Fährstraße (Stralsund)

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Brunnen in der Fährstraße in Stralsund (2012)

Die Fährstraße im Stadtgebiet Altstadt in Stralsund verbindet die Külpstraße beim Alten Markt mit der Straße Am Fischmarkt und der Seestraße bei der Fährbrücke am Hafen. Die Bechermacherstraße, Schillstraße, Mauerstraße, Wasserstraße und die Straße Fährwall gehen von der Fährstraße ab. Die Straße ist eine der ältesten der Stadt und gehört zum Kerngebiet des UNESCO-Welterbes Historische Altstädte Stralsund und Wismar.

Die Fährstraße wurde erstmals im Jahr 1270 urkundlich benannt, um 1290 ist sie als Fuhrleutestraße erwähnt[1]. Sie wurde nach den am Hafen gelegenen Fähranlegestellen benannt.

An der Ecke zur Wasserstraße bzw. zum Fährwall stand das innere Fährtor, welches im Jahr 1874 abgerissen wurde; ihm vorgelagert war das äußere Fährtor auf Höhe der heutigen Fährbrücke.

21 der Gebäude in der Straße stehen unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Stralsund), nämlich Fährstraße 1, Fährstraße 2, Fährstraße 6 a, Fährstraße 7, Fährstraße 8/10, Fährstraße 11, Fährstraße 14/15, Fährstraße 17, Fährstraße 18, Fährstraße 19, Fährstraße 20/21, Fährstraße 22, Fährstraße 23 (“Scheelehaus”), Fährstraße 24, Fährstraße 25, Fährstraße 26, Fährstraße 27, Fährstraße 28, Fährstraße 29/30, Fährstraße 31 und Fährstraße 32. Zudem sind die Fassade und die Haustür vom Haus Fährstraße 12 sowie ein Gedenkstein vor dem Haus Fährstraße 21 als Baudenkmal ausgewiesen[2].

In dem Haus Fährstraße 23 wurde im Jahr 1742 der Chemiker Carl Wilhelm Scheele geboren. Vor dem Haus Fährstraße 21 fiel im Jahr 1809 im Kampf der preußische Offizier Ferdinand von Schill. Im Haus Fährstraße 25 wurde am 15. Dezember 1815 Heinrich Kruse geboren.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Neumerkel, Jörg Matuschat: Von der Arschkerbe bis Zipollenhagen, Stralsund 2007, Seite 34
  • Hansestadt Stralsund (Hrsg.): Die Altstadtinsel Stralsund - Illustrierte Denkmalliste. Stralsund 1999, Seite 22

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fährstraße in Stralsund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andreas Neumerkel, Jörg Matuschat: Von der Arschkerbe bis Zipollenhagen, Stralsund 2007, Seite 34
  2. Hansestadt Stralsund (Hrsg.): Die Altstadtinsel Stralsund - Illustrierte Denkmalliste, Stralsund 1999, Seite 31

Koordinaten: 54° 18′ 59″ N, 13° 5′ 36″ O