Emilie von Oldenburg

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Emilie von Oldenburg

Emilie Antonia von Oldenburg-Delmenhorst (* 15. Juni 1614 in Delmenhorst; † 4. Dezember 1670 in Leutenberg) war von 1646 bis 1662 Regentin der Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt. Sie heiratete im Jahr 1638 Graf Ludwig Günther I. von Schwarzburg-Rudolstadt aus dem Geschlecht der Schwarzburger.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emilie war eine Tochter des Grafen Anton II. von Oldenburg und dessen Ehefrau Sibylle Elisabeth, geborene von Braunschweig-Dannenberg.

Sie heiratete am 4. Februar 1638 Graf Ludwig Günther I. von Schwarzburg-Rudolstadt. Als ihr Gatte 1646 starb, übernahm sie im Alter von 32 Jahren vormundschaftlich für ihren Sohn Albert Anton bis 1662 die Regierung der Grafschaft. Die Gräfin ließ ihre Kinder in den Formen der von der Tugendlichen Gesellschaft geprägten Religiosität erziehen. Dazu bestellte sie den Schriftsteller Ahasverus Fritsch zum Hofmeister, der unter der Regentschaft ihres Sohnes schließlich zum Kanzler aufstieg.

Ab 1663 lebte sie auf der Burg Könitz. Gräfin Emilie verstarb am 4. Dezember 1670 auf der Friedensburg in Leutenberg.

Nachkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus der Ehe mit Ludwig Günther I. von Schwarzburg-Rudolstadt gingen folgende Kinder hervor:

  • Sophie Juliane (1639–1672)
  • Ludmilla Elisabeth (1640–1672)
  • Albert Anton (1641–1710), Graf von Schwarzburg-Rudolstadt
  • Christiane Magdalene (1642–1672)
  • Maria Susanna (1646–1688)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Friedrich Theodor Apfelstedt: Das Haus Kevernburg-Schwarzburg von seinem Ursprunge bis auf unsere Zeit: dargestellt in den Stammtafeln seiner Haupt- und Nebenlinien und mit biographischen Notizen über die wichtigsten Glieder derselben, Bertram, Sondershausen 1890, ISBN 3-910132-29-4
  • Horst Fleischer, Hans Herz, Lutz Unbehaun, Frank Esche: Die Grafen von Schwarzburg-Rudolstadt. Albrecht VII. bis Albert Anton. Thüringer Landesmuseum Heidecksburg, Rudolstadt 2000, ISBN 3910013406.
  • Heinrich Schöppl: Die Regenten des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt, Rudolstadt 1915

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]