Ernst Haubold von Miltitz

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Ernst Haubold von Miltitz (* 13. Juli 1739 in Oberau; † 6. März 1774 in Pisa) war ein kurfürstlich-sächsischer Oberstleutnant und Amtshauptmann des Meißnischen Kreises, ferner kaiserlich-königlicher Kammerherr und Rittergutsbesitzer. Er war Freund und Gönner von Christian Fürchtegott Gellert sowie Erzieher und Förderer von Johann Gottlieb Fichte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er stammte aus dem Geschlecht derer von Miltitz und war mit Henrietta Louisa geborene von Schönberg (1741–1809) verheiratet. Der spätere General Dietrich von Miltitz war ihr gemeinsamer Sohn. Der Generalmajor Dietrich Alexander von Miltitz und der Kammerherr Friedrich Sigismund von Miltitz waren seine beiden Brüder.

Ernst Haubold von Miltitz erbte das väterliche Rittergut Oberau. Ferner gehörte ihm auch das Gut Siebeneichen. Er nahm Privatunterricht und schlug eine militärische und eine Verwaltungslaufbahn ein, die er als Oberstleutnant und als Amtshauptmann im Dienst des Kurfürsten von Sachsen beendete, um in kaiserliche Dienste als Kammerherr am Hof in Wien zu treten. Als solcher ließ er sich fern seiner Heimat als „Baron von Miltitz“ bezeichnen.[1] Er starb 1774 im 35. Lebensjahr in Pisa, wohin er aufgrund seiner anhaltenden Krankheit seit September 1773 zur Kur gegangen war, und wurde in Livorno beigesetzt. Nur drei Monate später starb auch seine einzige Tochter in Oberau.

Heinrich Ulrich Erasmus von Hardenberg wurde nach dem frühen Tod des Vaters 1775 zum Vormund von Dietrich von Miltitz bestellt und weilte zu diesem Zweck in Oberau. Ob ihn dorthin sein ältester Sohn, der 1772 geborene Novalis begleitete, ist unbekannt. Dietrich von Miltitz und Novalis wurden Freunde und Novalis bezeichnete dessen Mutter als Tante Miltitz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die eigentliche Erhebung in den Freiherrenstand der Linie Scharfenberg erfolgte tatsächlich erst im Jahre 1885.