Esel (Wappentier)

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Gekrönter Esel im Wappen von Tussenhausen.

Der Esel ist in der Heraldik als Wappentier nur durch die großen Ohren und die geringere Größe vom Wappentier Pferd zu unterscheiden.

Ein gern gewähltes Merkmal zur Unterscheidung ist die Distel im Maul des Tieres. Eine Zeit lang wurde etwa im 19. Jahrhundert der Esel zum Maultier im Wappen. Die Symbolik des Esels reicht von religiöser Sichtweise bis zur Narretei. Alle heraldischen Farben und Formen der Darstellung sind möglich, aber orientiert wird am Pferd. So ist die Grundhaltung stehend mit dem Blick nach heraldisch rechts. Beliebt ist der Eselskopf im Wappenschild oder Oberwappen.

Bekannt ist das Wappen der Familie Ittersum[1]. Im Schild drei Eselköpfe und ein Wappenspruch „Id ter sum“, was so viel wie „dies bin ich dreimal“ bedeutet. Hier nimmt sich der Wappenträger auf die leichte Seite.

Der Esel eignet sich auch für ein redendes Wappen. Beispiel ist der Uradel Riedesel Freiherren zu Eisenbach aus Hessen mit einem Eselskopf en face. Auch im bayerischen Adel Riedheim (Adelsgeschlecht) ist er vertreten. Hier aber als ganzes Tier.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gert Oswald: Lexikon der Heraldik. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1984.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Esel in der Heraldik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien