Faubourg Saint-Germain

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Plan von Faubourg Saint-Germain um 1790

Faubourg Saint-Germain ist ein historischer Stadtteil von Paris, der lange Zeit als Mittelpunkt der vornehmen aristokratischen Gesellschaft galt. Das nach Germanus von Paris benannte Viertel besteht in etwa aus dem östlichen Teil des heutigen 7. Arrondissements zwischen dem Hôtel des Invalides, dem Quai d’Orsay und der Abtei Saint-Germain-des-Prés im Rive Gauche.

Bei Chateaubriand, Balzac, Poe und Proust wird die im 17. Jahrhundert neu besiedelte Vorstadt (Faubourg) eingehend literarisch auch als elitäre soziale Gruppe geschildert. Hannah Arendt beschreibt in ihrem Essay Faubourg Saint-Germain[1] Prousts Figuren des Kapitels Sodom und Gomorra in Auf der Suche nach der verlorenen Zeit als ein Beispiel für die Wurzellosigkeit des assimilierten Judentums in Frankreich.

Der Stadtteil wird heute durch das Musée d’Orsay, den Palais Bourbon, das Musée Rodin, den Boulevard Saint-Germain, die Rue du Bac und etliche vornehme Hotels und Cafés geprägt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hannah Arendt: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft, S. 149–155.