Ernest Krähmer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Ernest Krähmer (* 30. März 1795 in Dresden; † 16. Januar 1837 in Wien) war ein Oboist, Csakanvirtuose und Komponist.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ernest Krähmer lernte von 1806 bis 1810 Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott während seines Aufenthalts im Militärknaben-Erziehungsinstitut in Annaburg. Anschließend wirkte er als Musiker in Dresden und widmete sich intensiver dem Csakanspiel. 1822 vermählte er sich in Wien mit der Klarinettistin und Violinistin Caroline Schleicher (1794–1873), nachdem er im Februar desselben Jahres eine Stelle als Oboist am k. k. Theater am Kärntnertor in Wien angetreten hatte.

Das Ehepaar konzertierte regelmäßig gemeinsam in Wien, er auf der Oboe und dem Csakan, sie auf der Violine und der Klarinette. Caroline brachte zehn Kinder zur Welt, wovon drei das Erwachsenenalter erreichten und ein Sohn ebenfalls Musiker (Cellist, Komponist, Gesangslehrer) wurde. 1822 wurde Krähmer Mitglied der Hofkapelle und erhielt den Titel „K. k. Hof- und Kammermusikus“.[1]

Er veröffentlichte zahlreiche Werke für Csakan, so unter anderem eine Csakan-Schule, Etüden und Übungsstücke, Divertimenti, Serenaden, Konzerte, Bravour-Variationen, Ländler und andere Volksmusikadaptionen. Anton Diabelli widmete ihm ein Notturno für zwei Csakane und Gitarre.

Krähmer starb im Alter von 41 Jahren an Lungenenlähmung. Mit dem Tod des Csakanvirtuosen geriet auch der Csakan zunehmend in Vergessenheit.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marianne Betz: Ernest Krähmer (1795–1837). Portrait eines Musikers. Edition Moeck Nr. 4060, Celle 1992.