Evangelische Kirche (Nietleben)

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Kirche Halle-Nietleben

Die evangelische Kirche im Stadtteil Nietleben von Halle (Saale) wurde 1884–1886 von Otto Kielburger errichtet und 1886 eingeweiht. Die Kirche besteht aus einem Zentralbau auf achteckigem Grundriss, einer halbrunden Chorapsis im Osten und dem Westturm mit Rautenhelm. Sie gehört zum Pfarrbereich Halle-Neustadt/ Nietleben im Kirchenkreis Halle-Saalkreis der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Die Außenwände sind mit Lisenen-, Blend- und Bogenfriesgliederungen versehen. Stilistisch ist die Kirche historistisch geprägt und lehnt sich an Bauten der Spätromanik an. Der achteckige Grundriss hat wohl byzantinische bzw. karolingische Vorbilder.[1]

Innenraum

Die Kirche besitzt ca. 700 Sitzplätze und ist insgesamt als protestantische Predigtkirche gestaltet. Der Innenraum ist umlaufend mit Emporen ausgestattet. Aus der ruinierten Kirche der benachbarten Wüstung Granau wurden Kirchenbänke und ein lebensgroßes barockes Kruzifix in die Nietlebener Kirche übernommen.[2]

Da die zwei Bronzeglocken von 1886 im Ersten Weltkrieg abgegeben werden mussten, wurden 1922 drei Stahlglocken aus der Glockengießerei Ulrich und Weule in Apolda angeschafft. Die ursprüngliche Orgel, ein Werk des Merseburger Orgelbauers Friederich Gerhardt, ist noch erhalten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Holger Brülls, Thomas Dietsch: Architekturführer Halle an der Saale. Dietrich Reimer Verlag, Berlin, 2000, ISBN 3-496-01202-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Evangelische Kirche Nietleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Holger Brülls, Thomas Dietzsch: Architekturführer Halle an der Saale. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-496-01202-1.
  2. Verband Naturpark Unteres Saaletal e.V. (Hrsg.): Wanderrouten im Naturpark Unteres Saaletal, Dölau-Nietleben. Halle (Saale) – (ohne Jahresabgabe).

Koordinaten: 51° 29′ 1,4″ N, 11° 54′ 5″ O