Erdbeben in der Dominikanischen Republik 1946

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Das Erdbeben in der Dominikanischen Republik von 1946 war ein Erdbeben der Stärke 8.0, welches die Provinz Samaná in der Dominikanischen Republik am 4. August 1946 um 17:51 UTC traf. Es gab ein Nachbeben vier Tage später am 8. August um 13:28 UTC mit einer Stärke von 7.6.

An den Folgen des Erdbebens starben etwa 100 Menschen, und 20.000 wurden obdachlos[1]. Die Todesanzahl war für ein Beben dieser Stärke unüblich niedrig, da das Beben nachmittags Ortszeit an einem Feiertag stattfand und sich fast alle Menschen außerhalb von Gebäuden aufhielten. Das Beben verursachte ernsthafte Schäden im Norden des Landes von Samaná bis Santiago und Puerto Plata. Sandabrutschungen wurden in Yaque del Norte und den Yuna River Valleys beobachtet.

Das Erdbeben wurde stark in Teilen von Haiti und Puerto Rico gespürt und weniger stark auf den Virgin Islands und im Osten von Kuba. Das Beben verursachte auch einen Tsunami, der Matanzas nahe Nagua (Julia Molina) mit einer Flutwelle von 2,5 bis 4,5 Meter auf Land traf und einige Kilometer landeinwärts kam. Ein kleinerer Tsunami wurde auch in San Juan, auf Puerto Rico und in Bermuda sowie in Daytona Beach, Florida und Atlantic City, New Jersey in den Vereinigten Staaten registriert[2].

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Historic Earthquakes: Samana, Dominican Republic 1946, USGS, abgerufen am 13. Januar 2010
  2. United States Tsunamis, (including United States possessions) 1690-1988: Publication 41-2, Lander, James F. und Lockridge, Patricia A., August 1989, U.S. Dept. of Commerce, National Oceanic and Atmospheric Administration, 265 S.