GmbH & Co. KGaA

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Die GmbH & Co. KGaA ist eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA), deren Komplementär eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ist. Durch die Wahl dieser Mischform lässt sich die Haftung der Kommanditgesellschaft auf das Vermögen der GmbH beschränken, ohne die Rechtsform der Kommanditgesellschaft auf Aktien aufgeben zu müssen. Die Kommanditisten dieser Gesellschaft sind weiterhin die Kommanditaktionäre der KGaA.

Dabei ist die GmbH & Co. KGaA eine relativ junge Gesellschaftsform, da in der Rechtswissenschaft lange Zeit umstritten war, ob eine juristische Person (GmbH) persönlich haftender Gesellschafter einer KGaA sein kann.[1] Erst der bestätigende Beschluss des Bundesgerichtshofes vom 24. Februar 1997, Az.: II ZB 11/96[2] schuf Rechtssicherheit und verhalf der GmbH & Co. KGaA so zu einer gewissen praktischen Relevanz.[3]

Zu den Unternehmen, die diese Rechtsform (wegen der 50+1-Regel) gewählt haben, zählen beispielsweise die Lizenzspielerabteilungen mehrerer Vereine der Fußball-Bundesliga wie die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA. Beispiele für Unternehmen aus anderen Branchen sind der Konfitürenhersteller Schwartauer Werke GmbH & Co. KGaA, der Arzneimittelhersteller Merz Pharma GmbH & Co. KGaA, der Outdoorausrüster Jack Wolfskin Ausrüstung für Draußen GmbH & Co. KGaA, das Medienunternehmen Funke Mediengruppe GmbH & Co. KGaA oder die Wiley-VCH GmbH & Co. KGaA, ein wissenschaftlicher Verlag.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Froning, in: Sudhoff, Unternehmensnachfolge, 5. Auflage 2005, § 38, Rn. 38 m. w. N.
  2. Volltext in OpinioIuris – Die freie juristische Bibliothek: BGH, 24.02.1997 - II ZB 11/96.
  3. Roth/Altmeppen, GmbHG, 6. Auflage 2009, Einleitung Rn. 60.
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