von der Gründung der deutschen Stadt bis zum Ende des Herzogtums Pommern[Bearbeiten]

Im Zuge der deutschen Ostsiedlung ließen sich deutsche Siedler etwa 2 km nördlich der bestehenden slawischen Siedlung nieder. Es entstand ein Ort mit regelmäßigem Grundriss und einer umlaufenden Mauer. 1248 tauschten Herzog Barnim I. und Bischof Wilhelm Kolberg und Stargard, das 1255 durch die Brandenburger Markgrafen Johann und Otto bestätigt wurde. 1255 erhielt die „neue“ Siedlung Kolberg von Herzog Wartislaw III. von Pommern und Bischof Hermann von Gleichen von Cammin das Stadtrecht nach Lübischem Recht.[4] Die weiter bestehende wendische Stadt verlor nach Verlegung des Domkapitels 1287 und der Marienkirche, dem späteren Kolberger Dom, in die neue Stadt 1282 ihre Bedeutung. Später Altstadt Kolberg genannt, blieb sie als Dorf erhalten und ist heute als Budzistowo eingemeindet. 1277 wurde Kolberg Teil des Stifts Cammin, des weltlichen Herrschaftsgebiets des Bischofs. Der Hanse, in der es bis 1610 blieb, gehörte Kolberg sicherlich bereits vor der ersten urkundlichen Erwähnung der Zugehörigkeit 1361 an. In dieser Blütezeit der Stadt waren die Salzproduktion, der Salzhandel und der Fischfang die Haupteinnahmequellen Kolbergs und brachten großen Wohlstand. Seit Anfang des 14. Jahrhunderts als Hansestadt besaß Kolberg ein eigenes Münzrecht, das 1548 durch Kaiser Karl V. bestätigt wurde, als die Stadt ihm huldigte.

Für das Jahr 1261 lassen sich erste Spuren von jüdischen Bürgern nachweisen, ab dem 14. Jahrhundert siedelten einige jüdische Familien in der ul. Brzozowa (ehemalig: Judenstraße).[5] 1492/93 wurde der größte Teil der jüdischen Bevölkerung nach dem Sternberger Hostienschänderprozess vertrieben. Juden, die sich taufen ließen, durften vorübergehend bleiben, mussten aber im jüdischen Viertel zwischen der ul. Gierczak und der ul. Narutowicza (ehemalig: Linden- und Schlieffenstraße) wohnen und letztlich 1510 die Stadt ebenfalls verlassen. An diese Ghettoisierung erinnerte die deutsche Bezeichnung Enge Judengasse.[6] Bis 1812 war Kolberg neben Tempelburg die einzige Stadt in Hinterpommern, in der die feste Ansiedlung von Juden vom Magistrat und nach Protesten von christlichen Kaufleuten verhindert wurde. Juden war zwar ein konzessionierter Handel erlaubt, sie mussten aber jeweils nach spätestens 24 Stunden die Stadt wieder verlassen.[7][8]

1442 gab es einen Konflikt zwischen dem Bischof von Cammin Siegfried II. Bock und Kolberg, infolge dessen dieser die Stadt in einem Bündnis mit dem Herzog Bogislaw IX. belagerte. Siegfried II. hatte der Stadt verschiedene Hebungen, Pachten und andere Einnahmequellen verpfändet. Als er Ansprüche auf die Saline und den Hafen erhob, kam es zum offenen Konflikt, der bis 1468 in die Amtszeit Siegfrieds Nachfolgers Henning Iven fortgesetzt wurde. Kolberg wehrte alle Angriffe erfolgreich ab.[9]

Ab 1530 wurde in Kolberg die Reformation eingeführt, 1534 wurden die katholischen Einrichtungen in der Stadt durch Beschluss des Stadtrates aufgehoben.

Im 17. Jahrhundert entvölkerte sich Kolberg durch die Pest und den Dreißigjährigen Krieg mit seinen Auswirkungen. 1627 besetzten kaiserliche Truppen die Stadt und befestigten sie. 1631 eroberten die Schweden Kolberg nach fünfmonatiger Belagerung.

Kolberg in Brandenburg-Preußen[Bearbeiten]

Festung Kolberg 1776 Panorama
Altes Rathaus von 1832
Kolberg Ende des 19. Jahrhunderts

Hinterpommern und damit auch die Stadt Kolberg kamen mit dem Westfälischen Frieden 1648 an Brandenburg-Preußen, wurde aber erst nach Vereinbarung des Stettiner Grenzrezesses 1653 vom Königreich Schweden herausgegeben. Noch im Jahre 1653 wurden in Kolberg die obersten Landesbehörden für das nun brandenburgisch gewordene Hinterpommern eingerichtet, darunter die neue Pommersche Regierung, die Kammer, das Hofgericht und das Pommersche und Camminsche geistliche Konsistorium.[10] Ebenfalls 1653, also relativ spät, erhielt Kolberg seine erste Buchdruckerei.[11] 1669 wurden die Landesbehörden aus Kolberg nach Stargard in Pommern verlegt.[12]

Im Siebenjährigen Krieg, in dem Pommern ein Nebenkriegsschauplatz war,[13] wurde die Festung Kolberg 1758[14] und 1760 von den preußischen Truppen unter Oberst Heinrich Sigismund von der Heyde gegen die Russen erfolgreich verteidigt. Als während der viermonatigen dritten Belagerung eine schützende Besatzungsarmee unter Friedrich Eugen von Württemberg infolge einer Hungersnot abgezogen war, musste Heyden die Festung im Dezember 1761 dem russischen General Pjotr Alexandrowitsch Rumjanzew-Sadunaiski übergeben.[15] Von den schweren Zerstörungen, dem Rückgang der Einwohnerzahl von über 5000 auf unter 4000 und dem Verlust aller 40 Handelsschiffe erholte sich Kolberg erst nach 1800.

Während des Vierten Koalitionskrieges ereignete sich die Belagerung Kolbergs 1807 durch die Truppen Napoleons. Verteidigt vom Kommandanten Gneisenau, dem Freikorpsführer Schill und den Bürgern um den Bürgerrepräsentanten Nettelbeck, hielt sich die Festung bis zum Friedensschluss. Dieser Erfolg wurde kurz darauf zur Legende, die im politischen Kräftespiel des 19. und 20. Jahrhunderts verschiedene Formen annahm. Zuletzt diente sie 1944 als Vorlage für den nationalsozialistischen Propagandafilm „Kolberg“. 1812 wurde hier das Festungswachtschiff Colberg in Dienst genommen, das bis zu seiner Außerdienststellung im Dezember 1813 das einzige seiner Art blieb.

Nach der Neuorganisation der Kreisgliederung im preußischen Staat nach dem Wiener Kongress gehörte die Stadt Kolberg 1816 zum Kreis Fürstenthum im Regierungsbezirk Köslin in der preußischen Provinz Pommern. Mit Auflösung des Kreises Fürstenthum zum 1. September 1872 wurde Kolberg Sitz des Landrates Robert von Schröder (* 4. September 1807 Kolberg; † 11. August 1894 Lübchow) für den neuen Kreis Landkreis Kolberg-Körlin.

Mit den Preußischen Reformen verbesserten sich die Lebensbedingungen der Juden in Kolberg, ihnen wurde die Ansiedlung wieder erlaubt. Nachdem 1844 in der ul. Budowlana 28 (ehemalig: Baustraße) der Grundstein für die Synagoge gelegt worden war, wurde diese ein Jahr später eingeweiht. Das Gebäude wurde um 1900 durch einen Neubau ersetzt.[16] Von ca. 1865 bis 1925 war Dr. Salomon Goldschmidt Rabbiner von Kolberg.[17] Während der Reichspogromnacht wurde die Synagoge verwüstet, aber nicht angezündet, weil dadurch naheliegende Gebäude ebenfalls gefährdet gewesen wären. In der Folge wurde sie zu einem Eisenwarenlager umfunktioniert, der gesamte Straßenzug 1945 bei den Kämpfen um die Stadt vollständig zerstört und in der Nachkriegszeit mit Wohngebäuden bebaut.[18]

In Kolberg verbüßten bekannte Persönlichkeiten wie Adam Heinrich Dietrich Freiherr von Bülow (von Oktober 1806 bis Mai 1807), Friedrich Ludwig Jahn (Turnvater Jahn), Arnold Ruge und Martin von Dunin ihre Festungshaft. Kolberg war bis 1872 Festung, blieb aber weiterhin Garnisonstadt. Von Januar 1919 amtierte in Kolberg bis zu ihrer Auflösung im Juli 1919 die letzte Oberste Heeresleitung unter Paul von Hindenburg und Wilhelm Groener.

1891 wurde durch amtliche Festlegung die Schreibweise der Stadt mit K = Kolberg angeordnet, die sich schon seit Jahrzehnten eingebürgert hatte. Am 1. Mai 1920 verließ die Stadtgemeinde Kolberg den Kreis Kolberg-Körlin und bildete seitdem einen eigenen Stadtkreis.

Das 19. und frühe 20. Jahrhundert waren gekennzeichnet durch einen langen wirtschaftlichen Aufschwung, der sich vor allem auf den Bädertourismus stützte.

Kolberg zur Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Nach 1935 entstanden im Rahmen der Aufrüstung der Wehrmacht in Kolberg mehrere Kasernenkomplexe, der Fliegerhorst Kolberg sowie eine Torpedoschule.

Nach der Reichspogromnacht 1938 wurde 1940 bzw. 1942 die gesamte verbliebene jüdische Bevölkerung deportiert und ermordet.

Im November 1944 erklärte Adolf Hitler Kolberg zur Festung. Ende Januar 1945 trennte die Rote Armee in der Weichsel-Oder-Operation mit ihrem Großangriff in Richtung Berlin den Norden Pommerns vom Landesinneren ab. Befehlshaber der Stadt wurde am 14. Februar 1945 Oberst Fritz Fullriede. In der zweiten Etappe der Schlacht um Ostpommern rückte die nordwestlich operierende 1. Weißrussische Front gegen Kolberg und die 2. Weißrussische Front gegen Köslin vor. Am 5. März wurde Köslin erobert und damit die Ostsee erreicht, die deutsche Front dadurch gespalten. Ab 10. März kontrollierten die Truppen der 1. Weißrussischen Front die Ostseeküste von Kolberg bis zur Odermündung. Kolberg wurde seit dem 4. März belagert und hielt sich bis zum 18. März. In der Zwischenzeit war es gelungen, nahezu die gesamte Einwohnerschaft und viele Flüchtlinge (über 70.000 Menschen) auf dem Seeweg zu evakuieren.[19][20] Sowjetische und polnische Truppen besetzten die zu über 90 Prozent zerstörte Stadt.[21]

Nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Marienbasilika (früher Kolberger Dom)

Im Mai 1945 lebten nur noch etwa 2200 Deutsche in Kolberg, die später größtenteils vertrieben wurden. Deportationen und Enteignungen erfolgten auf Grundlage der von den deutschen Vertriebenenverbänden als Bierut-Dekrete bezeichneten Verordnungen des polnischen Staates.

1945 wurde die Stadt in Kołobrzeg umbenannt und von (zwangs-)umgesiedelten Polen aus den östlichen Landesteilen besiedelt. Mit dieser Besiedelung wurde die Stadt mit der vollständig zerstörten Infrastruktur wiederaufgebaut.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren in der Zeit des Stalinismus viele Bürger Kołobrzegs und vor allem die Mitglieder der Polnischen Heimatarmee Repressalien ausgesetzt, sie wurden von Angehörigen des NKWD in Gulags verschleppt und auch dort zum Teil ermordet, weil Teile von ihnen sowohl die deutschen, als auch die sowjetischen Truppen bekämpften. Ihnen zu Ehren gibt es ein Denkmal auf dem städtischen Friedhof.

2000 wurde von der Stadt Kolberg ein deutsches Lapidarium mit den noch auffindbaren deutschen Grabsteinen zum Gedenken der früheren deutschen Bevölkerung errichtet und unter Beteiligung des deutschen Heimatkreises eingeweiht. Wenig später wurde ein jüdisches Lapidarium eingerichtet. Seit 2000 gedenken polnische und deutsche Kriegsveteranen gemeinsam am Jahrestag der „Beendigung der Kämpfe um Kolberg“ am 18. März 1945 und ihrer Opfer. Im März 2005 wurde auf Initiative der polnischen Veteranen ein dreisprachiges Ehrenbuch der in Kolberg gefallenen sowjetischen, polnischen und deutschen Soldaten und Volkssturmleute herausgegeben.

In den letzten Jahren sind im Kurviertel, durch einen schmalen Waldgürtel von der Ostsee getrennt, viele Kurhotels entstanden, inzwischen über 20 Einrichtungen. Die zahlreichen Kurgäste und Touristen kommen vor allem aus Skandinavien und Deutschland.

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten]

Nach der Niederlegung der Festungswälle hatte sich die Bevölkerung um das Jahr 1900 auf über 20.000 beinahe verdoppelt. Im 19. Jahrhundert war in Kolberg eine polnische und jüdische Minderheit entstanden, deren Anteil 1900 bei 2 %[22] bzw. 1,5 % lag.

 Jahr  Bevölkerung (Unterteilung nach Religion)
 Gesamt   Protestanten   Juden   Katholiken 
1740 5.027[23]   0  
1784 4.189[24]   0  
1791 4.259[25]   0  
1794 4.319[26]   0  
1812     0[27]  
1816     40[27]  
1820 5.554[28] 5.503 48[29]  
1831     117[27]  
1840     133[27]  
1849     159[27]  
1850 ca. 8.000[30]      
1860     178[27]  
1862 10.082[28] 9.781 (7 Altlutheraner[29]) 202  
1870/71     280[27]  
1875 13.537[31]      
1880 16.027[31]      
1885 16.557[31]   347  
1895     369[27]  
1900 20.200[32]   349 786
1909     450[27]  
1925 30.115[31] 28.482 290 (255[27]) 836
1932     214[27]  
1933 33.735[31] 32.142 197 871
1938     132[27]  
1939 33.580[31] 30.925 81 (85[27]) 1.057
1960 ca. 17.000      
2006 ca. 44.000      
2014 ca. 47.000      

Die Solequellen[Bearbeiten]

Eingefasste Solequelle auf der Salzinsel

Kołobrzeg verfügt über Vitriolhaltige Quellen mit einer verhältnismäßig schwach gesättigten ca. 6-prozentigen Sole - in Lüneburg wird beispielsweise gesättigte Sole mit 25 Prozent Salzgehalt gewonnen. Die Salzproduktion bedingte die Besiedelung des Ortes und den späteren Reichtum der Stadt.[33] Auf die Geschichte von Kołobrzeg bzw. Kolberg als Salzstadt weisen die ehemaligen deutschen Orts- bzw. Straßenbezeichnungen wie Salzberg, Siederland, Gradierstraße und Pfannschmieden hin.[34] Waren die Salzquellen und die Anlagen zur Salzherstellung zunächst beiderseits der Parsęta gelegen, wurde das Salz später vorwiegend auf der Salzinsel gewonnen.[35] Diese wird vom Hauptlauf der Parsęta und dem Kanał Drzewny (Holzkanal) umflossen. In einer Beschreibung des 18./19. Jahrhunderts wurden sie wie folgt verortet:

„Die Salzquellen … liegen vor dem Münder Thore auf dem Zillenberge, diesseits der Persante,[36] nahe bei einander. Nicht weit von der Mündung des Hafens stehen auf dem Salzberge 17 siedende und 8 wüste Kothen, nebst einem allgemeinen Siedhause, wovon eine siedende Kothe mit der Pfanne 4600 Rthlr. und eine wüste Kothe 1800 Rthlr. geschätzt wird.“

Johann Georg Krünitz: Oeconomische Encyclopädie (1773–1858)[37]

Um das Jahr 1000 wurde Colberger Salz überregional u.a. nach Polen verkauft, da der eigene Bedarf gering war. Ab dem 12. Jahrhundert wurden die Salzkoten und Pfannen durch die pommerschen Herzöge an kirchliche Institutionen verliehen. Die Klöster transportierten das Salz zunächst für den Eigenbedarf ab, während sie später ihre Salzgerechtsame gegen Geld abtraten und diese damit in bürgerliche Hände kamen. Ab 1255 ging die Aufsicht und der Betrieb der Saline auf den Rat und die Bürger über. Kolberger Salz wurde im 15. Jahrhundert sowohl auf dem Seeweg in den benachbarten Küstenstreifen als auch auf dem Land- und Flussweg nach Polen, in das pommersche Hinterland, die Neumark und in die Mark Brandenburg ausgeführt. 1473 waren Bewohner von Rügenwalde (heute: Darłowo), Stettin, Stargard (heute: Stargard Szczeciński), Schivelbein (heute: Świdwin), Belgard (heute: Białogard) finanziell an den Salinen beteiligt, wie das Kotbuch und das Stadtbuch notieren.[34]

Die Quellen wurden am Anfang des 19. Jahrhunderts wegen ihres verhältnismäßig niedrigen Salzgehaltes, des daraus resultierendem hohen Holzbedarfs und dessen Mangel zum Sieden des Salzes und der Konkurrenz des Steinsalzes nicht mehr intensiv ausgebeutet.[37] Heute befindet sich auf der Salzinsel eine mit Stein eingefasste Quelle, aus der die Sole aus einem Metallrohr fließt.[38]

Kultur und Sport[Bearbeiten]

Regionales Kulturzentrum am Park Teatralny

Regionales Kulturzentrum[Bearbeiten]

Das regionale Kulturzentrum der Stadt (Regionalne Centrum Kultury w Kołobrzegu) am Park Teatralny organisiert Veranstaltungen aus verschiedenen Kulturbereichen. Ausstellungen finden im Zentrumsgebäude statt, in dem sich auch ein Café bzw. Internetcafé befindet.Für Musikkonzerte, kleinere Theater- oder Comedyaufführungen wird der angrenzende überdachte Bühnenbereich genutzt.[39]

Musik[Bearbeiten]

Seit 2003 wird Ende Juli das Sunrise-Festival veranstaltet, das einem Rave entsprechend der elektronischen Musik gewidmet ist und im Amfiteatr, an der Promenade und direkt am Strand stattfindet.[40]

Sport[Bearbeiten]

Die Stadt verfügt über zwei größere Sporthallen, die unter dem Begriff Milenium Sporthallen zusammengefasst sind: Die Ritterhalle für Basket- und Volleyballsport befindet sich im Zentrum von Kolobrzeg, die Sport- and Event-Arena MILENIUM bietet 1.306 Sitzplätze, Kommentatoren-Plätze sowie technische und sanitäre Einrichtungen, die lokale und internationale Messen, Ausstellungen, Konzerte, Kulturveranstaltungen sowie Feiern und Aufführungen ermöglichen.[41]

In Kołobrzeg ist die Basketballprofimannschaft Kotwica Kołobrzeg beheimatet. Der Verein spielt seit 2005 in der höchsten polnischen Liga.

Jedes Jahr wird im Juni ein Triathlon (bzw. ein Duathlon) veranstaltet, der von dem polnischen Energieversorger Enea gesponsert und als Enea Tritour vermarktet wird. Start und Ziel ist am Leuchtturm der Stadt. 2015 gingen rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Start.[42][43]

Kołobrzeg ist möglicher Endpunkt für Kanutouren auf der Parsęta und kann Station beim Küstenpaddeln auf der Ostsee sein.

Von 1921 bis 1945 bestand in Kolberg der Sportverein Viktoria Kolberg.

Zwischen 1926 und 1929 wurde um Kolberg viermal das Kolberger Bäderrennen, das in dieser Zeit zu den wichtigsten Motorradrennen Deutschlands zählte, ausgetragen.

Museen[Bearbeiten]

Im Museum der Geschichte der Stadt Kolberg, das im Braunschweigschen Haus untergebracht ist, werden archäologische Funde ausgestellt, die aus Grabungen in der Stadt und der Vorgängersiedlung Budzistowo stammen. Themenbereiche sind die Besiedlung Kolbergs mit der Ausbeutung der Salzquellen, die Geschichte der Festung Kolbergs und die Entwicklung der Stadt zum Kurort. Eine Etage ist Exponaten aus sieben Jahrhunderten deutscher Stadtgeschichte gewidmet, die während des Wiederaufbaus gefunden wurden. Zudem werden weitere, wechselnde Ausstellungen präsentiert.

Die Ausstellung des Museums der Geschichte des Polnischen Heeres und polnischer Waffen dokumentiert die Entwicklung des polnischen Heeres von den Piasten bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Sammlung des Museums präsentiert Militärtechnik in einer Halle und in einem Freigelände, unter anderem auch Flugzeuge und einen Panzer. Zudem ist ein Exemplar der deutschen Chiffriermaschine Enigma ausgestellt.

Das gotische Bürgerhaus aus dem 15. Jahrhundert wird nur zeitweise als Museum und zur Präsentation von Ausstellungen genutzt. Hauptsächlich dient es als Forschungsstätte und Lager.

Auf der Salzinsel besteht ein kleines Freilichtmuseum mit einem Kriegsschiff und weiterer Militärtechnik.

Im Keller des Leuchtturms von Kołobrzeg befindet sich das Natursteinmuseum. Dort werden Natursteinexponate unter anderem aus Marokko, Russland, Brasilien oder Madagaskar ausgestellt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Leuchtturm mit Bastion
Braunschweigisches Haus
Wiederaufgebaute Altstadtstraße
Der Platz 18 Marca

Nach der fast vollständigen Zerstörung der Stadt am Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gab es ab 1975 eine Wende in der Baupolitik. Ein Architekt entwarf ein Gesamtkonzept für die Innenstadt, die eine in Jahrhunderten „gewachsene“ Stadt darstellen sollte, mit Gebäudefronten und Giebeln verschiedener Stilrichtungen – statt größerer Plattenbauten. Die wenigen noch unzerstörten Gebäude (z. B. das „Braunschweigsche Haus“) wurden in die „Stadt-Komposition“ einbezogen.

  • Die katholische Marienkirche, der Kolberger Dom, wurde erstmals 1316 urkundlich erwähnt. Baubeginn der fünfschiffigen Hallenkirche im Stil der Backsteingotik war um 1300.[44] Auffällig ist der Turm, ein aus ursprünglich zwei Türmen zusammengemauertes Turmmassiv. Mit der Reformation diente die Kirche von 1531 bis 1945 der evangelischen Gemeinde. Das am Ende des Zweiten Weltkrieges stark beschädigte Bauwerk wird seit dem 1974 begonnenen Wiederaufbau von der katholischen Kirche genutzt und wurde 1986 von Papst Johannes Paul II. in den Rang einer Marienbasilika erhoben. Sehenswert sind ein siebenarmiger Leuchter (1327, 4 m hoch), das Taufbecken (1355), eine Schlieffenkrone (hölzerner Kronleuchter 1523) sowie zwei Schautafeln über den letzten evangelischen, deutschen Domgeistlichen Paulus Hinz, als Dank für die Rettung und Übergabe der Domschätze.
  • Das Rathaus wurde 1829 bis 1831 Ernst Friedrich Zwirner nach einem Entwurf Karl Friedrich Schinkels unter Einbeziehung der Reste des 1807 zerstörten gotischen Vorgängerbaus erbaut. Das 1860 vor dem Rathaus aufgestellte Denkmal König Friedrich Wilhelm III. von Friedrich Drake ist nach 1945 beseitigt worden.
  • Der Leuchtturm wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als eines der ersten Gebäude neu erbaut und ist heute ein Wahrzeichen der Stadt. Er befindet sich auf den Resten eines alten Forts zur Verteidigung des Kolberger Hafens, früher der eigenständige Ort Kolbergermünde, und am Ort des alten Lotsenamtes.
  • Das Braunschweigsche Haus ist benannt nach der angesehenen Kolberger Ratsfamilie von Braunschweig. Es entstand Mitte des 17. Jahrhunderts durch die Kaufmanns- und Reederfamilie Plüddemann und wurde 1808 umgebaut. Heute dient es als Stadtmuseum mit einer Ausstellung zur Stadtgeschichte Kolbergs.
  • Der mittelalterliche Luntenturm (Pulverturm)
  • Die 220 Meter lange Kolberger Seebrücke ist die zweitlängste Betonseebrücke in Polen, sie wurde 2015 nach vollständiger Sanierung wiedereröffnet.

Friedhöfe und Gedenkstätten[Bearbeiten]

  • Auf dem städtischen Friedhof (polnisch Cmentarz Komunalny) befinden sich neben den christlichen Gräbern verschiedene Gedenkstätten: Für die in der Zeit des Nationalsozialismus deportierten Juden, für die im Kampf um Kołobrzeg gefallenen sowjetischen Soldaten und für die in der Zeit des Stalinismus deportierten Polen und Mitglieder der polnischen Widerstandsbewegung.
  • Der alte jüdische Friedhof befand sich von 1812 bis zu seiner Zerstörung in der Reichspogromnacht 1938 im heutigen Park Teatralny. Heute sind dort wenige Grabsteine in einem Lapidarium wiederaufgestellt und ein Gedenkstein für die ehemalige jüdische Gemeinde errichtet, die 1940 in das Vernichtungslager Bełżec deportiert und ermordet wurde.
  • Der neue jüdische Friedhof befand sich in der ul. Koszalińska (ehemalig: Kösliner Straße) und wurde ebenfalls 1938 in der Reichspogromnacht verwüstet.[45]

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof
Fähre nach Bornholm (2011)

In Kołobrzeg wurden seit 2004 viele Infrastrukturprojekte mit Mitteln der Europäischen Union realisiert. Dazu gehören die Zufahrts- und städtischen Straßen, Brücken über die Parsęta und den Kanał Drzewny, die Strandwege, die Einrichtungen des Hafens und die Radwege.[46]

Kołobrzeg liegt an der Landesstraße 11 sowie den Wojewodschaftsstraßen 102 und 163.

Bahnverbindungen bestehen nach Szczecin (Stettin), über Koszalin (Köslin) nach Gdańsk (Danzig) und über Białogard (Belgard) nach Szczecinek (Neustettin).

Vom Kołobrzeger Hafen besteht eine Fährverbindung nach Nexø auf der dänischen Insel Bornholm, die in den Sommermonaten täglich verkehrt.

Durch Kołobrzeg führt der Ostseeküsten-Radweg (EuroVelo 10) (polnisch: Międzynarodowy szlak rowerowy wokół Bałtyku R-10). Der BTBP1 (Bike the Baltic – Pomerania 1) beginnt bzw. endet hier als regionaler Radweg.[47]

Die nächstgelegenen Flughäfen sind der ca. 44 km entfernte Koszalin Zegrze Airport und der ca. 80 km entfernte Szczecin-Goleniów Solidarność Airport. Der ehemalige Militärflughafen im ca. 9 km entfernten Bagicz (polnisch: Lotnisko Kołobrzeg-Bagicz) ist stillgelegt.

Hafen und Fischereiwirtschaft[Bearbeiten]

Der Hafen von Kolobrzeg hatte 2013 einen Warenumschlag von insgesamt 117.309 Tonnen, nach 170.608 Tonnen im Jahr 2012. Mit 69 % hat dabei Holz einschließlich Pellets und Hackschnitzeln den größten Anteil.[48] Im Jahre 1848 waren im Kolberger Hafen 19 Handelsschiffe beheimatet, 1929 verkehrten im Kolberger Hafen 998 Schiffe; der Güterumschlag betrug 111.127 Tonnen.[49]

Im erweiterten östlichen Hafenbereich liegen mehrere, Piratenschiffen nachempfundene Ausflugsboote, die touristische Rundtouren vor der Küste anbieten. Ein leichtes Kriegsschiff ist als Museum eingerichtet.

Der Fang der Flotte der Fischereigenossenschaft wird direkt im Hafen vermarktet und beinhaltet sowohl Frisch- als auch vor Ort zubereiteten Räucherfisch. Für den gekühlten Transport in Lastkraftwagen und die Verwendung in größeren Fangschiffen produziert eine Fabrik direkt im Hafen Eis.

Der Yachthafen wurde bis Ende 2011 vom Tourismusverband Westpommern mit Mitteln der Europäischen Union modernisiert.[50] Ein weiterer Bereich zwischen Yacht- und Fischereihafen wird aktuell (Stand Juni 2015) mit umfangreichen Baumaßnahmen neu erschlossen.

Kurz vor der Mündung der Parsęta ist ein Teil des Hafens auf der westlichen Seite Marinehafen (polnisch: Port wojenny) und militärisches Sperrgebiet. Hier liegen in der Regel leichte Kriegsschiffe der 8. Küstenschutz-Flottille (polnisch: Flotyllę Obrony Wybrzeża) der Polnischen Marine, die der Verteidigung der Küste dienen.

Tourismus[Bearbeiten]

Seebad Kolberg um 1910
Strand von Kołobrzeg (2011)

Weil Kolberg seit dem 19. Jhdt. sowohl See- als auch Moor- und Solebad war und die Betreuung der Gäste ein hohes Niveau erreichte, entwickelte es sich bis 1933 zu einem der größten deutschen Ostseebäder.[51][52] Die meisten Besucher kamen aus Berlin und dem mittleren und östlichen Deutschland. Verhältnismäßig hoch war mit (geschätzt) 5–8 % der Anteil polnischsprachiger Besucher auch aus Österreich und Russland. Für diese Besucher gab es zunächst in der Saison und seit etwa 1890 ganzjährig katholische Gottesdienste (veranstaltet in St. Martin) in ihrer Sprache. 1904 wurden 13.288 Kurgäste gezählt.

Ab 1933, zur Zeit des Nationalsozialismus, beschränkte sich der Tourismus vorwiegend auf Gäste im Rahmen der Organisation Kraft durch Freude, die eine ideologisch motivierte Freizeit- bzw. Urlaubsgestaltung zum Ziel hatte.

Heute bildet der Tourismus in Kołobrzeg vor allem in den Sommermonaten den stärksten wirtschaftlichen Zweig: Es stehen für Gäste eine Vielzahl von Unterkünften in allen Kategorien zur Verfügung und es gibt eine breite Palette touristischer Attraktionen.[53]

Bildung[Bearbeiten]

Eine Domschule wurde in Kolberg erstmals um 1300, möglicherweise schon vor 1250, genannt. Sie entwickelte sich später zum Lyzeum und bestand als Domgymnasium Kolberg bis 1945. Damit verbundenen war eine Realschule erster Ordnung sowie eine Höhere Töchterschule.[29]

In der Stadt befand sich bis 1854 eine der insgesamt fünfzehn Garnisonschulen der Preußischen Armee.[54] Diese wurde wegen zu geringer Inanspruchnahme und aufgrund des guten Zustandes der Kolberger Zivilschule 1854 vorübergehend aufgelöst,[55] jedoch später wiedereröffnet; um 1867 wurde sie von 260–270 Kindern beiderlei Geschlechts besucht.[29]

Kołobrzeg hat heute sechs Grundschulen, mehrere Mittelschulen (polnisch: Gimnazja) und Fachschulen für die Bereiche Technik, Wirtschaft/Hotelgewerbe, Soziales und (maritime) Schifffahrt. Daneben gibt es noch berufsbildende Schulen (polnisch: Szkoły policealne) für die Bereiche Volkswirtschaft/Gesundheitsmanagement, Betriebswirtschaft und eine Kunsthochschule für Musik.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

In der Liste von Persönlichkeiten der Stadt Kołobrzeg sind die in der Stadt geborenen Persönlichkeiten aufgeführt sowie solche, die ihren Wirkungskreis in Kołobrzeg hatten.

Partnerstädte[Bearbeiten]

Bad Oldesloe Deutschland, Schleswig-Holstein
Barth Deutschland, Mecklenburg-Vorpommern
Berlin-Pankow Deutschland, Berlin
Brüssel-Koekelberg Belgien
Feodossija Ukraine
Follonica Italien
Landskrona Schweden
Nexø Dänemark
Nyborg Dänemark
Pori Finnland
Simrishamn Schweden

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • anonym: Denkwürdigkeiten der drey Belagerungen Colbergs durch die Russen in den Jahren 1758, 1760 und 1761. Frankfurt/Leipzig 1763 (Volltext)
  • Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königlich Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. II. Teil, 2. Band: Beschreibung der zu dem Gerichtsbezirk der Königl. Landeskollegien in Köslin gehörigen Kreise. Stettin 1784, S. 462–497 (Volltext, ohne gefaltete Tafeln).
  • Hans-Jürgen Eitner: Kolberg. Ein preußischer Mythos 1807/1945. Berlin 1999.
  • Ulrich Gehrke: Vor 50 Jahren: Kolberg 1939 – letzte Saison im Frieden. Meldungen, Berichte und Anzeigen aus der Kolberger Zeitung von Mai bis September 1939, ergänzt durch 44 Abbildungen und Fotos. Hamburg 1989.
  • Peter Jancke: Kolberg. Führer durch eine untergegangene Stadt. Beiträge zur Geschichte der Stadt Kolberg und des Kreises Kolberg-Körlin, Band 34. Husum Verlag, Husum 2007, ISBN 978-3-89876-365-3.
  • Gustav Kratz (Bearbeiter): Die Städte der Provinz Pommern. Abriß ihrer Geschichte, zumeist nach Urkunden. Einleitung und Vorwort von Robert Klempin. Berlin 1865, S. 81–99 (books.google.de).
  • Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen. Teil III, Band 1. Anklam 1867, S. 39–162 (books.google.de).
  • Ostseebad Kolberg. In: Unser Pommerland, Jg. IX, H. 6.
  • Peter Johanek, Franz-Joseph Post (Hrsg.); Thomas Tippach, Roland Lesniak (Bearb.): Städtebuch Hinterpommern. Deutsches Städtebuch, Band 3, 2. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2003, ISBN 3-17-018152-1, S. 116–129.
  • Hieronym Kroczyński: Dawny Kołobrzeg. Das alte Kolberg. Wydawnictwo Le Petit Café, Kołobrzeg 1999.
  • Gottfried Loeck, Peter Jancke: Kolberg auf alten Landkarten. Ansichten und Stadtpläne aus sieben Jahrhunderten. Hamburg 2013, ISBN 978-3-927996-40-3.
  • H. Riemann: Geschichte der Stadt Kolberg. Aus den Quellen dargestellt. Kolberg 1924.
  • Staatsarchiv Stettin – Wegweiser durch die Bestände bis zum Jahr 1945 (bearbeitet von Radosław Gaziński, Pawel Gut und Maciej Szukała). Verlag Oldenbourg, München 2004, ISBN 3-486-57641-0, S. 302–308 (books.google.de).
  • Johannes Voelker: Die letzten Tage von Kolberg (4.–18. 3. 1945) (= Ostdeutsche Beiträge aus dem Göttinger Arbeitskreis; Bd. 12. Göttinger Arbeitskreis: Veröffentlichung Nr. 190). Holzner, Würzburg 1959.
  • Johann Friedrich Wachse: Historisch-diplomatische Geschichte der Altstadt Kolberg. Halle 1767 (books.google.de).
  • Johann Ernst Fabri: Geographie für alle Stände. Teil I, Band 4. Leipzig 1793, S. 507–518 (books.google.de).
  • Manfred Vollack: Das Kolberger Land – Seine Städte und Dörfer – Ein pommersches Heimatbuch. Husum 1999, ISBN 3-88042-784-4.
  • Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte Provinz Pommern – Stadt und Landkreis Kolberg-Körlin. 2006.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kołobrzeg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Kołobrzeg – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), archiviert vom Original am 7. Dezember 2014, abgerufen am 31. Dezember 2014.
  2. Website der Stadt, Prezydent Miasta Kołobrzeg, abgerufen am 7. Februar 2015
  3. Die Arbeit der Brandung – Prozesse an der Küste Exogene Prozesse im Zusammenhang mit der Gestaltung von Landschaft;abgerufen am 5. März 2015
  4. Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter. Erlangen 1863, S. 609 ff.
  5. Lage der von Juden bewohnten ul. Brzozowa auf Openstreetmap
  6. Kleine jüdische Geschichte des Ostseebades Kolberg, veröffentlicht am 6. Dezember 2012; abgerufen am 3. März 2015
  7. Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum; abgerufen am 4. März 2015
  8. Kolberg – Beschreibung in der Jewish Virtual Library (englisch); abgerufen am 4. März 2015
  9. Hellmuth Heyden: Kirchengeschichte von Pommern. Band 1, 1937, S. 258–259.
  10. Martin Wehrmann: Geschichte von Pommern. Band 2. 2. Auflage. Verlag Friedrich Andreas Perthes, Gotha 1921, S. 169. (Nachdruck: Augsburg 1992, ISBN 3-89350-112-6).
  11. Jakob Franck: Kuse, Jakob. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 17, Duncker & Humblot, Leipzig 1883, S. 433 (Erwähnung im Artikel zum Drucker Kuse).
  12. Martin Wehrmann: Geschichte von Pommern. Band 2. 2. Auflage. Verlag Friedrich Andreas Perthes, Gotha 1921, S. 182. (Nachdruck: Augsburg 1992, ISBN 3-89350-112-6).
  13. Karl von Sulicki: Der Siebenjährige Krieg in Pommern und in den benachbarten Marken. Studie des Detaschements- und des Kleinen Krieges. Mittler, Berlin 1869 (Volltext).
  14. Vgl. z. B. Johann Gottlieb Tielke: Beiträge zur Kriegskunst und Geschichte des Krieges von 1756–1763. II. Teil: Der Feldzug der kaiserlich-russischen und königlich-preußischen Völker im Jahr 1758. Wien 1786 (Volltext, ohne gefaltete Tafeln).
  15. Hans von Held: Geschichte der drei Belagerungen Kolbergs im siebenjährigen Kriege. Berlin 1847, books.google.de.
  16. Alte Synagoge in Kołobrzeg (Kolberg), Beschreibung auf sztetl.org.pl; abgerufen am 4. März 2015
  17. Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum; abgerufen am 4. März 2015
  18. Neue Synagoge von Kołobrzeg (Kolberg) in der Budowlana-Straße auf sztetl.org.pl; abgerufen am 4. März 2015
  19. Die Bedeutung des 18. März für Kołobrzeg
  20. Nr. 62: Kampfhandlungen während der Belagerung Kolbergs und Abtransport der Bevölkerung. Berichte auf den Seiten des Zentrum gegen Vertreibungen; abgerufen am 5. März 2015
  21. Manfred Vollack: Das Kolberger Land – Seine Städte und Dörfer – Ein pommersches Heimatbuch. Husum 1999, ISBN 3-88042-784-4, S. 34.
  22. Kroczyński (siehe Literaturliste) führt die Volkszählung von 1905 an, S. 52.
  23. Christian Friedrich Wutstrack: Kurze historisch-geographisch-statistische Beschreibung von dem königlich-preußischen Herzogtum Vor- und Hinterpommern. Stettin 1793, S. 575.
  24. Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königlich-Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Teil II, Band 2, Stettin 1784, S. 463.
  25. Christian Friedrich Wutstrack: Kurze historisch-geographisch-statistische Beschreibung des königlich-preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Stettin 1793, S. 737.
  26. Christian Friedrich Wutstrack: Nachtrag zur Kurzen historisch-geographisch-statistischen Beschreibung des königlich-preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Stettin 1795, S. 204 (Online).
  27. a b c d e f g h i j k l m Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum
  28. a b Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen. Teil III, Band 1, Anklam 1867, S. 48.
  29. a b c d Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen. Teil III, Band 1, Anklam 1867, S. 62–65.
  30. Gustav Kratz: Die Städte der Prinz Pommern – Abriß ihrer Geschichte, zumeist nach Urkunden. Berlin 1868, S. 94.
  31. a b c d e f Michael Rademacher: verwaltungsgeschichte.de Deutsche Verwaltungsgeschichte Pommern – Stadtkreis Kolberg (2006).
  32. Meyers Konversations-Lexikon. 6. Auflage, 1. Bandf, Bibliographisches Institut, Leipzig und Wien, 1908, S. 257–258.
  33. Beschreibung der Stadtgeschichte auf kolobrzeg.de; abgerufen am 3. März 2015
  34. a b Kausche, Dieter: Das Kolberger Salz und sein Absatz im Mittelalter als Forschungsproblem - in: Gesellschaft für Pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst (Hrsg.): Baltische Studien; Bd. 64; 1978; Verlag Christop von der Ropp; S.7
  35. Siedlung und Wirtschaft in der "Germania Slavica" - in: Schich, Winfried: Wirtschaft und Kulturlandschaft - gesammelte Beiträge 1977 bis 1999 zur Geschichte der Zisterzienser und der "Germania Slavica"; BWV Verlag; 2007; S. 283-284
  36. Schich, Neumeister: Wirtschaft und Kulturlandschaft; gesammelte Beiträge 1977 bis 1999 zur Geschichte der Zisterzienser und der ‚Germania Slavica‘; BWV Verlag, 2007; S. 285; beschreibt die Lage 'auf dem östlichen Persanteufer, nahe der Nikolaikirche'
  37. a b Oeconomische Encyclopädie (1773–1858) von J. G. Krünitz Digitalisierte Online-Ausgabe der Enzyklopädie über Seiten der Universität Trier; abgerufen am 19. Februar 2015
  38. Lage der Solequelle auf der Salzinsel; Link zu Openstreetmap
  39. Aktuelles Programm des Regionalen Kulturzentrums der Stadt (Regionalne Centrum Kultury w Kołobrzegu); abgerufen am 23. Juni 2015
  40. Das Sunrise-Festival in Kołobrzeg auf kolberg-cafe.de; abgerufen am 4. Juni 2015
  41. Beschreibung der Milenium Sporthallen auf kolobrzeg.de; abgerufen am 3. März 2015
  42. Informationen zum im Juni stattfindenden Triathlon; abgerufen am 22. Juni 2015
  43. Der Triathlon in Kołobrzeg, Bilder und Informationen auf gk24.pl (polnisch); abgerufen am 22. Juni 2015
  44. Johann Gottfried Wilhelm Maaß: Geschichte und Beschreibung der St.-Marien-Dom-Kirche zu Kolberg. Kolberg 1837, S. 8 ff.
  45. Neuer Jüdischer Friedhof in Kołobrzeg (Kolberg) auf sztetl.org.pl; abgerufen am 4. März 2015
  46. Eröffnung der Hafenbrücke im Februar 2015 – Video auf YouTube; abgerufen am 7. Juni 2015
  47. Übersicht über die polnischen, überregionalen Radwege im Ostseeküstenbereich (englisch); abgerufen am 5. März 2015
  48. Güterumschlag in den Häfen von Kołobrzeg und Darłowo (polnisch); abgerufen am 22. Juni 2015
  49.  E. Wendt & Co. (Hrsg.): Übersicht der Preußischen Handelsmarine. Stettin Januar 1848, S. 5 (online, abgerufen am 4. Juni 2015).
  50. Beschreibung des Yachthafens auf der städtischen Internetseite kolobrzeg.de; abgerufen am 23. Februar 2015
  51. Dr. von Bünau: Regeln für den Gebrauch der Sool. und Seebäder nach den neuesten Erfahrungen und mit besonderer Berücksichtigung auf das Sool- und Seebad Colberg. Colberg 1852 (Volltext).
  52. N. Girschner: Die Ostsee und die Seebäder ihrer deutschen Küste mit specieller Berücksichtigung von Colberg und seiner Umgebung, seiner Sol- und Seebäder. Mit einer Nachschrift von Hermann Hirschfeld: Was bietet und leistet Colberg als Curort, und in welchen Krankheiten ist es vor allen anderen Bädern zu empfehlen? Colberg und Dramburg 1868 (Volltext).
  53. Übersicht über die Unterkünfte der Stadt
  54. Arwied von Witzleben: Heerwesen und Infanteriedienst der Königlich Preußischen Armee. 4. Auflage, Berlin 1854, S. 45–46.
  55. Preußisches Abgeordnetenhaus, Verhandlungen der Zweiten Kammer auf Allerhöchste Anordnung vom 14. November 1854. Band 3, Teil 1, Aktenstück Nr. 53, Berlin 1855, S. 195, linke Spalte unten – rechte Spalte oben.