Entega

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Entega AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 21. August 2015
Sitz Darmstadt, Deutschland
Leitung Vorstand:
Marie-Luise Wolff (Vorsitzende), Albrecht Förster, Andreas Niedermaier
Aufsichtsratsvorsitzender:
Jochen Partsch
Mitarbeiter 2.046 (2015)[1]
Umsatz 1,592 Mrd. Euro (2015)[2]
Branche Energieversorger
Website www.entega.ag

Die Entega AG (bis 20. August 2015 HEAG Südhessische Energie AG (HSE)) ist ein Energieversorgungsunternehmen mit Sitz in Darmstadt.

altes Logo der HSE AG
Vorstandsvorsitzende Marie-Luise Wolff

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als einer der ersten großen Regionalversorger ist Entega seit 2012 nahezu vollständig in kommunaler Hand: Im Juni 2012 kaufte die Stadt Darmstadt über die HEAG Holding 40 Prozent der Aktien der HSE von der E.ON zurück und hält seither 93,13 Prozent der Aktien. Weitere 5,12 Prozent werden von Landkreisen, Städten und Gemeinden in Südhessen gehalten.

Mit seinen mehr als 30 Tochtergesellschaften ist das Unternehmen in den Geschäftsfeldern Energieerzeugung, Energiehandel, Energievertrieb, Energie- und Telekommunikationsnetze sowie Trinkwasserversorgung aktiv. Darüber hinaus betreibt das Unternehmen Anlagen zur Abwasserreinigung und Müllverbrennung und bietet Mess-, Abrechnungs- und IT-Dienstleistungen für die Energiewirtschaft an. Für seine Unternehmensstrategie wurde die HSE 2013 mit dem renommierten Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

2013 war die damalige Vertriebstochter ENTEGA mit einem Absatz von 2,27 Mrd. kWh Ökostrom und 2,85 Mrd. kWh klimaneutralem Erdgas einer der größten Anbieter von klimaneutralen Energien in Deutschland.[3]

Per 1. Januar 2014 hatte die HSE rund 830 Millionen Euro in erneuerbare Energien und moderne Gaskraftwerke investiert. Derzeit hat die HSE 14 Windparks, vier Solarparks, 129 PV-Anlagen auf Dächern und vier Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von 290 MW in Bau oder Betrieb.[4] Größte Einzelinvestition ist die Beteiligung am Windpark Global Tech I in der Nordsee. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Thema Energieeffizienz. Hierzu hat das Unternehmen 2014 gemeinsam mit der Handwerkskammer Frankfurt Rhein-Main und weiteren Partnern eine Beratungs- und Vermittlungsplattform für Energieeffizienzdienstleistungen mit dem Namen Effizienz–Klasse gegründet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 1912 erfolgte die Gründung der Hessischen Eisenbahn AG (HEAG) durch die Stadt Darmstadt und die Süddeutsche Eisenbahn-Gesellschaft. Die HEAG übernahm von der Stadt die Straßenbahnen und die 1888 in Betrieb gegangene Centralstation (das erste Elektrizitätswerk im Großherzogtum Hessen). Später erfolgte die Umbenennung in HEAG Versorgungs AG.

Älter noch war die 1853 gegründete Darmstädter Actiengesellschaft für Gasbeleuchtung. Dieses Unternehmen wurde privat von Fabrikanten und Bürgern gegründet und ging nach 25 Jahren in das Eigentum der Stadt über. 1914 wurden die Gaswerke gemeinsam mit der Wasser- und Abwasserversorgung (1880 war das Wasserwerk entstanden) zur „Direktion der städtischen Gas- und Wasserwerke“ zusammengeschlossen. 1939 wurde die Direktion als Stadtwerke der Landeshauptstadt Darmstadt in ein eigenes Unternehmen ausgegliedert und 1950 in Südhessische Gas und Wasser AG umfirmiert.

1971 wurde eine Fusion beider Unternehmen diskutiert, aber nicht umgesetzt. 2003 schlossen sich die HEAG Versorgungs AG und die Südhessische Gas und Wasser AG 2003 zur HEAG Südhessische Energie zusammen.[5]

Im Jahr 2013 wurde das Gasturbinenkraftwerk Darmstadt in Betrieb genommen.[6]

Am 21. August 2015 wurde die HEAG Südhessische Energie AG (kurz HSE) in Entega AG, den Markennamen der Vertriebstochter Entega Energie, umbenannt.

Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innerhalb des Konzerns wird der Energiehandel durch die Tochterfirma Citiworks und der Energievertrieb durch die Tochter Entega Energie, die 2013 aus der Zusammenführung der drei Vertriebsgesellschaften Entega Privatkunden, Entega Geschäftskunden und e-ben entstanden ist, betrieben.[7] Die Netztochter, die für den Betrieb des Elektrizitäts- und Gasnetzes im Raum Südhessen verantwortlich ist, ist die E-Netz Südhessen, die zum 1. Juli 2014 durch den Zusammenschluss der ehemaligen Töchter HSE Technik und Verteilnetzbetreiber Rhein-Main-Neckar (VNB) entstanden ist.[8] Weiterhin gehören der Telekommunikationsanbieter Entega Medianet (früher HSE Medianet) und der IT-Dienstleister COUNT+CARE zum Konzern.

Geschäftsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschäftsjahr Erlös
Mio. EUR
Überschuss
Mio. EUR
Mitarbeiter
2008 1.251,4 2.360
2009 1.412,7 33,534 2.381
2010 3.743,6 24,139 2.548
2011 2.325,1 47,125 2.619
2012 1.972,8 65,754 2.596
2013 1.914,0 1,765 2.227
2014 1.608,4 -10,418 2.139
2015 1.592,7 18,435 2.046

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zahlen & Fakten Geschäftsjahr 2015. Entega AG, abgerufen am 18. Juli 2016.
  2. Gewinn- und Verlustrechnung 2015. Entega AG, abgerufen am 18. Juli 2016.
  3. Energie & Management, 15. Juli 2014
  4. www.hse.ag/geschaeftsfelder/erzeugung.html
  5. Geschäftsbericht 2011, Seite 16-20 (PDF; 5,6 MB)
  6. Darmstädter Gasturbinenkraftwerk als Kaltreserve statt Staudinger? In: Echo Online. 24. August 2013, abgerufen am 17. Dezember 2014.
  7. HSE bündelt Vertrieb. Echo Online, 18. April 2013, abgerufen am 23. Juli 2014.
  8. Darmstädter Versorger HSE ordnet Netzbereich neu. Echo Online, 1. Juli 2014, abgerufen am 2. Juli 2014.