FERRMED

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FERRMED ist eine Vereinigung von europäischen Wirtschaftsunternehmen und -institutionen, die als Lobby versucht den Schienengüterverkehr zwischen Skandinavien und den westlichen Mittelmeerländern zu fördern. Dabei ist es ein wesentliches Ziel, durch die Festlegung einheitlicher Standards den grenzüberschreitenden Verkehr in Europa zu vereinfachen und zu beschleunigen. Räumlich sollen die größten Wirtschaftsmetropolen mit den See- und Flughäfen sowie ihrem Hinterland verbunden werden.[1] FERRMED wurde am 5. August 2004 in Brüssel als gemeinnützige Gesellschaft gegründet und hat zurzeit 143 Mitglieder.[2]

FERRMED-Standards[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um den Schienengüterverkehr auf den europäischen Magistralen effizienter zu gestalten, werden folgende Ziele verfolgt:[3]

  • Die Hauptstrecken sollen normalspurig, zweigleisig und elektrifiziert (möglichst mit 25 KV) sein sowie für eine Radsatzlast von 22,5 bis 25 Tonnen ausgelegt sein.
  • Sie sollen dem UIC-Lichtraumprofil entsprechen und eine maximale Steigung von 12 Promille aufweisen.
  • Als Signalisationssystem wird ERTMS favorisiert.
  • Die Ausrüstung der Strecken und der Überholgleise sollen Zuglängen von 1.500 m ermöglichen.
  • Als Zuggewicht werden 3.600 bis 5.000 Tonnen angestrebt.

FERRMED-Achse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die „Große FERRMED-Achse“ verläuft von Stockholm über Kopenhagen, (Fehmarnsundbrücke) Hamburg, Duisburg, Koblenz (ab hier Abzweigung der westlichen Hauptstrecke), Luxemburg, Metz, Lyon, (Marseille), Barcelona, entlang der westlichen Mittelmeerküste bis Algeciras. In Koblenz zweigt die östliche Hauptstrecke über die Rheintalbahn und den Lötschbergtunnel nach Mailand und weiter nach Genua ab. Von den Knotenpunkten der beiden Hauptäste bestehen zahlreiche Anschlussstrecken zu weiteren wichtigen Zentren (z. B. in Russland, Norwegen, Großbritannien, Portugal und Marokko).[4]

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mitglieder von FERRMED sind vorwiegend die potentiellen Nutzer wie Seehäfen und Speditionen. Ein weiterer großer Anteil stellen Handelskammern aus Frankreich und Spanien sowie die Schienenfahrzeugindustrie. Dagegen sind Eisenbahnverkehrsunternehmen kaum vertreten.[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rüdiger Block: Ferrmed-Konzept für eine europäische Güterbahn. In: Güterbahnen, Heft 2/2011, S. 40–45, Alba Fachverlag Düsseldorf, ISSN 1610-5273.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. "Was FERRMED ist". 2011, archiviert vom Original am 30. November 2009; abgerufen am 27. Mai 2011. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ferrmed.com
  2. Siehe Rüdiger Block, S. 41
  3. Vgl. "Die FERRMED Standards". 2011, archiviert vom Original am 30. November 2009; abgerufen am 27. Mai 2011. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ferrmed.com
  4. Vgl. "Der Grossen FERRMED-Achse". (Nicht mehr online verfügbar.) 2011, ehemals im Original; abgerufen am 27. Mai 2011.@1@2Vorlage:Toter Link/www.ferrmed.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. Vgl. "Mitglieder". 2011, archiviert vom Original am 30. November 2009; abgerufen am 27. Mai 2011. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ferrmed.com