Erik Lund (Regisseur)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Erik Lund, eigentlich Manfred Liebenau (* 16. September 1893 in Berlin; † nach 1935) war ein deutscher Filmregisseur, Filmproduzent und Filmmanager.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lund hatte eine Ausbildung zum Architekten erhalten und zunächst auch in diesem Beruf gearbeitet. Nachdem er gegen Ende des Ersten Weltkriegs Joe May kennengelernt hatte, holte dieser ihn zunächst als seinen Geschäftsführer zur May-Film. Seit 1918 – dem Jahr, in dem Lund Mays Tochter, die Schauspielerin Eva May, ehelichte – inszenierte eine Fülle von Unterhaltungsfilmen, die er zumeist auch (für die Ring-Film) produzierte.

Nach dem Scheitern seiner Ehe war auch Lunds Filmkarriere 1922 de facto beendet. Er bekam keine Regieaufträge mehr und zeichnete in den ersten Tonfilmjahren nur noch für die Produktionsleitung einiger Gesangsfilme mit Richard Tauber verantwortlich. Danach verliert sich seine Spur. Vermutlich emigrierte der jüdische Filmemacher, da er zur Zeit des Dritten Reichs ausgebürgert wurde.[1]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie und Produktion, wenn nicht anders angegeben

  • 1918: Das Gerücht (nur Produktion)
  • 1918: Sadja
  • 1918: Erträumtes (nur Produktion)
  • 1918: Stürme – Ein Mädchenschicksal
  • 1918: Der Schwur
  • 1919: Staatsanwalt Jordan (nur Produktion)
  • 1919: Die fremde Frau (nur Produktion)
  • 1919: Der zündende Blitz (nur Produktion)
  • 1919: Das Hohelied der Liebe (nur Produktion)
  • 1919: Die verwunschene Prinzessin
  • 1919: Irrlicht
  • 1919: Schloß Einöd
  • 1919: Schwarze Perlen
  • 1919: Das Gebot der Liebe
  • 1919: Im Wirbel des Lebens
  • 1919: Die Fee von Saint Ménard
  • 1919: Nur ein Diener
  • 1919: Das törichte Herz
  • 1919: Im Wirbel des Lebens
  • 1919: Verbotene Liebe
  • 1919: Allerseelen
  • 1920: Die Warenhausmieze
  • 1920: Der Erbe von Carrington
  • 1920: Der Feuerreiter
  • 1920: Der König von Paris, zwei Teile
  • 1920: Präsident Barrada (nur Regie)
  • 1921: Der Silberkönig, vier Teile
  • 1921: Die Geschichte des grauen Hauses, drei Teile (nur Regie)
  • 1922: Die Lüge eines Sommers (nur Regie)
  • 1922: Wenn die Maske fällt
  • 1922: Der bekannte Unbekannte (nur Regie)
  • 1925: Götz von Berlichingen zubenannt mit der eisernen Hand (nur Produktion)
  • 1930: Ich glaub‘ nie mehr an eine Frau (nur Produktionsleitung)
  • 1930: Wie werde ich reich und glücklich? (nur Produktionsleitung)
  • 1930: Das lockende Ziel (nur Produktionsleitung)
  • 1930: Das Land des Lächelns (nur Produktionsleitung)
  • 1931: Die große Attraktion (nur Produktionsleitung)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Filmstern. Richters Handbuch der Schauspieler, Regisseure und Schriftsteller des Films. Bd. 4, 1921/1922, ZDB-ID 1342234-0, S. 58.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ausbürgerung des Manfred „Israel“ Liebenau, ancestry.de, abgerufen am 27. April 2018.