Esel (Strafmittel)

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Skizze eines Strafesels
Strafesel am Marktplatz von Thorn

Der Esel, auch Strafesel genannt, war ein Instrument für die Zurschaustellung und Bestrafung von Personen.

Aufbau und Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Esel bestand aus zwei Brettern, die oben spitzwinklig miteinander befestigt waren. In einigen Ausführungen wurde der Rücken des Esels aus scharfkantigem Eisen gefertigt. Vorne befand sich meist ein mit Stroh ausgestopfter Eselskopf. Die Delinquenten wurden auf diesen „Esel“ gesetzt. Je nach der Schwere ihres Vergehens wurden ihnen dann noch Gewichte an die Füße gebunden.

Auf den Esel kamen in der Regel Soldaten für kleinere Dienstvergehen, aber auch „schlechte Eheleute“ wurden auf den Strafesel gesetzt. Der Strafesel diente zur Bestrafung leichter Verbrechen an öffentlichen Stellen, wie beispielsweise auf Marktplätzen oder vor Rathäusern. Er stand für gewöhnlich neben dem Pranger.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Diether Blüm: Wenn Steine erzählen könnten … Verlag der Wochenzeitung Der Bensemer.
  • Dietmar Sauermann: Thomasesel, Eselritt und Strafesel. In: Hessische Blätter für Volkskunde. 61/1970, S. 69–78.
  • Ingeborg Bayer: Der Teufelskreis. Würzburg 1968.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. A. E. Strack u. a.: Hessische Blätter für Volkskunde. W. Schmitz Verlag, 1902