Epica

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Dieser Artikel behandelt die Band Epica, weitere Bedeutungen siehe Epica (Begriffsklärung).
Epica
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Tuska-Festival 2006
Tuska-Festival 2006
Allgemeine Informationen
Genre(s) Symphonic Metal
Gründung 2002
Website http://www.epica.nl/
Aktuelle Besetzung
Simone Simons
Gitarre, Gutturaler Gesang (Vorwiegend Growling)
Mark Jansen
Isaac Delahaye (seit 2009)
Rob van der Loo (seit 2012)
Coen Janssen
Ariën van Weesenbeek (seit 2007)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Jeroen Simons (bis 2006)
Gitarre
Ad Sluijter (bis 2008)
Bass
Yves Huts (bis 2012)

Epica ist eine 2002 gegründete Symphonic-Metal-Band aus den Niederlanden.

Biografie[Bearbeiten]

Simone Simons, Frontfrau von Epica, in Buenos Aires am 30. April 2007
Epica auf dem Rockharz 2015 in Ballenstedt
Epica auf dem Eindhoven Epic Metal Fest 2015
Epica, Bühnenschau auf dem Wacken Open Air 2015

Epica entstand aus der Band Sahara Dust, die Mitte 2002 von Mark Jansen (Grunts, Gitarre) zusammen mit Helena Iren Michaelsen (Gesang), Ad Sluijter (Gitarre), Coen Janssen (Keyboard) und Iwan Hendrikx (Schlagzeug) gegründet wurde. Nachdem Helena Iren Michaelsen und Iwan Hendrikx die Band bereits Ende 2002 wieder verließen, stießen Simone Simons (Gesang) und Jeroen Simons (Schlagzeug) hinzu. Als Fans der Band Kamelot benannten sie die Band nach deren Album Epica um. 2006 verließ Jeroen Simons die Band, um sich anderen musikalischen Projekten zu widmen. Er wurde durch Ariën van Weesenbeek (God Dethroned) ersetzt.

Im Juni 2003 veröffentlichten sie beim Label Transmission Records ihr erstes Album The Phantom Agony, zwei Jahre später das Album Consign to Oblivion sowie das Filmmusik-Album The Score, das den von Epica komponierten Soundtrack zum niederländischen Film Joyride beinhaltet. Mit dem Bankrott ihres Plattenlabels Transmission Records begann für Epica auch die Suche nach einem neuen Plattenlabel. Am 24. April 2007 gaben sie bekannt, dass von nun an Nuclear Blast ihr neues Label sein wird.

Zu Beginn ihrer ersten großen Tournee durch Nordamerika veröffentlichte die Band am 7. September 2007 in Deutschland ihr viertes Studioalbum „The Divine Conspiracy“. Auf dem Konzeptalbum über Religion, das 13 Tracks enthält, steuert Sander Gommans (After Forever) in einem Lied Grunts bei, was auch ein Zeichen sein soll, dass ehemalige Rivalitäten zwischen den zwei Bands inzwischen beigelegt sind. Die erste Single ist der Song „Never Enough“, zu dem es zwei Videos gibt.

Am 10. Januar 2008 vermeldeten Epica auf ihrer Website, dass Simone Simons an einer Infektion mit multiresistenten Staphylokokken (MRSA) leidet und deshalb die meisten anstehenden Auftritte abgesagt werden müssen. Nach einer weiteren Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes beschloss die Band, bis zu ihrer vollständigen Genesung komplett auf Shows zu verzichten. Lediglich die US-Tournee Ende April/Anfang Mai 2008 wurde wie geplant durchgeführt. Als Sängerin sprang kurzfristig die langjährige Gastmusikerin Amanda Somerville ein. Seit Mitte Mai 2008 finden die Auftritte der Band wieder mit Simone Simons statt. Sie trat auch beim Wacken Open Air 2009 auf.

Am 16. Dezember 2008 gab Gitarrist Ad Sluijter den Ausstieg aus der Band bekannt. Als Grund gab er den mit dem Erfolg verbundenen Stress an, der seine Kreativität behindere. Am 16. Januar 2009 wurde seine Position durch Isaac Delahaye (God Dethroned) ersetzt.

Mitte Mai 2009 veröffentlichten Epica mit „The Classical Conspiracy“ ihr erstes Live-Album, ein Mitschnitt eines Konzerts in Miskolc, Ungarn, welches mit Unterstützung eines professionellen Orchesters und eines Chors aufgenommen wurde. Das Album enthält neben Epicasongs auch Adaptionen klassischer Stücke und Filmsoundtracks.

Das darauf folgende Studioalbum „Design Your Universe“ erschien am 16. Oktober 2009. Im Rahmen eines Gastauftritts singt Tony Kakko von Sonata Arctica darauf in dem Lied „White Waters“ im Duett mit Simone Simons.

Das elfte Single "Storm the Sorrow" erschien am 3. Februar 2012, das fünfte Studioalbum „Requiem for the Indifferent“ am 9. März 2012.

Im März 2012 verließ Yves Huts die Band. Er wurde durch Rob van der Loo (ex. Delain, MaYaN) ersetzt.

Am 16. September 2012 schrieb Epica zusammen mit Ruurd Woltring das Lied Forevermore mitsamt Videoclip als Beitrag für die holländische Fernsehshow Niks te gek («Nichts zu verrückt»), in der sich geistig behinderte Menschen ihre Träume erfüllen können.

Am 23. März 2013 feierte Epica ihr 10-jähriges Bestehen mit einem großen Konzert in Klokgebouw, Eindhoven. Sie spielten das gut dreistündige Konzert namens Retrospect zusammen mit einem 70-köpfigen Orchester (Extended Remenyi Ede Chamber Orchestra) und dem Chor Choir of Miskolc National Theatre, beide aus Ungarn. Mit beiden hatten sie schon beim Einspielen der Live-CD „The Classical Conspiracy“ zusammen musiziert. Das Konzert zeigte einen Querschnitt aus allen bisher veröffentlichten Epica-Alben. Mit dabei waren auch Floor Jansen (After Forever, ReVamp, Nightwish), und die ehemaligen Epica-Bandmitglieder Ad Sluijter, Jeroen Simons, und Yves Huts. Während der Show wurde angekündigt, dass das Konzert auf DVD veröffentlicht werden wird. Der Erscheinungstermin war der 8. November 2013.[1]

Am 24. April 2013, wurde auf der offiziellen Website von Epica mitgeteilt, dass Simone Simons und ihr langjähriger Freund Oliver Palotai (Kamelot) im Sommer ihr erstes Kind erwarten. Deshalb wurden ab Juli keine Live-Shows mehr gespielt. Auch der Auftritt bei Masters of Rock wurde abgesagt. Das Kind wurde am 2. Oktober 2013 geboren und heißt Vincent.[2]

Am 2. Mai 2014 erschien das sechste Studioalbum „The Quantum Enigma“ sowie im Laufe des Jahres drei Single-Auskopplungen.

Stil[Bearbeiten]

Epica verbindet in ihrer Musik Symphonic Metal mit Gothic Metal und Power Metal. In den frühen Alben werden in den Melodien auch orientalische Arrangements gezeigt. Die Musik von Epica wird oft als aggressiv, bombastisch und exzessiv bezeichnet, oft auch als episch und majestätisch, manchmal auch als gedämpft und in sich gekehrt. Die Band ist auch bekannt für ihre progressiven Tendenzen. Auf ihren Alben wird zur realistischen Ergänzung der Samples neben einem kleinen Orchester auch ein kleiner Chor eingesetzt. Der Sopran der Sängerin Simone Simons wird teilweise durch männlichen, gutturalen Gesang unterstützt, sowie in den Liedern „Trois Vierges“ und „White Waters“ auch durch klare männliche Vocals von Gastsängern. In ihren Texten setzt sich die Band häufig mit religionskritischen Themen, zum Beispiel mit religiösem Fanatismus, und der Suche nach Wahrheit auseinander.

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben
The Phantom Agony
  NL 8 28.06.2003 (6 Wo.) [3]
We Will Take You with Us
  NL 62 10.10.2004 (3 Wo.) [3]
Consign to Oblivion
  NL 12 30.04.2005 (9 Wo.) [3]
The Score - An Epic Journey
  NL 54 24.09.2005 (3 Wo.) [3]
The Road to Paradiso
  NL 46 13.05.2006 (2 Wo.) [3]
The Divine Conspiracy
  DE 41 24.09.2007 (1 Wo.) [4]
  CH 29 23.09.2007 (4 Wo.) [5]
  NL 9 15.09.2007 (5 Wo.) [3]
The Classical Conspiracy
  DE 87 25.05.2009 (1 Wo.) [4]
  CH 81 24.05.2009 (1 Wo.) [5]
  NL 23 16.05.2009 (4 Wo.) [3]
  FR 43 16.05.2009 (1 Wo.) [6]
Design Your Universe
  DE 37 30.10.2009 (2 Wo.) [4]
  AT 70 30.10.2009 (1 Wo.) [7]
  CH 27 01.11.2009 (3 Wo.) [5]
  NL 8 24.10.2009 (5 Wo.) [3]
Requiem for the Indifferent
  DE 26 23.03.2012 (2 Wo.) [4]
  AT 33 23.03.2012 (1 Wo.) [7]
  CH 14 25.03.2012 (4 Wo.) [5]
  US 105 31.03.2012 (1 Wo.)
  NL 12 17.03.2012 (6 Wo.) [3]
Retrospect - 10th Anniversary
  DE 46 22.11.2013 (1 Wo.) [4]
  NL 7 16.11.2013 (2 Wo.) [3]
The Quantum Enigma
  DE 11 16.05.2014 (3 Wo.) [4]
  AT 30 16.05.2014 (1 Wo.) [7]
  CH 17 11.05.2014 (4 Wo.) [5]
  UK 53 17.05.2014 (1 Wo.) [8]
  US 110 24.05.2014 (… Wo.)
  NL 4 10.05.2014 (5 Wo.) [3]
Singles
Solitary Ground
  NL 46 28.05.2005 (3 Wo.) [3]
Quietus (Silent Reverie)
  NL 68 05.11.2005 (2 Wo.) [3]
[3]

[4] [5] [6] [7]

[8]
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Studioalben[Bearbeiten]

  • 2003: The Phantom Agony
  • 2005: Consign to Oblivion
  • 2007: The Divine Conspiracy
  • 2009: Design Your Universe
  • 2012: Requiem for the Indifferent
  • 2014: The Quantum Enigma

Sonstige Alben[Bearbeiten]

  • 2005: The Score – An Epic Journey (Soundtrack)
  • 2009: The Classical Conspiracy (live)

DVDs[Bearbeiten]

  • 2004: We Will Take You with Us
  • 2005: Consign to Oblivion Documentary
  • 2013: Retrospect - 10th Anniversary

Singles[Bearbeiten]

  • 2003: The Phantom Agony
  • 2004: Feint
  • 2004: Cry for the Moon
  • 2005: Solitary Ground
  • 2005: Quietus (Silent Reverie) (als 2-Track- und 4-Track-Single erhältlich)
  • 2007: Never Enough (bislang nur als Downloadsingle erhältlich)
  • 2008: Chasing the Dragon (nur als 7" Limited Edition erhältlich)
  • 2009: Martyr of the Free Word (limitierte 7"-Split-Single zusammen mit Amorphis)[9]
  • 2009: Unleashed
  • 2010: This Is the Time
  • 2012: Storm the Sorrow
  • 2012: Forevermore (mit Ruurd Woltring — für die niederländische Fernsehsendung Niks te gek («nichts zu verrückt»))
  • 2014: The Essence of Silence
  • 2014: Unchain Utopia

Sonstige Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • 2006: The Road to Paradiso (Photo Sound Book)

Videos[Bearbeiten]

  • 2003: The Phantom Agony
  • 2003: Feint
  • 2005: Solitary Ground
  • 2005: Quietus
  • 2007: Never Enough
  • 2009: Unleashed
  • 2010: This Is the Time
  • 2012: Storm the Sorrow
  • 2012: Forevermore
  • 2014: Victims of Contingency

Quellen[Bearbeiten]

  1. epica.nl: Ankündigung auf der offiziellen Webseite der Band (englisch, abgerufen am 7. Oktober 2013)
  2. epica.nl: Meldung auf der offiziellen Webseite der Band (englisch, abgerufen am 7. Oktober 2013)
  3. a b c d e f g h i j k l m n dutchcharts.nl: Epica in der niederländischen Hitparade (Zugriff am 24. September 2015)
  4. a b c d e f g musicline.de: Epica in den deutschen Albumcharts (Zugriff am 24. September 2015)
  5. a b c d e f hitparade.ch: Epica in der Schweizer Hitparade (Zugriff am 24. September 2015)
  6. a b lescharts.com: Epica in der französischen Hitparade (Zugriff am 27. Mai 2009)
  7. a b c d austriancharts.at: Epica in der österreichischen Hitparade (Zugriff am 24. September 2015)
  8. a b officialcharts.com: Epica in den Albumcharts des Vereinigten Königreichs (Zugriff am 24. September 2015)
  9. nuclearblast.de: Epica / Amorphis – Martyr of the Free Word / From the Heaven (Zugriff am 29. Dezember 2009)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Epica – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien