Felix Görling

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Felix Görling (* 18. Mai 1860 in Leipzig; † 29. November 1932 in Berlin)[1] war ein deutscher Bildhauer und Maler. Er wurde bekannt durch seine schöpferische Plastik, die sich auf dem Gebiet der damals besonders gepflegten Denkmalskunst bewegte.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bildhauer und Maler Felix Görling wurde 1860 in Leipzig geboren. Seine Ausbildung erhielt er von 1881 bis 1884 bei Fritz Schaper an der Akademie der Künste in Berlin. Ab 1897 war Görling im Vorstand der Berliner Bronzegießerei von Hermann Gladenbeck, später fungierte er als deren technischer Direktor, ab 1918 bis zur Liquidation des Unternehmens auch als künstlerischer Leiter.[2] Görling trug wesentlich zum Weltruf der Gießerei bei. So wurde beispielsweise das umfangreiche Standbild Kaiser Wilhelms I. am alten Berliner Schloss bekannt.

Denkmal Friedrichs II., historische Postkarte
Von Felix Görling geschaffene Büste

Görling entwarf zahlreiche weitere klassizistische Denkmäler und Büsten, z. B. von Humboldt, Lingenfeld und Friedrichs dem Großen, die in der Gladenbecker Bronzegießerei hergestellt wurden. 1884 nahm er mit dem Fechter an der Berliner Akademie-Ausstellung teil, 1891 war er auf der Internationalen Kunst-Ausstellung mit einer Statue von Kaiser Friedrich I. vertreten. Daneben schuf er Kleinbronzen, die als Auflagenplastiken in den Verkauf kamen und heute in namhaften Auktionshäusern gehandelt werden.[3] Von 1901 bis 1920 war Görling Mitglied im Verein Berliner Künstler. Er war auch als Landschaftsmaler tätig.

Sein Lebensmittelpunkt war seit 1880 im Berliner Stadtbezirk Friedrichshagen. Trotz seines großen Aufgabengebietes fand er Zeit, sich für die Belange der Friedrichshagener Bürger zu engagieren. Viele Jahre gehörte er der Gemeindevertretung an. Er war auch der Schöpfer des Denkmals Friedrichs des Großen, das auf dem Marktplatz in Friedrichshagen steht; dessen Grundsteinlegung war 1903 zur 150-Jahrfeier Friedrichhagens.[4]

Görling begleitete den Kaiser auf dessen Nordlandreisen. War der Kaiser zu Besuch in Friedrichshagen, versäumte er es nie, Görling einen Besuch abzustatten, um dabei die neuesten Erzeugnisse der Gießerei anzusehen.

Felix Göring starb 1932 in Berlin.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Felix Görling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dankmar Trier: Görling, Felix. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 57, Saur, München u. a. 2008, ISBN 978-3-598-22797-4, S. 33.
  2. J. Bielefeld Verlag: Berlin und Die Berliner. BoD – Books on Demand, 2011, ISBN 978-3-86403-088-8 (google.ch [abgerufen am 13. Juli 2020]).
  3. GÖRLING, F. (Felix Görling, Leipzig 1860-1932 Berlin), deuts. Abgerufen am 13. Juli 2020.
  4. René Du Bois: Denkmale und Denksteine für Friedrich den Großen: Lebe er wohl, ... BoD – Books on Demand, 2017, ISBN 978-3-8391-6772-4 (google.ch [abgerufen am 13. Juli 2020]).