Erlöserorden

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Dieser Artikel erläutert den Orden der römisch-katholischen Kirche. Für den griechischen Orden siehe Erlöser-Orden
Hl. Birgitta im Habit des Erlöserordens

Der Erlöserorden (lat.: Ordo sanctissimi Salvatoris, Ordenskürzel OSSalv., dt.: Orden des Allerheiligsten Erlösers) oder nach seiner Gründerin Birgittenorden, ein Doppelorden für Nonnen und Mönche, wurde 1346 von der 1391 heiliggesprochenen Schwedin Birgitta Birgersdotter (1303–1373) gegründet. Birgitta von Schweden wurde 1999 von Papst Johannes Paul II. zusammen mit Katharina von Siena und Edith Stein zur Mitpatronin Europas erhoben. Dem Erlöserorden gehören heute weltweit 570 Schwestern an.

Die Klostergemeinschaft lebt nach der Regel des heiligen Augustinus und besteht überwiegend aus Nonnen. Dem Konvent steht eine Äbtissin vor. Die nicht mehr als 60 Nonnen wurden ursprünglich von bis zu 13 Priestermönchen seelsorgerisch betreut, außerdem konnten noch einige Hilfspriester und Laienbrüder im Kloster leben. Priester und Laienbrüder lebten jedoch von den Klosterfrauen getrennt. Mittlerweile gibt es getrennte Klöster für Frauen und Männer.

Nonne des Erlöserordens

Es existieren mehrere Zweige des Erlöserordens: Vom alten Zweig, der seit dem Mittelalter besteht, gab es 2014 noch vier unabhängige Klöster: Abtei Pax Mariae in Vadstena, Maria Refugie in Uden und Maria Hart in Weert in den Niederlanden und Kloster Altomünster in Deutschland. Der Konvent von Syon Abbey in England wurde 2012 aufgelassen.

1911 gründete die schwedische Konvertitin Elisabeth Hesselblad in der Tradition des ursprünglichen Erlöserorden einen Ordenszweig, dessen Mutterhaus in Rom an der Kirche Santa Brigida liegt.[1] Diesen nennt man gemeinhin den „schwedischen Zweig“. Zu den über 50 Niederlassungen[2] gehört auch das Birgittenkloster Bremen. Die Gründerin wurde im April 2000 seliggesprochen.

Außerdem gibt es noch einen spanischen Ableger, die Birgitten von Valladolid (gegründet 1630) und eine Brüdergemeinschaft in den USA (gegründet 1976).

Als Ordenskleid tragen die Nonnen einen grauen Habit mit schwarzem Schleier, darüber eine Leinenkrone aus drei weißen Leinenstreifen mit fünf roten Punkten, die die fünf Wundmale Christi symbolisieren.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Erlöserorden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1] Eigendarstellung des Ordenszweigs. [2] Beschreibung auf der Homepage des alten Zweigs. Jeweils abgerufen am 8. Dezember 2015.
  2. [3] Eigendarstellung des Ordensszweigs. Abgerufen am 8. Dezember 2015