emz-Hanauer

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emz-Hanauer GmbH & Co. KGaA

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Rechtsform GmbH & Co. KGaA
Gründung 1948
Sitz Nabburg, Bayern,

DeutschlandDeutschland Deutschland

Leitung Thomas Hanauer, Ernst Hanauer
Mitarbeiterzahl ca. 1100 (2017)
Umsatz 100 Mio. Euro (2016)
Website www.emz-hanauer.de

Die emz-Hanauer GmbH & Co. KGaA ist ein weltweit agierendes deutsches Unternehmen mit Sitz in Nabburg/Oberpfalz. Mit weltweit über 1000 Mitarbeitern entwickelt und produziert emz Bauteile und Systeme für Geschirrspüler, Waschmaschinen, Trockner und Kühlschränke. Bei Verriegelungen und Sensoren ist das Unternehmen Weltmarktführer. Der Umsatz hat sich in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt. Das Unternehmen unterhält eigene Werke in Tschechien, Mexiko und China und ein weltweites Vertriebsnetz.150 Mitarbeiter entwickeln im 2016 eröffneten „Customer Innovation Space“ in Nabburg in enger Abstimmung mit den Märkten Lösungen für die weltweiten Kunden. In den Feldern Haustechnik (Smart Home) und Entsorgungstechnik (Smart City) arbeitet emz-Hanauer auch an den Trendthemen Digitalisierung und Internet der Dinge.

Geschäftsfelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hausgeräte
  • Haustechnik
  • Umwelttechnik

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ernst Hanauer sen. (1897–1970) gründete das Unternehmen unter dem Namen „Elektromanufaktur Zangenstein“ am 14. Mai 1948 in Zangenstein/Oberpfalz. Er nutzte seine Kontakte aus seiner Zeit in der Geschäftsführung von AEG für die er in Berlin und Südamerika tätig gewesen war. Erstes Produkt war für die damalige AEG-Tochter NSF ein Drehkondensator für das erste Deutsche Nachkriegsradio „Heinzelmann“ von Grundig. Die Produktion startete mit 8 Frauen im Kellerraum einer Glasschleife in Zangenstein. Das Kondensatorengeschäft weitete sich dank der herausragenden emz-Qualität in den Folgejahren aus. In der Spitzenzeit produzierten 800 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Kondensatoren für die gesamte deutsche Unterhaltungselektronikindustrie. 1949 kam die sogenannte „Christbaumkette“ für OSRAM ins Programm, ein Produkt, das erst 2017 endgültig eingestellt wurde. In den Folgejahren entwickelte sich das Unternehmen von einem reinen Lohnfertiger zu einem integrierten Technologiekonzern. 1950 wurde ein eigener Werkzeugbau gegründet. 1955 startete die Lehrlingsausbildung ab 1971 in eigener Lehrwerkstatt. 1958 entwickelt emz mit der sogenannten Kunststoffkette erstmals ein eigenes Produkt. Ab 1961 gibt es bei emz auch einen eigenen Betriebsmittelbau. 1964 wird hier der erste eigene Wickelautomat für Kondensatoren konstruiert und gebaut. Ab 1965 entwickelt und produziert das Unternehmen mit Komponenten für Nachtstromspeicheröfen erste Produkte für die Haustechnik.

1975/76 wird eine eigene Entwicklungsabteilung gegründet. Damit rückte die technische Kompetenz noch stärker in den Mittelpunkt des Unternehmensprofils. Die Kundenbeziehungen entwickelten sich in den Folgejahren immer mehr zu Entwicklungspartnerschaften. Von Beginn an setzte emz auf eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit seinen Kunden. Seriosität und unbedingte Zuverlässigkeit führten zu einer kontinuierlichen Kundenbeziehung. Auch heute noch bestehen partnerschaftliche Beziehungen zu den Kunden der ersten Stunde.

Schon 1959 beginnt mit dem ersten Sicherheitsregler für Herde der Einstieg in das Thema Hausgeräte. 1980 gelingt mit dem ersten Wasserstandsregler für Waschmaschinen und Geschirrspüler der Ausbau dieser Geschäftseinheit. 1984 geht die erste emz-Türverriegelung für Waschmaschinen in Serie.

1994 wird die erste Verriegelungseinheit für Mülltonnen entwickelt und damit der Einstieg in die strategische Geschäftseinheit  „Umwelttechnik“ vollzogen. Umwelttechnik. Ein Thema welches heute voll im Trend der digitalen Transformation liegt.

Ab Ende der 90er Jahre entwickelt sich die emz zum global Player. Zielmärkte sind die USA und Asien. Und auch die Position in Europa wir systematisch ausgebaut.

Dabei ist Kundennähe ein wichtiger Faktor. 1997 wird der erste Auslandsstandort in Cernosin/Tschechien eröffnet. 2004 startet der emz Standort in Queretaro/Mexiko, 2011 ein eigener Produktionsstandort in Nanjing/China, welche aktuell auch als Entwicklungsstandort ausgebaut wird.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

emz-Hanauer ist heute in drei strategischen Geschäftseinheiten aktiv:

Hausgeräte: Hier entwickelt und produziert das Unternehmen elektromechanische und elektronische Komponenten aber auch Komplettsysteme für Haushaltsgroßgeräte wie Waschmaschinen, Trockner, Geschirrspüler, Kühlschränke und Herde. Bei Verriegelungen und Sensoren beliefert emz-Hanauer alle großen Hersteller von „Weißer Ware“ weltweit.

  • Türverschlüsse
  • Sensoren
  • LED-Module
  • Mechatronische Aktuatoren

Haustechnik: Steuer- und Regelungstechnik für moderne  Haustechnikanlagen (Smart Home).

  • Solarthermie- und Biomasseanlagen
  • Heizungsanlagen
  • Klima- und Gebäudeautomation
  • Kundenspezifische Lösungen

Umwelttechnik: Mit seinem elektronischen Zugangssystem für Müllgroßcontainer entwickelt und vertreibt emz-Hanauer eine der ersten konkreten Anwendungen für das Internet der Dinge (IoT) im kommunalen Entsorgungsbereich (Smart City). Das Unternehmen bietet dabei ein rundum Sorglospaket von Datenerfassung bis Prozessoptimierung an.

  • Elektronische Zugangskontrollsysteme
  • Elektronische Müllmengenerfassung
  • Füllhöhenerfassung

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014: Electrolux Supplier Innovation Award
  • 2015: Bayerischer Qualitätspreis
  • 2016: Großer Preis des Mittelstandes
  • 2016: Zukunftspreis Wirtschaft
  • 2016: Whirlpool Supplier Award
  • 2017: Bayerns Best 50
  • 2017: Midea Innovation Award
  • 2017: Whirlpool Supplier Award

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]