Erika Seywald

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Erika Seywald
Erwartung, Öl auf Leinwand, 2006
Garten der Erinnerung, Öl auf Leinwand, 2012
Erika Seywald, Landschaft, Ölfarbe Graphit auf Transparentpapier, 2011

Erika Seywald (* 18. November 1955 in Berg im Drautal) ist eine österreichische Malerin.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erika Seywald beschäftigt sich seit den 1970er Jahren mit abstrakter Malerei und präsentiert ihre teilweise großformatigen, farbkräftigen Bilder in Einzel- oder Gruppenausstellungen. Ihr Werk umfasst grafische Arbeiten in Monotypietechnik, Eitempera- und Ölbilder. Themen sind die Entstehung des Lebens und seine Vergänglichkeit, die Bestimmung der Natur und des Kosmos und der Mensch in seiner Ausgeliefertheit.

Nach der Matura in Lienz Osttirol besuchte sie von 1974 bis 1979 die Akademie der bildenden Künste Wien und war dort Schülerin von Gustav Hessing. Nach dem Abschluss des Kunststudiums an der Akademie und der Geschichte an der Universität Wien erhielt sie 1978 bis 1982 ein Auslandsstipendium für die Türkei und befasste sich mit byzantinischer Höhlenmalerei, Himmelsbeobachtungen und Naturstudien in Kappadokien bei Ürgüp und Göreme. Seit 1982 unterrichtet sie am GRG3 Gymnasium Hagenmüllergasse in Wien. Seit 1993 ist sie Mitglied des Künstlerhaus Wien.

In der von ihr entwickelten "Sandtechnik" verwendet sie feinkörnigen Korund, um auf der horizontal liegenden Leinwand Spuren zu ziehen und so die verdünnten Ölfarben voneinander zu trennen, und grobkörnigen Quarz, um den Farbflächen der abstrakten Figuren eine eigene Struktur zu geben. Während die groben Sandkörner nach Abschluss der Arbeit wieder entfernt werden, bleiben die feinkörnigen Sandlinien quer über die Leinwand bestehen und geben dem Bild durch ihr Glitzern im künstlichen Licht eine Aura. Diese Technik hat Erika Seywald mehrfach verfeinert und weiter entwickelt.

Neben großformatigen Arbeiten mit poetischen Titeln schuf sie auch Variationen von Köpfen, Engeln, Tieren und Fabelwesen ebenso wie Himmelsstudien, Wasserbilder und grafische Einblicke in den Mikrokosmos.

Erika Seywald lebt und arbeitet in Wien/Österreich.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Beginn der Ausstellungstätigkeit 1989 (Städtische Galerie Lienz Osttirol: Wesen - Wesenhaft) hatte sie etwa 30 Einzelausstellungen und 100 Ausstellungsbeteiligungen in Österreich, Deutschland, Schweiz und Polen. Werksverkäufe erfolgten an Museen, Sammlungen und Sammler in Europa, USA, VAE, Malaysia, Singapur, Hongkong und China.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Blanka Schmidt-Felber: Farbfelder, zur Ausstellung in Krakau 2012 (Rede)
  • Anna Rutkowski: Die Metaphysik des Farbflecks in der Krypta u Pjiaróv in Krakau[1]
  • Blanka Schmidt-Felber: Flowers of People, Stuttgart 2006 (Rede)
  • Blanka Schmidt-Felber: Farbe in mir, DerKunstraum, Wien 2005 (Katalog)
  • Hubert Thurnhofer: Erika Seywald und der poetische Realismus, Wien 2005 (Rede)
  • Hubert Thurnhofer zur Personale Erika Seywald: Farbe in mir[2]
  • Studio Vienna[3]
  • Kleine Galerie[4]

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tadeusz Oratowski: Erika Seywald, Kolorowe pola, Krakau 2012[5]
  • Art Movement BLOG, Erika Seywald: Die Unruhe der Farben[6]
  • Künstlerporträt Erika Seywald, 2011[7]
  • Erika Seywald: Leben in Farbe, 2011[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. wiadomosci24.pl (3. Dezember 2012)
  2. Farbe in mir
  3. Studio Vienna
  4. Kleine Galerie
  5. Tadeusz Oratowski
  6. Art Movement
  7. Künstlerporträt
  8. Leben in Farbe
  • "Wesen - Wesenhaft" (Ausstellungskatalog 1989) und "Farbe in mir" (Ausstellungskatalog 2005).
  • Edition: "Zehn will nicht mehr zehn sein und vibriert zweimal. Danach tritt Stille ein." Mappe mit 10 Siebdrucken auf Rives Büttenpapier 250g, 65 × 50 cm, Auflage 50 + 10 e.a. (Kunstwerkstatt Andreas Stalzer Wien, 1999/2000), studiovienna.at
  • CD TRANCE: Interdisziplinäres Kunstprojekt in Text, Musik und Bild (2014)