Estádio Olímpico Pedro Ludovico Teixeira

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Estádio Olímpico Pedro Ludovico Teixeira
Estadio Olímpico
Blick von der Haupttribüne in das Estadio Olímpico
Blick von der Haupttribüne in das Estadio Olímpico
Daten
Ort Avenida Paranaíba esq. Rua 74
BrasilienBrasilien Setor Central, Goiânia, Brasilien
Koordinaten 16° 40′ 14,9″ S, 49° 15′ 44,9″ WKoordinaten: 16° 40′ 14,9″ S, 49° 15′ 44,9″ W
Eigentümer Bundesstaat Goiás
Baubeginn 9. Februar 1940
Eröffnung 3. September 1941
27. September 2016 (nach Umbau)
Erstes Spiel 3. September 1941
Goiânia ECAmérica Mineiro 2:0
27. September 2016
Atlético GoianienseJoinville Esporte Clube 1:1
Renovierungen 2010er Jahre
Oberfläche Naturrasen
Kosten 95 Mio. R$[1] (rund 15,4 Mio. , 2016)
Architekt Ausführende Gesellschaft
Agetop (2016)
Kapazität 13.500 Plätze
Spielfläche 105 × 68 m
Verein(e)
Veranstaltungen

Das Estádio Olímpico Pedro Ludovico Teixeira ist ein Fußballstadion mit Leichtathletikanlage im Bairro Setor Central der brasilianischen Stadt Goiânia, Hauptstadt des Bundesstaates Goiás. Es bietet Platz für 13.500 Zuschauer und ist Heimspielstätte des Fußballclubs Goiânia EC und wurde 1941 eröffnet. In den 2010er Jahren unterzog man die 70 Jahre alte Sportstätte einer umfangreichen Modernisierung. 2016 feierte man die Wiedereröffnung.[1] Der Name bezieht sich auf Pedro Ludovico Teixeira, den hauptverantwortlichen Stadtplaner derselben, die als Planhauptstadt des Bundesstaats am 24. Oktober 1933 eingeweiht wurde.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anlage liegt 200 km entfernt von der Hauptstadt Brasília, in Zentralbrasilien auf einer Hochebene etwa 750 Meter über dem Meeresspiegel, in der über 1,5 Millionen Einwohner (2020) zählenden Stadt Goiânia, an der Avenida Paranaíba, im Nordwesten, am Rande der Innenstadt. Daneben befinden sich eine Schwimmsportstätte[2] und die Mehrzweckhalle Ginásio Rio Vermelho mit einer Kapazität von 5000 Zuschauern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erbauung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grundsteinlegung war am 9. Februar 1940 und eineinhalb Jahren später feierte man die Eröffnung am 3. September 1941 mit dem Fußballspiel zwischen Goiânia EC und América Mineiro (2:0).[1] In der Zeit war es das erste Stadion in Goiânia mit einer Kapazität von 10.000 Zuschauern und Hauptaustragungsort der Spiele des schon erwähnten Goiânia Esporte Clube. Pedro Ludovico Teixeira, war nicht nur der Stadtplaner, sondern auch ein Fan der ersten Stunde vom Goiânia und so auch ein großer Unterstützer des Clubs, sowohl in materieller als auch in finanzieller Hinsicht. Das heute auf 13.500 Zuschauern ausgelegte Stadion feierte allerdings einen Zuschauerrekord von 24.806 Besuchern am 4. November 1973 im Spiel zwischen dem Goiás Esporte Clube und der Sociedade Esportiva Palmeiras aus São Paulo, das 0:1 zu Gunsten Palmeiras ausgegangen ist.

Modernisierung und Umbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es ist das zweitgrößte Stadion in der Stadt und wurde umfassend durch die städtische Agentur Agetop (Agência Goiana de Transportes e Obras) umgebaut.[3] Ursprünglich mit 43,5 Mio. R$ veranschlagt, haben letztendlich alle Maßnahmen die 100 Mio. R$ weit überschritten und zogen sich über 10 Jahren hin.[1] Das renovierte Estadio Olímpico wurde am 27. September 2016 mit dem Spiel zwischen Atlético Goianiense und Joinville Esporte Clube (1:1) wiedereröffnet. Heute dient es wieder als Heimspielstätte des Goiânia EC. Es wurde als einer der Austragungsorte für die U-17-Fußball-Weltmeisterschaft 2019 ausgewählt,[4] die zwischen Oktober und November 2019 in Brasilien ausgetragen wurde, und ebenso kurzfristig für die Copa América 2021 ausgewählt, die ursprünglich in Kolumbien und Argentinien 2020 ausgetragen werden sollte[5] und durch die Krise der COVID-19-Pandemie letztendlich zwischen dem 13. Juni und dem 10. Juli 2021 in Brasilien stattfinden soll.[6]

Goiânia-Unfall[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1987 wurden die Betroffenen des Goiânia-Unfalls mit radioaktivem Caesium-137 in das Stadion gebracht, wo ein provisorisches Zeltlager aufgebaut wurde, um ihnen Unterschlupf zu bieten, während ihre Häuser abgerissen und Gegenstände beschlagnahmt wurden. Viele Menschen haben sich dort Tests unterzogen, um ihre Belastung durch Radioaktivität zu bestimmen, aber natürlich geht vom Stadion keine Gefahr durch Radioaktivität aus.[7][8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Fernando Vasconcelos: Olímpico é entregue após 10 anos e custa mais que o dobro do previsto. In: globo.com. Globo Comunicação e Participações S.A., 8. August 2015, abgerufen am 11. Juni 2021 (portugiesisch).
  2. Laura Santos Braga: Interditado Parque Aquático do Centro de Excelência do Esporte. In: diariodegoias.com.br. Diário de Goiás, 10. März 2016, abgerufen am 11. Juni 2021 (portugiesisch).
  3. Cloves Reges Maia: Estádio Olímpico: obras podem ser paralisadas por falta de pagamento da Agetop. In: nosopinando.com.br. Nos Opinando, 18. September 2015, abgerufen am 11. Juni 2021 (portugiesisch).
  4. FIFA Council decides on key steps. In: fifa.com. FIFA, 15. März 2019, abgerufen am 10. Juni 2021 (englisch).
  5. Copa America 2020 erstmals in zwei Ländern. In: stadionwelt.de. 11. April 2019, abgerufen am 11. April 2019.
  6. Copa America nun in Brasilien. In: dw.com. Deutsche Welle, 31. Mai 2021, abgerufen am 31. Mai 2021.
  7. Nuklearkatastrophe in Brasilien. Verführt vom Schimmer des Todes (Memento vom 1. Oktober 2012 im Internet Archive)
  8. Goiânia: Brasiliens "Supergau" wirkt weiter. In: dw.com. Deutsche Welle, 13. September 2017, abgerufen am 14. Juli 2020.